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Nutanix-Studie für Deutschland: Beim KI-Betrieb steht die Produktivität am Edge an erster Stelle

Nutanix-Studie für Deutschland: Beim KI-Betrieb steht die Produktivität am Edge an erster Stelle

Source: Deutsche Nachrichten
Nach den globalen Ergebnissen hat Nutanix, Spezialist für hybrides Multicloud-Computing, die achte jährliche Studie Enterprise Cloud Index für Deutschland vorgestellt. Speziell hinsichtlich der geschäftlichen Prioritäten und des Implementierungsorts von KI-Anwendungen spiegeln sich in der Studie Enterprise Cloud Index (ECI) Germany die Besonderheiten der deutschen Wirtschaft wider – weltweit tätige Mittelstandsunternehmen neben Großkonzernen und starker Industriefokus. Insgesamt hat Nutanix in Deutschland 100 Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern aus den verschiedensten Branchen für die Studie befragen lassen.

Die jährliche ECI-Studie misst die Entwicklung der Cloud-Nutzung, Containerisierung und Bereitstellung von GenAI-Anwendungen in den Unternehmen; die diesjährige Ausgabe beleuchtet insbesondere die Herausforderungen, denen IT-Verantwortliche gegenüberstehen, um die rapide steigende KI-Nutzung und den wachsenden Bedarf an Anwendungs- und Infrastrukturmodernisierung zu meistern.

Wie ihre Kollegen weltweit sind auch die IT-Verantwortlichen in Deutschland der Ansicht, dass KI die Einführung von Containern in ihren Organisationen beschleunigen wird (jeweils 85 Prozent). Allerdings sind 38 Prozent der deutschen Teilnehmer an der Studie der Meinung, dass künstliche Intelligenz erheblich zu dieser Beschleunigung beitragen wird; weltweit sind es nur 29 Prozent.

Auch darin, dass die Zahl der Container in den kommenden drei Jahren um mehr als fünf pro Organisation zunehmen wird, sind sich die internationalen und die deutschen Umfrageteilnehmer einig. Allerdings äußern in Deutschland (80 Prozent) weniger befragte Unternehmen diese Erwartung als international (87 Prozent). Dieser Unterschied nivelliert sich jedoch fast komplett, wenn es um die erwartete Zunahme von KI-fähigen Anwendungen – dem Schwerpunkt der Containerisierung in den Unternehmen – geht. So gehen 57 Prozent der deutschen Unternehmen davon aus, in den nächsten drei Jahren mehr als fünf KI-fähigen Anwendungen einzuführen; weltweit sind es 59 Prozent. Wenn deutsche Unternehmen containerisierte Applikationen einführen, scheinen sie sich also noch stärker auf die Einführung von KI-Anwendungen zu konzentrieren als im weltweiten Durchschnitt.

Fokus auf KI am Edge

Diese stärkere Konzentration auf KI zeigt sich auch bei der Wahl der Infrastruktur und der Bereitstellungsumgebung. Nicht weniger als 81 Prozent der Unternehmen in Deutschland betreiben ihre KI-Anwendungen bei Managed-Service-Providern – weltweit sind es nur 65 Prozent –, 61 Prozent in eigenen Rechenzentren oder privaten Cloud-Umgebungen und 62 Prozent am Edge, z. B. in Werkshallen oder Handelsfilialen für die größtmögliche Nähe zwischen Daten und deren Verarbeitung. Die Mehrfachnennungen bei dieser Antwort zeigen, dass KI-Workloads inhärent hybrid sind und die deutschen Unternehmen dafür verschiedene Umgebungen gleichzeitig nutzen.

Die Bedeutung von Edge-Umgebungen als Betriebsort von containerisierten Anwendungen dürfte in den kommenden Jahren weiter steigen. So soll bei deutschen Unternehmen der Anteil von Edge-Umgebungen, in denen sie Container betreiben, in den kommenden drei Jahren 77 Prozent (weltweit: 55 Prozent) erreichen, während der Wert heute 65 Prozent (weltweit: 43 Prozent) beträgt. Ein nicht unwesentlicher Anteil der Edge-Umgebungen dürfte von den Unternehmen selbst betrieben werden und in deren Besitz sein. Angesichts dessen ist bemerkenswert, dass der Anteil der Unternehmen in Deutschland, deren On-Prem-Umgebungen nach eigener Auskunft heute schon vollständig bereit für den Betrieb von KI-Anwendungen ist, mit 26 Prozent nicht weniger als 8 Prozent über dem weltweiten Wert (18 Prozent) liegt.

Auffallend hoch ist in diesem Zusammenhang die Nutzung von Bare Metal zum Betrieb containerisierter Anwendungen. 9 Prozent der deutschen Unternehmen setzen ausschließlich oder hauptsätzlich auf Bare Metal (weltweit: 12 Prozent) und weitere 66 Prozent (weltweit: 44 Prozent) verteilen sie zu etwa gleichen Teilen auf Bare Metal und virtuelle Maschinen. Noch höher ist Anteil, blickt man auf den Betrieb von KI-Anwendungen ausschließlich auf Bare-Metal-Infrastrukturen, bei dem die Unternehmen in Deutschland aktuell mit 20 Prozent einen Vorsprung von 6 Prozent gegenüber dem weltweiten Wert (14 Prozent) haben.

Die heute schon starke und weiter zunehmende Relevanz von Edge-Umgebungen und Bare-Metal-Infrastrukturen erklärt sich aus den Antworten der Befragten in Deutschland auf die Frage, was ihre Entscheidungsgründe für die Wahl des Betriebsorts von containerisierten Anwendungen sind. An erster Stelle rangiert mit 81 Prozent der Befragten die Antwort „Netzwerknähe und -latenz – Workloads näher an bei den Usern platzieren, um Verzögerungen zu reduzieren“ (weltweit 74 Prozent, Rang 3), gefolgt von „Umgebungsübergreifende Konsistenz – zuverlässige Leistung und Kompatibilität“ mit 79 Prozent der Antworten (weltweit 75 Prozent, ebenfalls an zweiter Stelle) und „Regulatorische, Sicherheits- und Datensouveränität – Compliance- und Datenschutzstandards erfüllen“ mit 76 Prozent (weltweit 75 Prozent).

Fokus auf Wettbewerbsposition

Doch wie lauten die geschäftlichen Ziele, die Unternehmen und Institutionen in Deutschland mit diesen Prioritäten verfolgen? 64 Prozent der Befragten aus Deutschland nennen am häufigsten „Schnellere Entscheidungsfindung ermöglichen“, gefolgt von „Kunden- oder Mitarbeitererfahrung verbessern“ (63 Prozent) und „Produktivität/Effizienz erhöhen“ (60 Prozent). Die drei Top-Prioritäten weltweit lauten hingegen in absteigender Reihenfolge mit 61 Prozent der Antworten „Kunden- oder Mitarbeitererfahrung verbessern“, „Produktivität/Effizienz erhöhen“ (58 Prozent) und an dritter Stelle „Neue Produkte, Services und Umsatzströme generieren“ (57 Prozent).

Spielt angesichts dieser Studienergebnisse die aktuell viel diskutierte digitale Souveränität etwa nur eine untergeordnete Rolle? Ganz im Gegenteil. Zwar rangiert sie bei den deutschen Organisationen mit 41 Prozent der Antworten als Grund für die Einführung oder vermehrte Nutzung von Containern in den nächsten zwölf Monaten erst an fünfter Stelle (weltweit ebenfalls 41 Prozent, Rang 4). Doch hat das Thema für
95 Prozent der deutschen Unternehmen für ihre Infrastrukturentscheidungen Priorität (99 Prozent weltweit), für 76 Prozent sogar hohe und höchste Priorität (80 Prozent weltweit). Digitale Souveränität stellt sich damit weniger als ein geschäftliches Ziel im engeren Sinn heraus denn als Mittel, das gewissermaßen selbstverständlich gegeben sein muss, um das Geschäft zu unterstützen und voranzubringen.

„Digitale Souveränität als selbstverständliches Mittel zum Zweck, Vorrang für Edge-Umgebungen und Managed-Services-Provider, Fokus auf KI und Bare Metal – all das spiegelt die typische Wirtschaftsstruktur in Deutschland wider“, betont Thomas Herrguth, General Manager von Nutanix Deutschland. „Nicht nur Großunternehmen, sondern auch der Mittelstand suchen nach Produktivitätsgewinnen durch schnellere Entscheidungen am Edge, ob in der Produktion oder an Filialstandorten, um angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Situation und geopolitischer Turbulenzen die eigene Wettbewerbssituation zu stärken.“

Mit seinem Plattformansatz, einem einheitlichen umgebungsübergreifenden Betriebsmodell und der Unterstützung für Bare Metal bietet Nutanix die dafür nötigen Infrastrukturoptionen und Plattformdienste. Und liefert die erforderliche digitale Souveränität gleich mit, da die Unternehmen mithilfe von Nutanix ihre Daten, Workloads und Lizenzen auf Knopfdruck zwischen den verschiedenen Umgebungen migrieren können.

Weitere Studienergebnisse:

  • Silos in der Organisation und KI verursachen neue Risiken: KI treibt Innovationen voran und bringt gleichzeitig neue betriebliche Herausforderungen mit sich. In Deutschland sind 77 Prozent der Befragten – weltweit sind es 82 Prozent – der Ansicht, dass Silogrenzen zwischen Fachabteilungen einerseits und IT-Organisationen andererseits Bereitstellungen verlangsamen und die Komplexität erhöhen. Dadurch erschweren sie die Aufgabe, Projekte im Technologiebereich effektiv umzusetzen.
  • Schatten-KI schafft neue Herausforderungen: 74 Prozent der Befragten aus Deutschland – gegenüber 79 Prozent weltweit – berichten von KI-Anwendungen und -Agenten, die von Kolleginnen und Kollegen ohne Involvierung der IT implementiert und genutzt werden. Und 85 Prozent sind der Auffassung, dass die unautorisierte KI-Nutzung zu Risiken führt wie zum Beispiel der Preisgabe sensibler Daten und geistigen Eigentums. Das unterstreicht, dass Fachbereiche und IT-Teams enger zusammenarbeiten müssen. Nur so lässt sich dafür sorgen, dass KI-Bereitstellungen sicher, compliant und im Einklang mit den Unternehmenszielen bleiben.

Die Studie

Das achte Jahr in Folge hat Nutanix eine globale Studie in Auftrag gegeben, um den aktuellen Stand zu Cloud-Nutzung, Containerisierung und Bereitstellung von GenAI-Anwendungen zu ermitteln. Zu diesem Zweck hat Wakefield Research im November 2025 die Antworten von 1.600 Cloud-, IT- und Entwicklungsverantwortlichen – darunter 100 aus Deutschland – Containerisierung und Bereitstellung von GenAI-Anwendungen ab Manager-Ebene aufwärts eingeholt. Die Befragten stammten aus Unternehmen mit mindestens 500 Mitarbeitern in Australien, Brasilien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Indien, Italien, Japan, Mexiko, den Niederlanden, dem Königreich Saudi-Arabien, Singapur, Spanien und den Vereinigten Staaten.

Die Studienergebnisse und vollständige achte Ausgabe des Enterprise Cloud Index sind auf der Nutanix-Website abrufbar.

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