Source: Deutsche Nachrichten
FPZ R30MD: Kompakte Technik für industrielle Druck- und Vakuumprozesse
In industriellen Produktionsanlagen werden häufig zuverlässige Lösungen zur Erzeugung von Überdruck oder Unterdruck benötigt. Unterschiedliche Prozesse erfordern eine kontinuierliche Luftversorgung, eine definierte Druckerhöhung oder die Erzeugung eines geeigneten Vakuums.
Seitenkanalverdichter sind für zahlreiche dieser Anwendungen eine technisch interessante Lösung. Sie arbeiten nach einem dynamischen Verdichtungsprinzip und benötigen im Förderraum keine Ölschmierung.
Der FPZ R30MD gehört zu den Seitenkanalverdichtern, die SKVTechnik für industrielle Druck- und Vakuumanwendungen anbietet.
Mit einer Motorleistung von 1,1 kW, einem maximalen Volumenstrom von 91 m³/h und einem maximalen Überdruck von +325 mbar beziehungsweise Unterdruck von −300 mbar eignet sich das Gerät für unterschiedliche industrielle Aufgaben.
Die dreiphasige Ausführung ist mit einem IE3-Motor ausgestattet.
Entscheidend für die technische Eignung ist jedoch nicht allein die Betrachtung der maximal angegebenen Leistungswerte.
Vielmehr muss geprüft werden, ob der Verdichter den erforderlichen Luftvolumenstrom bei dem tatsächlich benötigten Betriebsdruck bereitstellen kann.
SKVTechnik unterstützt Anlagenbetreiber, Maschinenbauer und Planungsbüros bei der entsprechenden Auswahl.
1. Technische Eigenschaften des FPZ R30MD
Der FPZ R30MD ist ein Seitenkanalverdichter für industrielle Anwendungen.
Die wichtigsten technischen Angaben der angebotenen Ausführung sind:
MerkmalTechnischer WertHerstellerFPZModellR30MDMotorleistung1,1 kWMaximaler Volumenstrom91 m³/hMaximaler Überdruck+325 mbarMaximaler Unterdruck−300 mbarMotorDreiphasigEnergieeffizienzklasseIE3ATEX-AusführungNein
Die angegebenen Maximalwerte beschreiben unterschiedliche Betriebspunkte.
Insbesondere dürfen der maximale Volumenstrom und der maximale Druck nicht als gleichzeitig erreichbare Leistungswerte interpretiert werden.
Der tatsächlich verfügbare Volumenstrom hängt vom jeweiligen Druckverhältnis ab.
Für eine fachgerechte Auswahl müssen deshalb die entsprechenden Leistungskennlinien des Herstellers berücksichtigt werden.
2. Wie funktioniert ein Seitenkanalverdichter?
Seitenkanalverdichter arbeiten nach einem dynamischen Verdichtungsprinzip.
Im Inneren des Gerätes befindet sich ein rotierendes Laufrad, das die angesaugte Luft beschleunigt.
Durch die besondere Geometrie des Seitenkanals wird die Luft mehrfach zwischen Laufrad und Kanal geführt.
Dabei findet ein wiederholter Energieaustausch statt, durch den sich der Druck des Fördermediums erhöht.
Auf diese Weise kann ein Seitenkanalverdichter sowohl Überdruck als auch Unterdruck erzeugen.
Im Förderraum ist keine Ölschmierung erforderlich.
Dadurch eignet sich die Technologie für Anwendungen, bei denen eine ölfreie Luftförderung benötigt wird.
Die tatsächlich erreichbare Luftqualität hängt allerdings auch von der angesaugten Umgebungsluft und den eingesetzten Filtern ab.
Die ölfreie Verdichtung darf deshalb nicht mit einer grundsätzlich partikelfreien oder steril aufbereiteten Prozessluft gleichgesetzt werden.
3. Überdruckanwendungen mit dem FPZ R30MD
Der FPZ R30MD kann für geeignete industrielle Überdruckanwendungen eingesetzt werden.
Dazu gehören beispielsweise technische Luftversorgungssysteme und bestimmte Prozessluftanwendungen.
Der maximal angegebene Überdruck beträgt +325 mbar.
Dieser Wert beschreibt die technische Leistungsgrenze unter den dafür vorgesehenen Bedingungen.
Er bedeutet nicht, dass der Verdichter bei diesem Druck gleichzeitig seinen maximalen Volumenstrom von 91 m³/h bereitstellen kann.
Bei der Auswahl müssen deshalb die Druckverluste des gesamten Systems berücksichtigt werden.
Diese entstehen beispielsweise durch Rohrleitungen, Armaturen, Filter und weitere Anlagenkomponenten.
Je nach Anwendung kommen zusätzliche Druckverluste hinzu.
Die Summe der erforderlichen Druckanteile bestimmt den Betriebspunkt des Verdichters.
Anhand der Herstellerkennlinie kann geprüft werden, welche Luftmenge der FPZ R30MD unter diesen Bedingungen bereitstellen kann.
4. Vakuumanwendungen und Unterdruckerzeugung
Neben der Überdruckerzeugung kann der FPZ R30MD auch für geeignete Unterdruckanwendungen verwendet werden.
Der maximale Unterdruck beträgt −300 mbar relativ zum Umgebungsdruck.
Damit kann das Gerät beispielsweise in technischen Absaugsystemen eingesetzt werden.
Mögliche Einsatzbereiche sind industrielle Absaugprozesse oder Anwendungen, bei denen ein definierter Unterdruck erforderlich ist.
Auch bei der Unterdruckerzeugung verändert sich der verfügbare Volumenstrom mit dem Betriebsdruck.
Deshalb müssen die technischen Anforderungen der jeweiligen Anwendung möglichst genau bekannt sein.
Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Beschaffenheit des angesaugten Mediums.
Der FPZ R30MD ist für geeignete gasförmige Fördermedien vorgesehen.
Flüssigkeiten oder Feststoffe dürfen nicht ohne entsprechende technische Eignungsprüfung in das Gerät gelangen.
Bei Anwendungen mit Staub oder anderen Verunreinigungen können geeignete Filter- und Schutzmaßnahmen erforderlich sein.
5. Bedeutung der richtigen Verdichterauslegung
Die Auswahl eines Seitenkanalverdichters sollte grundsätzlich anhand des tatsächlichen Betriebspunktes erfolgen.
Dieser ergibt sich aus dem erforderlichen Volumenstrom und dem benötigten Überdruck oder Unterdruck.
Eine ausschließliche Orientierung an der Motorleistung kann zu einer ungeeigneten Geräteauswahl führen.
Ebenso ist der maximale Volumenstrom allein kein ausreichendes Auswahlkriterium.
Entscheidend ist, welche Luftmenge bei den vorgesehenen Druckbedingungen zur Verfügung steht.
Darüber hinaus müssen die zulässigen Betriebsgrenzen berücksichtigt werden.
Ein Seitenkanalverdichter darf nicht dauerhaft außerhalb seines vorgesehenen Betriebsbereichs betrieben werden.
Dies kann zu einer erhöhten thermischen Belastung oder anderen unerwünschten Betriebszuständen führen.
SKVTechnik empfiehlt deshalb, bereits vor der Bestellung möglichst genaue Angaben zur Anwendung bereitzustellen.
Dazu gehören insbesondere der erforderliche Volumenstrom, der Betriebsdruck, die Betriebsdauer und die Umgebungsbedingungen.
6. Wirtschaftlichkeit im industriellen Anlagenbetrieb
Bei der Auswahl eines Verdichters spielen neben den technischen Eigenschaften auch wirtschaftliche Gesichtspunkte eine Rolle.
Hierzu gehören die Anschaffungskosten, der elektrische Energiebedarf und der Wartungsaufwand.
Bei kontinuierlich betriebenen Anlagen kann der Energieverbrauch über die gesamte Nutzungsdauer einen erheblichen Kostenfaktor darstellen.
Deshalb sollte die elektrische Leistungsaufnahme möglichst anhand des tatsächlichen Betriebspunktes betrachtet werden.
Die Motorleistung von 1,1 kW ist dabei ein wichtiger technischer Kennwert.
Sie beschreibt jedoch nicht automatisch die elektrische Leistungsaufnahme unter sämtlichen Betriebsbedingungen.
Auch die Betriebsstunden beeinflussen die jährlichen Energiekosten.
Eine bedarfsgerechte Dimensionierung kann helfen, unnötig große Leistungsreserven zu vermeiden.
Gleichzeitig muss sichergestellt werden, dass der Verdichter die erforderliche Leistung zuverlässig bereitstellt.
7. IE3-Motor für industrielle Anwendungen
Der angebotene FPZ R30MD ist mit einem dreiphasigen IE3-Motor ausgestattet.
IE3 bezeichnet eine Energieeffizienzklasse für Elektromotoren.
Die entsprechende Klassifizierung bezieht sich auf den Motor und nicht unmittelbar auf den Gesamtwirkungsgrad des Verdichtersystems.
Für die Beurteilung des Energiebedarfs müssen deshalb zusätzlich die Verdichterkennlinie und der tatsächliche Betriebspunkt berücksichtigt werden.
Die dreiphasige Ausführung ermöglicht die Integration in geeignete industrielle elektrische Versorgungssysteme.
Bei der Installation sind die Angaben des Herstellers zu Spannung, Frequenz, Anschlussart und Motorschutz zu beachten.
Die elektrische Installation muss durch entsprechend qualifiziertes Fachpersonal erfolgen.
8. Ölfreie Luftförderung als technischer Vorteil
Ein wesentlicher Vorteil von Seitenkanalverdichtern ist die ölfreie Verdichtung im Förderraum.
Das rotierende Laufrad benötigt dort keine Schmierung durch Öl.
Dadurch wird die geförderte Luft nicht durch Schmieröl aus dem Verdichtungsprozess belastet.
Dies ist insbesondere bei Anwendungen interessant, bei denen eine entsprechende Prozessluftqualität erforderlich ist.
Allerdings können über die angesaugte Umgebungsluft weiterhin Staub, Feuchtigkeit oder andere Verunreinigungen in das System gelangen.
Bei besonderen Anforderungen an die Luftqualität müssen deshalb geeignete Filter oder weitere Aufbereitungskomponenten vorgesehen werden.
Die konkrete Ausführung richtet sich nach den jeweiligen Prozessanforderungen.
9. Integration in Maschinen und Anlagen
Der FPZ R30MD kann in geeignete industrielle Maschinen und Anlagen integriert werden.
Dabei müssen die mechanischen, elektrischen und thermischen Anforderungen berücksichtigt werden.
Die Rohrleitungen sollten so dimensioniert sein, dass unnötig hohe Strömungswiderstände vermieden werden.
Auch die Befestigung des Verdichters und die Übertragung von Schwingungen auf die Anlagenkonstruktion sind zu beachten.
Je nach Einbausituation können geeignete Verbindungselemente oder Schwingungsentkopplungen erforderlich sein.
Bei der Installation in geschlossenen Technikräumen muss eine ausreichende Wärmeabfuhr gewährleistet sein.
Die zulässigen Umgebungstemperaturen und Betriebsbedingungen ergeben sich aus den technischen Unterlagen des Herstellers.
Eine sorgfältige Planung trägt dazu bei, die Voraussetzungen für einen zuverlässigen Betrieb zu schaffen.
10. Schutz vor unzulässigen Betriebsbedingungen
Seitenkanalverdichter müssen innerhalb ihrer zulässigen Betriebsgrenzen betrieben werden.
Zu hohe Druckdifferenzen können zu einer erhöhten thermischen Belastung führen.
Deshalb kann je nach Anwendung der Einsatz geeigneter Schutz- und Überwachungseinrichtungen erforderlich sein.
Dazu gehören beispielsweise Einrichtungen zur Druckbegrenzung oder zur Überwachung relevanter Betriebsparameter.
Welche Komponenten notwendig sind, hängt von der konkreten Anwendung und den Herstelleranforderungen ab.
Auch eine unzureichende Luftzufuhr oder stark verschmutzte Filter können die Betriebsbedingungen beeinflussen.
Eine regelmäßige Kontrolle der Anlage hilft, solche Veränderungen frühzeitig zu erkennen.
11. Wartung und langfristige Betriebssicherheit
Der FPZ R30MD arbeitet mit einem berührungslosen Verdichtungsprinzip im Förderraum.
Dadurch sind dort keine ölbedingten Wartungsarbeiten erforderlich.
Dennoch müssen die allgemeinen Wartungsvorgaben des Herstellers eingehalten werden.
Besondere Aufmerksamkeit verdienen Ansaugfilter und Luftführung.
Verschmutzte Filter können den Strömungswiderstand erhöhen und dadurch den Betriebspunkt verändern.
Außerdem sollten die Befestigung und die allgemeinen Betriebsbedingungen regelmäßig kontrolliert werden.
Ungewöhnliche Geräusche, erhöhte Temperaturen oder Veränderungen der Förderleistung können Hinweise auf eine Störung sein.
Die konkreten Wartungsmaßnahmen richten sich nach den Herstellerunterlagen.
12. Standardausführung ohne ATEX-Zulassung
Der hier vorgestellte FPZ R30MD ist keine ATEX-Ausführung.
Er ist deshalb nicht für Anwendungen vorgesehen, bei denen eine entsprechend explosionsgeschützte Geräteausführung erforderlich ist.
Dies betrifft insbesondere explosionsgefährdete Bereiche oder die Förderung explosionsfähiger Gasgemische, soweit hierfür entsprechende Geräteeignungen vorgeschrieben sind.
Die Auswahl muss auf Grundlage der tatsächlichen Betriebsbedingungen und der erforderlichen Schutzmaßnahmen erfolgen.
Für Anwendungen ohne entsprechende Explosionsschutzanforderungen kann die Standardausführung eine wirtschaftliche Lösung darstellen.
Eine Umrüstung oder Verwendung außerhalb der vorgesehenen Einsatzbedingungen darf nicht ohne entsprechende technische Prüfung erfolgen.
13. Welche Angaben benötigt SKVTechnik für eine Anfrage?
Für eine technische Anfrage sollten Kunden möglichst vollständige Angaben zur vorgesehenen Anwendung bereitstellen.
Dazu gehören insbesondere der erforderliche Luftvolumenstrom und der gewünschte Betriebsdruck.
Bei Überdruckanwendungen ist der benötigte Überdruck anzugeben.
Bei Vakuumanwendungen wird entsprechend der erforderliche Unterdruck benötigt.
Darüber hinaus sind Informationen über das Fördermedium, die Betriebsdauer und die Umgebungsbedingungen hilfreich.
Auch besondere Anforderungen an die Luftqualität oder die Installation sollten frühzeitig berücksichtigt werden.
Auf dieser Grundlage kann SKVTechnik prüfen, ob der FPZ R30MD geeignet ist oder ob ein anderes Modell aus dem verfügbaren Sortiment infrage kommt.
14. SKVTechnik als Ansprechpartner für FPZ-Seitenkanalverdichter
SKVTechnik bietet Seitenkanalverdichter für industrielle Druck- und Vakuumanwendungen an.
Das Sortiment umfasst unterschiedliche Baugrößen und Leistungsbereiche.
Dadurch können verschiedene technische Anforderungen berücksichtigt werden.
Neben der Bereitstellung geeigneter Verdichter unterstützt SKVTechnik Kunden bei der technischen Vorauswahl.
Die Auswahl erfolgt anhand der vorliegenden Anwendungsdaten und der entsprechenden Herstellerkennlinien.
Für die angebotenen Seitenkanalverdichter gewährt SKVTechnik drei Jahre Gewährleistung.
Weitere Informationen zum FPZ R30MD sind auf der Produktseite verfügbar.
Fazit: FPZ R30MD für geeignete industrielle Anwendungen
Der FPZ R30MD ist ein Seitenkanalverdichter mit 1,1 kW Motorleistung für industrielle Druck- und Vakuumanwendungen.
Mit einem maximalen Volumenstrom von 91 m³/h, einem maximalen Überdruck von +325 mbar und einem maximalen Unterdruck von −300 mbar bietet er unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten.
Entscheidend für die technische Eignung ist die Auslegung anhand des tatsächlichen Betriebspunktes.
SKVTechnik unterstützt Anlagenbetreiber und Maschinenbauer bei der Auswahl geeigneter Seitenkanalverdichter.
Produktinformationen:
