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Durchschnittsumsatz der Top-Dienstleister Chinas übersteigt 100 Milliarden Yuan

Durchschnittsumsatz der Top-Dienstleister Chinas übersteigt 100 Milliarden Yuan

Source: People’s Republic of China – State Council News in German

Die China Enterprise Confederation und die China Enterprise Directors Association haben am Donnerstag die Liste der 500 umsatzstärksten Dienstleistungsunternehmen des Jahres 2025 veröffentlicht. Wie die Nachrichtenagentur Xinhua berichtete, erzielten die gelisteten Unternehmen im Jahr 2024 einen Gesamtumsatz von 51,1 Billionen Yuan (rund 7,19 Billionen US-Dollar). Der durchschnittliche Umsatz pro Unternehmen überschritt dabei erstmals die Marke von 100 Milliarden Yuan (konkret: 102,2 Milliarden Yuan).

Laut dem Ranking verzeichneten die Unternehmen nicht nur ein starkes Umsatz- und Gewinnwachstum, sondern steigerten auch ihre operative Effizienz strukturell. Der Umsatz pro Kopf erreichte einen historischen Höchstwert von 3,28 Millionen Yuan, während der Gewinn pro Kopf bei 215.000 Yuan lag – beides ebenfalls Rekordwerte.

Besonders dynamisch entwickelten sich moderne Dienstleistungsbranchen. Unternehmen aus den Bereichen Internet, IT-Dienstleistungen, Finanzen, Logistik und Supply-Chain-Management sowie Unternehmensdienstleistungen waren mit 184 Vertretern in der Liste sehr stark repräsentiert.

Begünstigt durch politische Förderung expandierte die chinesische Binnennachfrage in den ersten acht Monaten des Jahres 2025 weiter. Vor allem im Dienstleistungssektor – etwa bei Reisen und Live-Veranstaltungen – war die Konsumnachfrage besonders dynamisch. Laut dem Staatlichen Amt für Statistik (NBS) stiegen die Einzelhandelsumsätze mit Dienstleistungen zwischen Januar und August um 5,1 Prozent und damit stärker als der Warenkonsum.

Am Dienstag hatten neun Regierungsbehörden, darunter das Handelsministerium, 19 Maßnahmen zur Belebung des Dienstleistungskonsums angekündigt. Ziel ist es, die Binnennachfrage weiter anzukurbeln und das Konsumpotenzial besser auszuschöpfen.

Im Zuge der Öffnung des Dienstleistungssektors will China unter anderem schrittweise den Zugang zu Branchen wie Internet und Kultur liberalisieren sowie Pilotprogramme in den Bereichen Telekommunikation, Gesundheitswesen und Bildung ausweiten.

Unterstützung kommt auch von der Chinesischen Volksbank: Die Zentralbank hatte bereits im Mai eine Refinanzierungsfazilität in Höhe von 500 Milliarden Yuan aufgelegt, um die Kreditvergabe an Branchen wie Gastgewerbe, Kultur, Bildung und Tourismus zu fördern.

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