Source: Deutsche Nachrichten
Deutschland steht vor einem wirtschaftspolitischen Wandel. Damit die größte Volkswirtschaft Europas wieder ein attraktiver Standort für Investitionen bleibt und zukunftsfähige Geschäftsmodelle sowie hochwertige Arbeitsplätze gesichert werden, ist ein strategisches Umdenken erforderlich. Die geopolitischen Entwicklungen zeigen, wie entscheidend eine stabile und unabhängige Rohstoffversorgung ist. Eine funktionierende Kreislaufwirtschaft ist dafür essenziell – sie stärkt nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit, sondern leistet auch einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und zur Innovationskraft der Industrie.
Die Nationale Kreislaufwirtschaftsstrategie, die noch 2024 verabschiedet wurde, muss nun mit klaren Prioritäten und konkreten Maßnahmen umgesetzt werden. Gleichzeitig sind Unternehmen gefordert, Zirkularität als festen Bestandteil ihrer Geschäftsstrategie zu verankern und aktiv an innovativen Wertschöpfungsmodellen zu arbeiten. Entscheidend für den Erfolg wird dabei eine kluge Regulierung sein, die Marktmechanismen stärkt, Innovationen ermöglicht und faire Wettbewerbsbedingungen schafft – ohne durch übermäßige Detailvorgaben den Fortschritt auszubremsen.
Um die Kreislaufwirtschaft als zentralen Bestandteil der Industrie- und Standortpolitik zu etablieren, braucht es zudem eine enge Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft, Politik und Verbänden. Unternehmen müssen sich aktiv in die Ausgestaltung regulatorischer Vorgaben einbringen, während Ministerien und EU-Institutionen die notwendige Transparenz und Struktur für eine zielführende Umsetzung schaffen.
Wie dieser Wandel gelingen kann, beleuchtet unser neues Sonderheft “Kreislaufwirtschaft”.
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