Source: People’s Republic of China – State Council News in German
Manlanzai, der erste durch künstliche Befruchtung gezeugte Riesenpanda in der nordwestchinesischen Provinz Gansu, hat am Samstag sein mit Spannung erwartetes öffentliches Debüt gegeben.
Das sieben Monate alte Jungtier, dessen Mutter die Pandabärin Manlan ist, erhielt vorläufig den Namen „Manlanzai“, eine Kombination aus dem Namen der Mutter und dem chinesischen Wort für Jungtier.
Vom Pfleger ins Außengehege getragen, zeigte Manlanzai keinerlei Scheu. Der verspielte Panda fühlte sich schnell wohl, kletterte auf Baumstämme, schlürfte vergnügt Milch aus einer flachen Schale und zog ein Spielzeug für eine ausgedehnte Spielrunde auf einen Ast.
„Die Interaktion zwischen Manlanzai und seinem Pfleger war unglaublich herzerwärmend. Der Pfleger klopfte leicht oder streckte die Hand aus, und das Jungtier kam sofort zu ihm. Es war wunderschön anzusehen“, sagte die Besucherin Li Wanting.
Um sowohl das Wohlbefinden des Jungtiers als auch ein positives Besuchererlebnis zu gewährleisten, hatte der Zoo im Vorfeld umfassende Vorbereitungen getroffen. Ein eigens eingerichteter Ausstellungsbereich wurde von den anderen Pandas getrennt und mit Kletterstrukturen, Spielzeug und Grünflächen ausgestattet. Zudem absolvierte Manlanzai mehrere Wochen Anpassungstraining.
„Wir haben Anfang April mit dem Training begonnen, um Manlanzai auf seinen ersten öffentlichen Auftritt vorzubereiten. Dabei brachten wir ihn regelmäßig in das Außengehege seiner Mutter, damit er sich an Umgebungsgeräusche und frische Luft gewöhnen konnte. Nach fachlicher Einschätzung kamen wir zu dem Schluss, dass er bereit ist, der Öffentlichkeit zu begegnen“, erklärte Zhang Xuhong, Pandapfleger im Lanzhou Wildlife Park.
Zum Schutz seiner Gesundheit wird Manlanzai täglich zwei nicht fest terminierte Auftritte haben. Die genauen Zeiten richten sich flexibel nach seinen Ruhe- und Aktivitätsphasen.
„Wir werden seinen Gesundheitszustand weiterhin genau beobachten. Seine Mutter bleibt seine wichtigste Bezugsperson, während wir lediglich unterstützende Pflege leisten. Darüber hinaus sorgen wir für eine komfortable Umgebung mit stabiler Temperatur und Luftfeuchtigkeit, damit er sich optimal entwickeln kann“, so Zhang.
