Source: Deutsche Nachrichten
Die Greif-Velox Maschinenfabrik GmbH und CHG-MERIDIAN bauen ihre Zusammenarbeit im Bereich Packaging as a Service (PaaS®) aus. Gemeinsam verbinden sie industrielle Verpackungstechnik, technische Serviceleistungen und flexible Mietmodelle zu einem integrierten Angebot. Unternehmen können damit Verpackungskapazitäten aufbauen oder modernisieren, ohne die Anlage direkt kaufen zu müssen. Laufzeiten, Raten und Leistungsbestandteile werden auf die jeweilige wirtschaftliche Situation und den geplanten Geschäftsverlauf abgestimmt.
Zwei Kompetenzen für ein integriertes Leistungsmodell
Mit Packaging as a Service (PaaS®) bietet Greif-Velox Unternehmen die Möglichkeit, industrielle Verpackungsanlagen zu nutzen, ohne sie direkt kaufen zu müssen. Das Modell schließt die Bereitstellung der Technik mit Verpackungsmaterial, Wartung, Ersatzteilversorgung und Verbrauchsmaterialien ein. CHG-MERIDIAN ergänzt dieses Angebot durch individuell strukturierte Mietmodelle mit passenden Laufzeiten, Raten und Vertragsbedingungen. Kunden erhalten damit ein abgestimmtes Gesamtmodell für Technik, laufenden Betrieb und wirtschaftliche Planbarkeit.
Die Aufgaben der beiden Partner sind dabei klar verteilt: Greif-Velox verantwortet die Verpackungstechnologie, die technische Systemintegration sowie die zugehörigen Serviceleistungen. CHG-MERIDIAN bringt seine Erfahrung bei der Strukturierung von Mietverträgen ein und ermöglicht Vertragsmodelle, die sich an den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Kunden orientieren.
Die Verpackungsanlage wird dabei nicht als isolierte Anschaffung betrachtet. Technik, vereinbarte Serviceleistungen und das passende Mietmodell werden von Beginn an gemeinsam geplant. Unternehmen können so die benötigte Verpackungskapazität aufbauen oder modernisieren, ohne die Anlage direkt erwerben und sämtliche Leistungen separat koordinieren zu müssen.
„Für unsere Kunden zählt nicht allein, welche Maschine sie einsetzen, sondern wie zuverlässig und wirtschaftlich ihr gesamter Verpackungsprozess funktioniert. Gemeinsam mit CHG-MERIDIAN können wir die technische Umsetzung und operative Betreuung der Anlagen mit flexiblen Nutzungsmodellen verbinden. So erhalten Unternehmen alle wesentlichen Leistungsbestandteile in einem abgestimmten Gesamtkonzept“, erklärt Sebastian Pohl, Geschäftsführer von Greif-Velox.
Flexible Vertragsstrukturen orientieren sich am Geschäftsverlauf
Ein wesentlicher Bestandteil der Zusammenarbeit ist die Möglichkeit, Vertragslaufzeiten und Zahlungsstrukturen an unterschiedliche Unternehmenssituationen anzupassen. Insbesondere beim Aufbau neuer Produktionskapazitäten, bei der Einführung neuer Produkte oder bei der Erschließung zusätzlicher Märkte entwickeln sich Auslastung und Erträge häufig schrittweise.
Die Mietmodelle können diese Entwicklung berücksichtigen. Beispielsweise lassen sich niedrigere Raten während der Anlaufphase mit später steigenden Zahlungen kombinieren, wenn die Produktionsauslastung zunimmt. Auch unterschiedliche Laufzeiten und Leistungsumfänge können in die Vertragsgestaltung einbezogen werden. Die konkrete Ausgestaltung richtet sich nach der eingesetzten Anlage, dem Leistungsumfang und dem jeweiligen Geschäftsmodell.
„Unternehmen benötigen Investitionsspielraum, gerade wenn sie neue Kapazitäten aufbauen oder sich ihre Auslastung noch entwickelt. Mit individuell strukturierten Mietmodellen können wir die finanzielle Belastung besser auf den jeweiligen Geschäftsverlauf abstimmen. Entscheidend ist, dass Vertragslaufzeiten und Zahlungsstrukturen zum wirtschaftlichen Bedarf des Kunden passen“, sagt Dirk Matura, Managing Director der CHG-MERIDIAN Industrial Solutions GmbH.
Ballonfinanzierung und Pay-per-use als flexible Gestaltungsoptionen
Wie sich Mietmodelle an unterschiedliche wirtschaftliche Anforderungen anpassen lassen, zeigen zwei beispielhafte Gestaltungsoptionen aus der Zusammenarbeit mit CHG-MERIDIAN: eine Ballonfinanzierung mit ansteigenden Raten und ein nutzungsorientiertes Pay-per-use-Modell.
Bei der Ballonfinanzierung kann die monatliche Belastung während der Anlaufphase einer neuen Produktionsanlage zunächst niedriger ausfallen. Mit steigender Auslastung und zunehmenden Erträgen werden die Raten entsprechend angepasst. Je nach Vertragsgestaltung kann zusätzlich eine erhöhte Rate am Ende der Laufzeit vorgesehen werden. Auf diese Weise lassen sich die Zahlungen stärker am erwarteten Geschäftsverlauf ausrichten. Gerade für Unternehmen, die neue Produktionskapazitäten aufbauen oder zusätzliche Märkte erschließen, kann dies den Einstieg erleichtern.
Das Pay-per-use-Modell verfolgt einen anderen Ansatz: Hier können nutzungsabhängige Komponenten in die Vertragsgestaltung einbezogen werden, beispielsweise auf Grundlage von Verbrauch, Betriebsdauer oder definierten Produktionsmengen. Damit eröffnet sich perspektivisch die Möglichkeit, Teile der Kosten stärker an der tatsächlichen Nutzung der Verpackungsanlage auszurichten.
Beide Ansätze verdeutlichen, wie die Kompetenz von CHG-MERIDIAN bei der Gestaltung individueller Mietmodelle das bestehende PaaS®-Angebot von Greif-Velox ergänzt. Während die technischen Leistungen und die Betreuung der Verpackungsanlagen weiterhin Bestandteil des integrierten Servicekonzepts sind, können Laufzeiten, Raten und weitere Vertragsbedingungen auf den jeweiligen Geschäftsfall des Kunden abgestimmt werden. Die konkrete Vertragsgestaltung hängt unter anderem von Anlage, Laufzeit, Leistungsumfang und wirtschaftlichen Anforderungen ab.
Liquidität schonen und betriebliche Risiken reduzieren
Cashflow-Optimierung
Für Industrieunternehmen bietet die Verbindung von Verpackungstechnik und Mietmodell insbesondere Vorteile bei der Liquiditätsplanung. Anstelle einer hohen Anfangsinvestition treten vertraglich vereinbarte, planbare Zahlungen. Dadurch bleibt Kapital für andere betriebliche Aufgaben verfügbar.
Risikominimierung und Risiko-Shift
Anders als beim klassischen Maschinenkauf werden zudem wesentliche Leistungen für den laufenden Betrieb bereits in das Gesamtkonzept einbezogen. Dazu zählen je nach vereinbartem Leistungsumfang Wartung, technischer Support, Ersatz- und Verschleißteile sowie die Versorgung mit geeigneten Verpackungsmaterialien.
Damit adressiert PaaS® nicht nur finanzielle, sondern auch operative Risiken. Denn ungeplante Stillstände, fehlende Ersatzteile oder nicht abgestimmte Serviceprozesse können die Wirtschaftlichkeit einer Verpackungsanlage erheblich beeinflussen. Die koordinierte Bereitstellung der erforderlichen Leistungen soll dazu beitragen, solche Risiken zu reduzieren und eine hohe Anlagenverfügbarkeit zu unterstützen.
Performance und OEE
Greif-Velox setzt dafür unter anderem auf digitale Fernwartung, vorbeugende Wartungsmaßnahmen und ein bedarfsgerechtes Ersatzteilmanagement. Diese Leistungen sind Teil des bestehenden Servicekonzepts und können in das jeweilige PaaS®-Paket integriert werden.
Mehr als klassisches Leasing
Der wesentliche Unterschied zu einem reinen Leasingmodell liegt im Umfang der angebotenen Leistungen. Während klassisches Leasing in erster Linie die Nutzung einer Maschine regelt, verbindet Packaging as a Service die Anlagenbereitstellung mit der technischen und organisatorischen Betreuung des Verpackungsprozesses.
Für Unternehmen bedeutet dies, dass sie nicht sämtliche Service-, Wartungs- und Beschaffungsleistungen separat koordinieren müssen. Stattdessen werden die relevanten Bestandteile in einem aufeinander abgestimmten Modell zusammengeführt.
Auch gegenüber dem klassischen Maschinenkauf verändert sich damit die wirtschaftliche Betrachtung. Neben dem Kaufpreis rücken die laufenden Aufwendungen für Nutzung, Betrieb, Instandhaltung und Materialversorgung sowie die Verfügbarkeit der Anlage stärker in den Mittelpunkt.
Abhängig von Vertragsgestaltung und geltenden Bilanzierungsstandards können sich zudem unterschiedliche bilanzielle Auswirkungen ergeben. Ob ein Modell im Einzelfall bilanzschonend ausgestaltet werden kann, ist gesondert zu prüfen.
Verpackungsleistung langfristig wirtschaftlich planen
Ein Anwendungsbereich des PaaS®-Konzepts ist die Absackung ultraleichter Pulver mit der Vakuumtechnologie des Velovac von Greif-Velox. Gerade bei solchen anspruchsvollen Verpackungsprozessen hängt die Wirtschaftlichkeit nicht allein von der eingesetzten Maschine ab. Auch abgestimmte Verpackungsmaterialien, technische Betreuung, Ersatzteilverfügbarkeit und Logistik spielen eine wesentliche Rolle.
Die Zusammenarbeit mit CHG-MERIDIAN erweitert die wirtschaftlichen Gestaltungsmöglichkeiten dieses integrierten Ansatzes. Unternehmen können technische Leistungsanforderungen und die Ausgestaltung des Mietmodells gemeinsam betrachten, statt Maschinenkauf und laufenden Anlagenbetrieb getrennt zu planen.
Perspektivisch bietet das Konzept zudem die Möglichkeit, Nutzungsmodelle um stärker verbrauchs- oder mengenabhängige Komponenten weiterzuentwickeln. Entscheidend bleibt dabei die individuelle Abstimmung auf die betrieblichen Anforderungen.
Greif-Velox und CHG-MERIDIAN bieten interessierten Unternehmen damit eine konkrete Alternative zum direkten Maschinenkauf. Kunden können benötigte Verpackungsanlagen mit abgestimmten Serviceleistungen und einem individuell strukturierten Mietmodell nutzen. So lassen sich neue oder modernisierte Verpackungskapazitäten realisieren, ohne den vollständigen Kaufpreis zu Beginn aufbringen zu müssen.
Mehr zu PaaS finden Sie auf der Website von Greif-Velox:
https://www.greif-velox.com/de/kundenservice/packaging-as-a-service-paas
Über die GREIF-VELOX Maschinenfabrik GmbH
Die GREIF-VELOX Maschinenfabrik GmbH (www.greif-velox.com) setzt weltweit Maßstäbe im Bereich der Verpackungsmaschinen und ist auf dem Weg, sich zum Technologieführer in der Branche zu entwickeln. Sie konzipiert und realisiert innovative Absackmaschinen und Abfüllanlagen – stets mit dem Fokus auf maximale Effizienz für den Kunden. So hat die GREIF-VELOX unter anderem mit dem Bruttovakuumpacker VeloVac eine Revolution in der Absackung von leichtesten Pulvern auf den Markt gebracht. Ergänzend umfasst das Produktportfolio Palettierroboter, um komplette Full-Line-Anlagen anzubieten. Mit den Kundenanforderungen im Fokus entwickelt das Unternehmen immer wieder neue Systeme und Patente, die langjährige Probleme in der Branche nachhaltig lösen. In seiner fast 1.000-jährigen Unternehmensgeschichte hat GREIF-VELOX fortwährend die drei Unternehmenswerte Effizienz, Innovation und Zuverlässigkeit (EIZ) unter Beweis gestellt. Aktuell agiert die GREIF-VELOX Maschinenfabrik GmbH weltweit mit mehr als 150 Experten in 89 Ländern. Seit 2024 ist Sebastian Pohl Geschäftsführer. 2025 feierte das Unternehmen 80-jähriges Jubiläum am Standort Lübeck.
Die CHG-MERIDIAN-Gruppe
Die CHG-MERIDIAN-Gruppe zählt zu den führenden globalen technology2use-Unternehmen für die Bereiche IT, Industrie und Healthcare. Mit rund 1.700 Mitarbeiter:innen weltweit entwickelt, finanziert und managt sie maßgeschneiderte Technologielösungen, basierend auf dem „Nutzen statt Besitzen“-Prinzip. Für ihre Kunden wie Konzerne, mittelständische Unternehmen, öffentliche Verwaltungen und Kliniken bedeutet das: stets die neuesten Geräte, kosteneffiziente Finanzierungsmodelle und Services, die den individuellen Anforderungen gerecht werden. Aktuell verwaltet CHG-MERIDIAN ein Technologieportfolio im Wert von 12,6 Milliarden Euro (Stand 2025). Die Gruppe agiert banken- und herstellerunabhängig und ist in mehr als 30 Ländern auf fünf Kontinenten als CHG-MERIDIAN präsent. Darüber hinaus kann sie ihre Leistungen über Beteiligungen und Partnernetzwerke in bis zu 190 Ländern anbieten. Mit ihrem nachhaltigen Circular-Tech-Ansatz begleitet CHG-MERIDIAN die Assets der Kunden über ihren gesamten Lebenszyklus: von der Beschaffung bis zur Wiedervermarktung. Die Unternehmenszentrale der Gruppe liegt in Weingarten, Deutschland.
www.chg-meridian.com
