Source: Deutsche Nachrichten
Über Retourenquoten wird im Handel viel gesprochen. Seltener geht es um eine zweite Größe: die Zeit, die zwischen der Rückgabe an der Kasse und der Entscheidung über die Ware vergeht. In vielen Filialen sind das Tage. So lange steht der Artikel in einer Kiste im Lager, ist im System oft schon wieder Bestand und im Regal trotzdem nicht zu finden.
An der Kasse ist nur der Beleg erledigt
Mit der Rückgabe wird der Kaufvertrag rückabgewickelt, der Kunde erhält Geld oder Gutschein. Für die Ware beginnt der Prozess erst. Jemand muss prüfen, in welchem Zustand sie ist, und entscheiden, wohin sie geht. Geschieht das nicht sofort, entsteht ein Zwischenbestand ohne Zuständigkeit. Er verfälscht die Bestandsabfrage, blockiert Nachbestellungen und wird spätestens bei der Inventur zum Klärfall.
Vier Wege, die eine Retoure nehmen kann
Der einfachste Weg führt zurück in den Verkauf. Der Artikel ist unbenutzt, die Verpackung in Ordnung, er wird wieder eingebucht und eingeräumt. Der zweite Weg ist der reduzierte Abverkauf: Die Ware ist verkäuflich, aber nicht mehr als Neuware, etwa wegen geöffneter Verpackung. Sie braucht einen neuen Preis und ein neues Etikett. Der dritte Weg führt aus der Filiale hinaus, zurück an den Lieferanten oder ins Zentrallager, zum Beispiel bei Mängeln oder bei Ware, die zentral aufbereitet wird. Der vierte Weg ist die Abschrift. Der Artikel ist nicht mehr verkäuflich und wird als Bestandskorrektur mit Grund ausgebucht.
Jeder dieser Wege ist für sich unkompliziert. Schwierig wird es, wenn die Entscheidung nicht dort fällt, wo die Ware liegt.
Warum Retouren liegen bleiben
Meist fehlt nicht der Wille, sondern der Ort. Die Prüfung findet im Lager statt, die Buchung am PC im Büro, das Etikett kommt aus einem Drucker an der Information. Zwischen diesen drei Stationen vergeht Zeit, und im Weihnachtsgeschäft hat sie niemand. Dazu kommt, dass der Grund der Rückgabe häufig nur mündlich weitergegeben wird. Ob der Artikel defekt war oder nur nicht gefiel, weiß eine Woche später niemand mehr.
Retouren dort erfassen, wo sie ankommen
Mit dem Retourenmodul der COSYS Retail Management Software wird die Rückgabe direkt an der Ware bearbeitet. Mitarbeitende scannen den Artikel mit MDE oder Smartphone und erfasst Menge und Grund. Je nach Entscheidung schließen sich weitere dokumentierte Prozesse an: Geht die Ware in den reduzierten Verkauf, folgen Preisreduzierung und mobiler Etikettendruck.
Geht sie an eine andere Filiale oder ins Zentrallager, wird sie als Umlagerung gebucht und bleibt als Transit sichtbar, bis der Empfang bestätigt ist. Ist sie nicht mehr verkäuflich, wird sie als Bestandskorrektur mit Grund erfasst. Welche Gründe und Wege zur Auswahl stehen, wird je nach Prozess des Händlers eingerichtet.
Die Zentrale steuert und verfolgt die Vorgänge im COSYS WebDesk. Die Bewegungsdaten gehen über Schnittstellen an das ERP oder Warenwirtschaftssystem, das führend bleibt. Der Umfang der Anbindung hängt vom jeweiligen System ab.
Ein Modul, das selten allein bleibt
Retouren berühren fast jeden anderen Warenprozess. Deshalb ist die COSYS Retail Management Software modular aufgebaut. Sie verbindet Abläufe zwischen Zentrallager, Wareneingang, Filiale, Kommissionierung, Umlagerung, Inventur und Zentrale in einer mobilen App. Händler können mit Retouren beginnen und weitere Module ergänzen, wenn sie gebraucht werden. Betrieben wird die Lösung in der Cloud oder On-Premise. Für COSYS SaaS zeigt die Prozessdatenanalyse im WebDesk zusätzlich, wie sich Prozesse über Filialen und Zeiträume entwickeln.
Sie möchten, dass zurückgegebene Ware schneller wieder verfügbar oder sauber ausgebucht ist? Kontaktieren Sie das COSYS Team für eine individuelle Beratung zu Retourenmanagement. Vereinbaren Sie einen Termin unter vertrieb@cosys.de oder +49 5062 900 0.
