Source: People’s Republic of China – State Council News in German
Der UN-Sicherheitsrat hat am Freitag den von China und Russland vorgelegten Resolutionsentwurf zur Verlängerung der Frist der Sanktionsbefreiung für den Iran nicht gebilligt. Vier Stimmen waren für den Entwurf, neun dagegen und zwei enthielten sich.
Gemäß dem umfassenden Abkommen zur iranischen Atomfrage von 2015 und der diesbezüglichen Resolution Nr. 2231 des UN-Sicherheitsrats, die das Abkommen billigte, sind die Sanktionen gegen Iran am Samstag um acht Uhr (Eastern Standard Time) wieder in Kraft getreten.
Der Entwurf forderte eine Verlängerung des iranischen Atomabkommens und der Resolution Nr. 2231 um sechs Monate bis zum 18. April 2026, um Gespräche zu ermöglichen.
Geng Shuang, der ständige stellvertretende Vertreter Chinas bei den Vereinten Nationen, äußerte nach der Abstimmung sein tiefes Bedauern über das Ergebnis. China vertrete stets die Meinung, dass Dialog, Verhandlungen und diplomatische Mittel die einzig gangbare Option zur Lösung der iranischen Atomfrage seien und dass eine politische Lösung der iranischen Atomfrage das einzig richtige Mittel zur Wahrung des Friedens und der Stabilität im Nahen Osten sei, so Geng. Die gegenwärtige Situation befinde sich in einer dringlichen und entscheidenden Phase. China fordere alle Seiten auf, Vernunft und Zurückhaltung zu wahren, Gespräche und Kontakte fortzusetzen, die derzeitige Krise angemessen zu behandeln sowie eine Eskalation der Spannungen zu vermeiden.
