Source: Deutsche Nachrichten
300 Bestellungen am Montag, 850 am Dienstag und zum Wochenende über 1.500: Im E-Commerce kann das tägliche Auftragsvolumen erheblich schwanken. Für Lagerverantwortliche entsteht dadurch eine besondere Herausforderung. Die verfügbare Personalstärke und Lagerfläche bleiben weitgehend unverändert, während immer mehr Auftragspositionen innerhalb kürzester Zeit zusammengestellt werden müssen.
Wer bei steigendem Bestellaufkommen ausschließlich zusätzliche Mitarbeiter einsetzt, löst das eigentliche Problem häufig nicht. Denn eine effiziente Kommissionierung im E-Commerce hängt vor allem von der Auftragsorganisation, den Laufwegen und einer zuverlässigen Lagerverwaltung ab.
Einzelkommissionierung wird bei hohem Auftragsvolumen zum Engpass
Bei der klassischen Einzelkommissionierung bearbeitet ein Mitarbeiter jeden Kundenauftrag separat. Das ist bei wenigen Bestellungen übersichtlich, führt bei hohem Auftragsvolumen jedoch zu unnötigen Wegen.
Liegt derselbe Artikel in 25 verschiedenen Kundenaufträgen, wird sein Lagerplatz möglicherweise 25-mal angelaufen.
Hier bieten sich alternative Kommissionierstrategien an. Bei der Sammelkommissionierung werden Artikel für mehrere Aufträge in einem Durchgang entnommen. Die anschließende Zuordnung erfolgt beispielsweise über eine auftragsbezogene Sortierung.
Auch eine zonenbasierte Kommissionierung kann sinnvoll sein, wenn sich große Lagerbereiche oder unterschiedliche Artikelgruppen voneinander trennen lassen.
Welche Strategie wirtschaftlich ist, hängt von Artikelstruktur, Auftragsgrößen, Lagerlayout und Bestellhäufigkeit ab.
Lagerverwaltungssoftware koordiniert die Auftragsabwicklung
Damit mehrere Aufträge effizient bearbeitet werden können, müssen Lagerbestände, Lagerplätze und Kommissionieraufträge miteinander verknüpft sein.
Die COSYS Lagerverwaltungssoftware (LVS) unterstützt Unternehmen bei der digitalen Steuerung ihrer Lagerprozesse. Mitarbeiter erhalten ihre Kommissionieraufgaben auf mobilen Endgeräten und können Artikelentnahmen per Barcode bestätigen.
Dadurch wird dokumentiert, welcher Artikel in welcher Menge für einen Auftrag entnommen wurde. Gleichzeitig lassen sich Fehlgriffe durch die Prüfung der gescannten Artikelidentifikation reduzieren.
Besonders bei ähnlichen Produktvarianten, unterschiedlichen Verpackungsgrößen oder umfangreichen Sortimenten ist diese Kontrolle wichtig.
Eine zentrale Lagerverwaltung schafft außerdem die Grundlage dafür, Bestellungen nicht isoliert, sondern als zusammenhängenden Materialfluss vom Wareneingang bis zum Versand zu betrachten.
Mobile Kommissionierung braucht passende Hardware
Bei mehreren Hundert Scanvorgängen pro Schicht sollte die Geräteauswahl nicht allein vom Anschaffungspreis abhängen.
Für größere E-Commerce-Lager mit intensiver Kommissionierung eignet sich beispielsweise der Honeywell CK67. Seine robuste Bauweise und die physische Tastatur sind auf anspruchsvolle Lagerumgebungen ausgelegt.
In kleineren Pickbereichen mit hoher Bewegungsfrequenz kann dagegen ein leichteres, handliches Gerät sinnvoller sein.
COSYS ergänzt seine Software durch geeignete MDE-Hardware, Geräteeinrichtung, Reparatur- und Austauschservices sowie Mobile Device Management zur zentralen Verwaltung größerer Geräteflotten.
Forecasting hilft, Auftragsspitzen frühzeitig vorzubereiten
Ein effizienter Kommissionierprozess beginnt nicht erst mit dem Eingang der Bestellung.
Mit COSYS Forecasting können historische Auftrags- und Bewegungsdaten als Grundlage für Prognosen genutzt werden. Saisonale Nachfrageschwankungen, wiederkehrende Bestellmuster oder steigende Artikelumschläge lassen sich dadurch bei der operativen Planung berücksichtigen.
Lagerverantwortliche können beispielsweise abschätzen, welche Artikel während einer Verkaufsaktion besonders häufig benötigt werden und ob zusätzliche Kommissionierkapazitäten erforderlich sind.
Auch die rechtzeitige Bereitstellung stark nachgefragter Produkte in gut erreichbaren Lagerbereichen kann dazu beitragen, spätere Laufwege zu reduzieren.
Process Mining und Computer Vision erkennen weitere Optimierungspotenziale
Nicht jeder Engpass ist anhand der reinen Auftragszahlen erkennbar.
COSYS Process Mining nutzt digital erfasste Prozessereignisse, um tatsächliche Abläufe zu untersuchen. So lassen sich beispielsweise ungewöhnlich lange Bearbeitungszeiten, wiederholte Arbeitsschritte oder Verzögerungen zwischen Kommissionierung und Versandbereitstellung identifizieren.
COSYS Computer Vision kann ergänzend dort eingesetzt werden, wo Bildinformationen einen zusätzlichen Nutzen bieten. Je nach Anwendungsfall und technischer Umsetzung lassen sich beispielsweise Verpackungszustände oder sichtbare Abweichungen an Waren automatisiert analysieren.
Beide Technologien ersetzen keine funktionierende Lagerorganisation, können jedoch helfen, bisher schwer erkennbare Schwachstellen systematisch zu untersuchen.
Fazit: Mehr Aufträge durch intelligentere Lagerprozesse bewältigen
Hohe Auftragsvolumen erfordern nicht zwangsläufig größere Lagerflächen oder proportional mehr Personal. Entscheidend ist, wie effizient Bestellungen gebündelt, Artikel gefunden und Warenbewegungen dokumentiert werden.
COSYS verbindet dafür eine modular erweiterbare Lagerverwaltungssoftware mit mobiler Datenerfassung, Hardware, technischen Services sowie Business Intelligence, Forecasting und Process Mining. Computer Vision kann für geeignete Prüfprozesse ergänzend eingebunden werden.
Tipp: Möchten Sie digitale Kommissionierprozesse kennenlernen? Testen Sie die COSYS Demo-Apps kostenlos und unverbindlich im Google Play Store oder Apple App Store.
