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Wo bleibt die KI-Transformation, von der alle sprachen?

Wo bleibt die KI-Transformation, von der alle sprachen?

Source: Deutsche Nachrichten
Unternehmen können KI-Werkzeuge erfolgreich einführen und trotzdem ihr Geschäftsmodell unverändert lassen. Mit dieser Lücke befasst sich Norman Müller, Vorstandsvorsitzender des Bundesverband für KI-Transformation e.V., in seinem Essay ‚Wo bleibt die KI-Transformation, von der alle sprachen?‘ auf Venture AI Stack. Sein Maßstab ist, ob Unternehmen durch KI ihre Wertschöpfung, Arbeitsweise und Angebote für Kunden verändern. Schnellere Texte oder E-Mails allein beantworten diese Frage nicht.

Ausgangspunkt sind Müllers Gespräche mit Geschäftsführungen und Vorständen. Er schildert Entscheider, die auf ausgerollte Lizenzen, geschulte Teams und interne Richtlinien verweisen. Seine anschließende Frage lautet, ob sich dadurch das Geschäftsmodell verändert hat. Die im Essay beschriebenen Erfahrungen und Einschätzungen stammen aus seinem persönlichen Austausch und bilden keine repräsentative Unternehmensstatistik.

Müller betrachtet unterschiedliche Perspektiven innerhalb einer Organisation. Die IT hat ein Werkzeug eingeführt und erfüllt damit ihren Auftrag. Beschäftigte nutzen KI, weil sie ihren Alltag erleichtert, teilweise über die offiziell vorgesehenen Anwendungen hinaus. Die Geschäftsführung interpretiert beide Signale als Fortschritt. Eine strategische Entscheidung darüber, wie das Unternehmen künftig Wert schafft, folgt daraus jedoch nicht automatisch.

Für Müller liegt die Verantwortung bei der Führung. Sie muss klären, wer KI mit einem wirksamen Mandat verantwortet, welche Geschäftsbereiche beteiligt sind und welche Ressourcen für Veränderungen zur Verfügung stehen. Alte Infrastruktur und knappe Budgets bezeichnet er als reale Zwänge. Sie erklären allerdings nicht jede fehlende Priorität auf Vorstandsebene.

Der Essay beschreibt außerdem den Bedarf an Kompetenz. Unternehmen sollten prüfen, welche Fähigkeiten sie bereits besitzen und wo Unterstützung von außen sinnvoll ist. Müller sieht in der Bereitschaft, erfahrene Menschen hinzuzuziehen, einen Hinweis darauf, dass Entscheider die Aufgabe ernst nehmen. Dabei geht es um Erfahrungen aus Planung und Umsetzung, die helfen können, vermeidbare Umwege zu erkennen.

Zum Schluss richtet er drei Fragen an Entscheider: Wer trägt die Verantwortung für KI mit echtem Mandat? Welche bestehende Struktur blockiert den nächsten Schritt und wann wird sie angegangen? Welche Menschen mit Umsetzungserfahrung wurden einbezogen? Diese Fragen sollen Unternehmen helfen, Werkzeugnutzung und strategischen Umbau voneinander zu unterscheiden.

Müller fordert, KI mit derselben Ernsthaftigkeit auf Führungsebene zu behandeln wie eine neue Marktstrategie. Ein Softwareabonnement schafft Zugang zu Technik. Für Prioritäten, organisatorische Veränderungen und neue Angebote bleiben die Menschen verantwortlich, die das Unternehmen führen.

Vollständiger Essay: https://www.ventureaistack.com/…

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