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Junge Taiwaner fordern „korrektes Geschichtsverständnis“

Junge Taiwaner fordern „korrektes Geschichtsverständnis“

Source: People’s Republic of China – State Council News in German

Bei einer Gedenkveranstaltung zum 80. Jahrestag der Rückgabe Taiwans an China betonten vier junge Vertreter der Insel die gemeinsamen Wurzeln der Menschen beider Seiten der Taiwan-Straße.

In Beijing wurde am Dienstag eine Feier zum 80. Jahrestag der Rückgabe Taiwans an China am Ende des Zweiten Weltkriegs begangen. Organisiert wurde das Gedenken gemeinsam von der All-Chinesischen Föderation der Taiwan-Landsleute, dem Channel China des Nachrichtenportals China Daily, der Beijing Vereinigung der Taiwan-Landsleute und der Vereinigung der Angehörigen von Patrioten in Taiwan, die gegen die japanische Besatzung kämpften. Vier junge Vertreter aus Taiwan teilten bei der Veranstaltung ihre Gedanken zu dieser historischen Periode. Sie reflektierten über die gemeinsamen Wurzeln der Menschen beiderseits der Taiwanstraße.

Familiengeschichten und gemeinsame Wurzeln

Die 23-jährige Lo Chih-ying aus dem Landkreis Changhua in Taiwan betonte die tiefere Bedeutung des Gedenkens: „Das Gedenken an die Rückkehr Taiwans zu China dient nicht nur der Erinnerung an die historische Rückgabe, sondern auch der Bestätigung der Wurzeln der chinesischen Nation.“

Lo berichtete von ihrer eigenen Familiengeschichte, die über 300 Jahre zurückreicht und ihr dabei half, ihre Wurzeln in der Provinz Fujian auf dem chinesischen Festland zu entdecken. „Unsere Vorfahren überquerten die Meerenge und ließen sich in Taiwan nieder, wo ihre Nachkommen seitdem Wurzeln geschlagen haben und gediehen sind“, sagte sie.

Historischer Kontext der Besatzung: Taiwan wurde 1895 nach dem Ersten Japanisch-Chinesischen Krieg mit dem Vertrag von Shimonoseki an Japan abgetreten. Die Insel blieb bis 1945 unter japanischer Besatzung.

Die 21-jährige Studentin Lu Ying-chu aus Taipeh, die derzeit an der Minzu-Universität Chinas in Beijing studiert, ging auf diese Zeit ein. „Dieser Vertrag riss Taiwan gewaltsam von China los, brachte Schande über die Nation und Schmerz über sein Volk“, sagte Lu.

Sie erzählte, dass ihr Urgroßvater, der einen Großteil der japanischen Besatzungszeit miterlebte, standhaft blieb und sich der japanischen Autorität nie beugte. „Das Studium dieser Geschichte hat mir die Mission unserer Generation bewusst gemacht – Frieden und Einheit zu fördern“, sagte Lu und betonte, dass die gemeinsame nationale Erinnerung und ihre Lehren niemals vergessen werden dürften.

Kritik an „Separatisten“

Der 26-jährige Lin Ching-mao aus Changhua, der derzeit an der Peking-Universität studiert, sagte: „Das Gedenken an die Rückkehr Taiwans zu China vor 80 Jahren ehrt auch den unbeugsamen Widerstand der Taiwaner gegen die japanische Besatzung.“

Er übte scharfe Kritik an aktuellen politischen Strömungen in Taiwan: „Wenn jene Soldaten, die während des Chinesischen Widerstandskriegs gegen die japanische Aggression (1931–1945) geblutet und ihr Leben geopfert haben, sehen würden, dass ihre Nachkommen leugnen, dass die Menschen in Taiwan Chinesen sind – was würden sie denken?”

Lin kritisierte damit jüngste Schritte von Separatisten der „Taiwan-Unabhängigkeit“, chinesische Elemente in Taiwan auszulöschen. Der 80. Jahrestag sei eine Gelegenheit, ein korrektes Verständnis der Geschichte Taiwans und ihrer heutigen Bedeutung zu fördern.

Hoffnung auf Verstärkung Chinas

Lin Kuan-Ting aus Taipeh merkte an, dass patriotische Landsleute während des Widerstandskrieges glaubten, dass man zuerst das Land und dann Taiwan retten müsse.

„Auch die heutigen jungen Menschen aus Taiwan sind der Überzeugung, dass ‚sobald China stark wird, die Taiwan-Frage natürlich gelöst wird‘“, sagte er. Er fügte hinzu, dass die patriotischen Landsleute Taiwans Hoffnung in der zunehmenden Stärke des Landes sähen.

Alle vier jungen Leute wirkten auch als Erzähler in der zwölfteiligen Dokumentarserie „Stories across the Strait“ (Geschichten von beiden Seiten der Meerenge) von China Daily mit, die die historischen Ursprünge der Taiwan-Frage untersucht. Sie gaben an, dass die Teilnahme an den Dreharbeiten ihr Verständnis der Geschichte Taiwans vertieft habe.

MIL OSI