Source: Deutsche Nachrichten
Bei der Budgetplanung 2027 rücken die Kraftstoffkosten in Transport- und Busunternehmen in den Fokus: Bei einem Dieselpreis von letztens knapp 2,50 Euro je Liter brutto (rund 2,10 Euro netto) zählt der Kraftstoff typischerweise zu den größten Kostenpositionen im Fuhrpark. SBS Fleet Competence aus Salem rät Unternehmen deshalb, ein ECO-Praxistraining für Berufskraftfahrer fest in die Jahresplanung aufzunehmen. Nach Auswertungen aus durchgeführten Trainings sind Kraftstoffeinsparungen von bis zu 15 Prozent gegenüber der ersten Referenzfahrt möglich.
Beladung, Topografie, Verkehrsdichte und Witterung lassen sich im Alltag kaum beeinflussen. Die individuelle Fahrweise dagegen schon: Wer frühzeitig hochschaltet, vorausschauend bremst und Schwung gezielt nutzt, verbraucht auf derselben Strecke messbar weniger. In vielen Fuhrparks fehlt allerdings eine Grundlage, um das Fahrverhalten objektiv zu erfassen.
„Bei diesen Dieselpreisen ist Fahrertraining kein Extra, sondern ein Posten, der sich schnell selbst bezahlt“, sagt Olaf Horwarth, Inhaber von SBS Fleet Competence.
Das ECO-Praxistraining findet mit den Fahrzeugen des Kunden statt. Ein zusätzlich eingebauter Fahrdatenrecorder zeichnet Verbrauch, Schaltverhalten, Bremsvorgänge, Motordrehzahl und Fahrpedaleinsatz sowie Beschleunigungs-, Leerlauf- und Rollphasen auf. SBS wertet die Daten aus und nutzt sie in einer anschließenden Inhouse-Schulung. Anschließend setzen die Fahrer das Gelernte in Trainingsfahrten um. Vergleichsfahrten vor und nach der Theorie machen den Erfolg nachvollziehbar, unabhängig von Tageszeit und Verkehrslage.
Was das für das Budget bedeutet, zeigt ein Rechenbeispiel: Senkt ein Fahrer den Verbrauch um nur 1 Liter auf 100 Kilometer, spart er bei 100.000 Kilometern Jahresfahrleistung 1.000 Liter. Bei 2,10 Euro netto je Liter entspricht das 2.100 Euro je Fahrzeug und Jahr, bei zehn Fahrzeugen 21.000 Euro. Hinzu kommt ein geringerer Verschleiß an Bremsen, Kupplung und Reifen.
Ein verbreiteter Einwand lautet, sparsames Fahren führe zu Verspätungen. „Vorausschauendes Fahren bedeutet nicht langsameres, sondern gleichmäßigeres Fahren. Die Disposition wird dadurch in der Regel nicht belastet, aber der Verbrauch sinkt messbar“, so Horwarth.
Damit der Effekt anhält, empfiehlt SBS, die erlernte Fahrweise im Alltag einzufordern und regelmäßig anhand der Fahrdaten zu überprüfen, zum Beispiel mit Telematik. Das ECO-Training zählt zudem als Baustein der Weiterbildung nach dem Berufskraftfahrerqualifikationsgesetz (BKrFQG).
Die ausführliche Rechnung und weitere Hintergründe stehen im News-Beitrag „Eco-Training im Budget 2027: Dieselkosten senken“ auf sbs-info.de: sbs-info.de/aktuelles/aktuelles-detail/eco-training-im-budget-2027-dieselkosten-senken
