Source: Switzerland – Federal Council in German
Gruppe Verteidigung
Bern, 14.03.2024 – 2023 haben die Angehörigen der Schweizer Armee 5,36 Millionen Diensttage geleistet; das sind rund 46 000 Tage mehr als 2022. 188 513 Diensttage wurden im Rahmen von Operationen, Einsätzen und Unterstützungsleitungen erbracht. Die Truppenaufwände belaufen sich auf 192,9 Millionen Franken.
2023 wurden in der Schweizer Armee insgesamt 5 355 456 Diensttage geleistet. Das sind 45 832 Tage mehr als im Vorjahr (2022: 5 309 624). Die Truppenaufwände (Sold, Verpflegung, Unterkunft, Transporte, Dienstleistungen Dritter, Land- und Sachschäden und allgemeine Ausgaben) machten rund 192,9 Millionen Franken aus und stiegen somit im Vergleich zum Vorjahr (2022: 180,1 Millionen Franken) um 12,8 Millionen Franken. Diese Abweichung erklärt sich zu einem grossen Teil durch die Einführung der neuen Soldansätze ab 2023.
Weniger Diensttage in Assistenzdiensten
In Operationen, Einsätzen und für Unterstützungsleistungen leistete die Armee 188 513 Diensttage, was gegenüber dem Vorjahr (2022: 200 214) einer Abnahme um rund 6 Prozent entspricht. Dieser Rückgang erklärt sich dadurch, dass die Armee 2023 weniger Assistenzdienste (6) übernommen hat als 2022 (9). 2023 erfolgten insgesamt fünf subsidiäre Einsätze in der Schweiz und einer im Ausland.
Die Armee stand vom 16. Dezember 2022 bis zum 31. März 2023 subsidiär für das Staatssekretariat für Migration im Einsatz. Armeeangehörige wurden insbesondere bei der Einrichtung und dem Betrieb von Infrastrukturen sowie der Grundversorgung von schutzsuchenden Personen eingesetzt. 2023 wurden im Rahmen dieses Assistenzdienstes 691 Diensttage geleistet.
Die Armee leistete zwei subsidiäre Einsätze zur Gewährleistung der Sicherheit an folgenden internationalen Konferenzen:
– Das World Economic Forum (WEF) in Davos fand vom 16. bis zum 20. Januar 2023 statt. Die Armeeangehörigen leisteten im Rahmen dieses Assistenzdienstes zugunsten des Kantons Graubünden 58 306 Diensttage, das heisst 18 322 Tage mehr als 2022 (39 984). Dieser Unterschied bei der Anzahl der Diensttage erklärt sich hauptsächlich durch die Differenz beim Bestand, also bei der Anzahl der eingerückten Armeeangehörigen. Das WEF 2022 war aufgrund der Covid-19-Pandemie von Januar auf Mai verlegt worden, was zu einem hohen Anteil an Dienstverschiebungsgesuchen geführt hatte. Dabei ist anzumerken, dass die tiefere Anzahl eingerückter Armeeangehöriger keine direkten operativen Auswirkungen zur Folge hatte und alle Aufgaben erfolgreich für die zivilen Behörden ausgeführt werden konnten.
– Das Globale Flüchtlingsforum fand vom 13. bis zum 15. Dezember 2023 in Genf statt. Die Armee leistete im Rahmen dieses Assistenzdienstes zugunsten des Kantons Genf 4483 Diensttage.
Schliesslich leistete die Armee drei subsidiäre Einsätze im Rahmen der militärischen Katastrophenhilfe – zwei in der Schweiz und einen im Ausland. Es handelte sich dabei um folgende Einsätze:
– Die Armeeangehörigen unterstützten die zivilen Einsatzkräfte vom 17. Juli bis zum 7. August 2023 bei der Bekämpfung des Waldbrandes oberhalb von Bitsch (VS). Die subsidiäre Unterstützung umfasste Löscheinsätze, die Überwachung aus der Luft sowie die Lokalisierung unterirdischer Glutnester. Im Rahmen dieses Einsatzes wurden gesamthaft 294 Diensttage erbracht. Die Super-Puma-Helikopter der Luftwaffe wurden während 41 Flugstunden in der Brandbekämpfung und während 21 Flugstunden für die Überwachung aus der Luft eingesetzt.
– Vom 2. bis zum 22. August 2023 unterstützte die Armee die Behörden von La Chaux-de-Fonds (NE) bei der Bewältigung der Schäden des Sturms, der die Stadt am 24. Juli 2023 heimgesucht hatte. Die Armeeangehörigen leisteten 700 Diensttage, in denen sie Sicherungsarbeiten in Parks, rund um Schulen und auf Dächern durchführten. Sämtliche dieser Leistungen wurden auf Anfrage der Behörden erbracht, nachdem alle zur Verfügung stehenden zivilen Mittel ausgeschöpft waren.
– Drei Super-Puma-Helikopter wurden auf Ersuchen der griechischen Behörden für die Zeit vom 3. bis zum 10. September 2023 nach Griechenland entsandt, wo sie bei der Bekämpfung von Waldbränden und zu Lufttransporten eingesetzt wurden. Vom 3. bis zum 7. September flog die Luftwaffe Löscheinsätze in der Region um die Stadt Alexandroupolis. In 27 Flugstunden wurden 270 Tonnen Wasser über den Brandherden abgeworfen. Vom 8. bis zum 10. September unterstützte die Luftwaffe zudem die griechischen Behörden beim Lufttransport nach den Überschwemmungen in der Region Thessalien. Sie evakuierte 36 Personen und 6 Tonnen Material und wendete dazu gesamthaft 23 Flugstunden auf.
Stabile Zahlen bei der militärischen Friedensförderung und der Unterstützung ziviler Tätigkeiten mit militärischen Mitteln
Der Leistungsumfang bei den Friedensförderungsdiensten im Ausland blieb mit 91 432 Diensttagen im Vergleich zum Vorjahr (2022: 91 895) stabil. Unterstützungsleistungen gemäss der Verordnung über die Unterstützung ziviler oder ausserdienstlicher Tätigkeiten mit militärischen Mitteln – zum Beispiel für eidgenössische Schwingfeste oder Skirennen – erbrachte die Armee für 86 Anlässe (2022: 85), was in gesamthaft 19 674 Diensttagen resultierte (2022: 22 489).
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