Source: Deutsche Nachrichten
Der RechenzentrumsbetreiberNorthC Deutschland hat mit dem Bau seines neuen Rechenzentrums „Frankfurt 1“ begonnen; Spatenstich war in Anwesenheit von Vertretern der IHK Frankfurt, des Ortsbeirats Frankfurter Westen und der Wirtschaftsförderung Frankfurt um 14 Uhr. Als eines von vier Rechenzentren des Betreibers in der Main-Metropole (eines bereits aktiv, drei in der Planungs- und Bauphase) ist „Frankfurt 1“ auf höchste Datensicherheit- und Nachhaltigkeitsstandards ausgelegt. Kunden, Kommunen und Behörden aus Stadt und Region können damit ihre eigenen digital souveränen IT-, Cloud- und KI-Umgebungen betreiben. „Frankfurt 1“ liegt an der Mainzer Landstraße 695 und wird eine für Kunden verfügbare Kapazität (IT Load) von 5 MW bereitstellen, die ausschließlich aus nachhaltigem, CO2-neutralem Ökostrom gespeist wird; Inbetriebnahme ist für Januar 2028 geplant.
Souveräne KI und IT beginnt vor Ort
Für digitale Souveränität sind neben dem Datenstandort auch Eigentums- und Kontrollstrukturen, Rechtsräume sowie technische Zugriffsrechte ausschlaggebend. Ein C5-Testat des BSI bewertet die Sicherheit von Cloud-Diensten; es ist keine Garantie gegen extraterritoriale Herausgabeansprüche. Deren Reichweite hängt von der konkreten Anbieterstruktur und der rechtlichen sowie tatsächlichen Kontrolle über Daten ab.
Dazu Donald Badoux, Geschäftsführer der NorthC Deutschland GmbH: „Die deutsche Industrie und insbesondere der produzierende Mittelstand haben über Jahrzehnte ihr spezifisches Prozesswissen in Unternehmenssoftware von Drittanbietern abgebildet. Dieses Wissen ist so lange unter ihrer vollständigen Kontrolle, wie sie die Hoheit über ihre Infrastrukturen, Systeme und Daten haben. Sie sollten deshalb ihr Wissen nur dann in KI-Agenten gießen, wenn sie diese bei Cloud- und KI-Anbietern betreiben, die wie NorthC ausschließlich EU-Recht unterliegen.”
Digitale Souveränität und der Schutz des geistigen Eigentums sowie personenbezogener Informationen in Zeiten von KI und geopolitischen Umwälzungen stellen die Unternehmen in Deutschland vor besondere Herausforderungen, die entsprechende Anforderungen an Bau, Größe und Ausstattung neuer Rechenzentren nach sich ziehen.
KI, digitale Souveränität, Cloud Computing: Gebaut für die Zukunft des Wirtschaftsstandorts Frankfurt
Genau auf diese Herausforderungen ist das Rechenzentrum NorthC Frankfurt 1 ausgelegt. Mit dem Neubau investiert NorthC Datacenters weiter in den Wirtschaftsstandort Frankfurt und schafft zusätzliche Kapazitäten, die auf die speziellen Anforderungen der Kunden an KI, souveräne Cloud und Digitalisierung in Stadt und Region abgestimmt sind. Für den größten Teil von KI- und IT-Nutzungsszenarien sowie Digitalisierungsprojekten sind keine Hyperscaler notwendig.
„Rechenzentren sind ein wichtiger Baustein der digitalen Infrastruktur. Sie schaffen die Voraussetzungen für digitale Geschäftsmodelle und Anwendungen in vielen Bereichen – von der Finanzwirtschaft und der Industrie über die Kreativwirtschaft bis hin zu Start-ups. Auch für die Entwicklung und den Einsatz von KI-Anwendungen braucht es leistungsfähige Rechenzentren. Sie tragen zur Wertschöpfung bei und stärken das Innovationsökosystem“, betont Simone Bettelmann, Stellvertretende Hauptgeschäftsführerin IHK Frankfurt am Main.
Regionale Nähe zwischen Betreiber und Kunde erleichtert die Zusammenarbeit und kann kurze Netzlaufzeiten unterstützen. Leistungsfähige Verbindungen zu einem regionalen Colocation-Rechenzentrum ermöglichen zudem hybride Betriebsmodelle. Dabei können Datenbestände beim Kunden verbleiben, während ausgewählte Daten zur KI-Verarbeitung übertragen werden. Welche Informationen die Kundenumgebung verlassen dürfen, muss technisch und organisatorisch festgelegt werden. NorthC Datacenters bietet mit seinen 7 aktiven und 4 geplanten oder im Bau befindlichen Rechenzentrumsstandorten in deutschen Industrie- und Wirtschaftszentren eine regionale und souveräne Infrastruktur für Unternehmen, Behörden sowie Cloud- und KI-Anbieter. Von den 4 Rechenzentren in der Region Frankfurt ist aktuell eines in Betrieb („Frankfurt 3“), die anderen drei sollen zwischen September 2027 und Juni 2028 betriebsbereit sein. Weitere Rechenzentrumsstandorte befinden sich in Berlin, Düsseldorf, Hamburg, München (2 Rechenzentren) und Nürnberg.
