Source: Deutsche Nachrichten
Strategische Fakultätsentwicklung und Qualitätssicherung vereint: Der Akkreditierungsrat hat das von der Business School Pforzheim entwickelte „Alternative Verfahren – Programmakkreditierung im Fakultätsreview“ bis 2034 akkreditiert. Damit nimmt die Fakultät für Wirtschaft und Recht der Hochschule Pforzheim bundesweit eine Vorreiterrolle bei der Weiterentwicklung der Studiengangakkreditierung ein.
Die Business School Pforzheim setzt ein starkes Zeichen für eine zukunftsorientierte Qualitätssicherung an Hochschulen: Der Akkreditierungsrat hat ihr Alternatives Verfahren „Programmakkreditierung im Fakultätsreview“ für den Zeitraum vom 1. März 2026 bis zum 28. Februar 2034 akkreditiert. Das Verfahren verbindet die Qualitätssicherung einzelner Studiengänge mit der strategischen Entwicklung der gesamten Fakultät und schafft damit neue Perspektiven für die kontinuierliche Verbesserung von Studium und Lehre.
Das Modell nimmt bundesweit eine besondere Stellung ein. Nach Angaben des Akkreditierungsrats ist es das erste akkreditierte Alternative Verfahren, das gezielt auf eine studienorganisatorische Teileinheit einer Hochschule zugeschnitten ist. Zugleich ist es das erste Verfahren dieser Art, das aus einem zuvor im Rahmen der Experimentierklausel erprobten Modell hervorgegangen ist.
Qualitätssicherung als strategischer Entwicklungsprozess
Im Mittelpunkt steht ein ganzheitlicher Ansatz: Neben der Qualität der einzelnen Studiengänge werden auch die strategischen Ziele der Business School Pforzheim, deren Umsetzung und die Wirksamkeit der eingeleiteten Maßnahmen betrachtet. So wird die Studiengangakkreditierung eng mit der strategischen Weiterentwicklung der Fakultät verknüpft.
„Ein wesentliches und innovatives Element unseres Alternativen Verfahrens ‚Programmakkreditierung im Fakultätsreview‘ ist die Einbeziehung unserer Strategie und der daraus abgeleiteten Ziele der Fakultät“, erklärt Dr. Stefan Rögele, Leiter Qualitätsmanagement der Business School Pforzheim. „Damit geht das Verfahren deutlich über die Anforderungen einer klassischen Programmakkreditierung hinaus. Die externen Gutachterinnen und Gutachter erhalten einen vertieften Einblick in die Entwicklung der Fakultät und können so sowohl die Weiterentwicklung der Studiengänge als auch die strategische Ausrichtung der gesamten Fakultät gezielt unterstützen.
Anerkennung für einen innovativen Ansatz
Auch der Akkreditierungsrat hebt den besonderen Mehrwert des Verfahrens hervor. Es unterstütze die strategische Entwicklung der Fakultät und trage dazu bei, die Wirksamkeit ihrer Maßnahmen systematisch weiterzuentwickeln. Professor Dr.-Ing. Hans-Joachim Bargstädt, Vorsitzender des Akkreditierungsrats, betont: „Das Alternative Verfahren eignet sich in besonderer Weise dazu, viele Mitglieder der Fakultät aktiv in die Qualitätsentwicklung und Zielerreichung der Fakultät einzubeziehen. Dadurch entsteht ein deutlicher Gewinn für die gesamte Institution.“
Die externe Gutachtergruppe würdigt insbesondere die konsequente Weiterentwicklung des Modells und bescheinigt ihm eine „hohe institutionelle Reife“. Positiv bewertet werden die rechtssichere und transparente Ausgestaltung der Prozesse, die starke Einbindung der Studierenden in die Qualitätssicherung sowie unabhängige Entscheidungsstrukturen. Auch die systematische Nutzung externer Expertise zur Weiterentwicklung von Studium und Lehre überzeugt. Die Gutachtergruppe empfiehlt die Akkreditierung ausdrücklich ohne weitere Auflagen.
