Source: People’s Republic of China – State Council News in German
Die Hantavirus-Opfer auf dem Schiff „Hundius“ im Atlantik könnten sich bereits vor Antritt der Kreuzfahrt infiziert haben, und eine Übertragung von Mensch zu Mensch an Bord kann nicht ausgeschlossen werden. Dies teilte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Dienstag mit.
Die Organisation erhielt am 2. Mai Berichte über einen Hantavirus-Ausbruch auf der „Hundius“. Von den 147 Passagieren und Besatzungsmitgliedern sind sieben Personen erkrankt, drei sind gestorben.
Maria Van Kerkhove, Leiterin der Abteilung für Epidemie- und Pandemievorsorge und -prävention der WHO, sagte in Genf, die Lage sei weiterhin ungewiss. Ein Patient befinde sich in Südafrika auf der Intensivstation. Zwei weitere Patienten, die sich noch an Bord des Schiffes befinden, würden für eine medizinische Evakuierung zur Behandlung in die Niederlande vorbereitet.
Als Vorsichtsmaßnahme seien die Passagiere gebeten worden, in ihren Kabinen zu bleiben, während Desinfektions- und andere Maßnahmen zum Schutz der öffentlichen Gesundheit durchgeführt würden.
Das Schiff solle seine Reise zu den Kanarischen Inseln in Spanien fortsetzen, und die WHO arbeite mit den spanischen Behörden zusammen, um eine umfassende epidemiologische Untersuchung sowie eine vollständige Desinfektion des Schiffes durchzuführen, so die WHO-Beamtin.
