Source: People’s Republic of China – State Council News in German
Der chinesische Staatspräsident Xi Jinping hat am Donnerstag bei Gesprächen mit dem US-Präsidenten Donald Trump seine Bereitschaft zum Ausdruck gebracht, gemeinsam eine stabilere, gesündere und nachhaltigere Zukunft der Beziehungen zwischen China und den USA zu gestalten.
Xi wies darauf hin, dass er und Trump innerhalb von weniger als einem halben Jahr gegenseitige Besuche abgestattet haben, was in der Geschichte der bilateralen Beziehungen beispiellos war.
Er erklärte, die neue Ausrichtung auf konstruktive strategische Stabilität in den Beziehungen zwischen China und den USA spiegele die Realität dieser Beziehungen wider, verkörpere zugleich die Hoffnungen für die Zukunft und stelle einen wichtigen Schritt auf dem Weg zu einem harmonischen Miteinander beider Länder dar. Beide Seiten sollten diese Vision in die Tat umsetzen und sich in eine Richtung bewegen, die von Zusammenarbeit geprägt sei, in der der Wettbewerb in Maßen stattfinde, Meinungsverschiedenheiten beherrschbar seien und Frieden in Aussicht stehe, um so einen Weg zu finden, auf dem zwei Großmächte richtig miteinander umgehen könnten. China und die USA sollten und könnten im Rahmen einer pragmatischen Zusammenarbeit gegenseitigen Nutzen und gemeinsame Gewinne erzielen, sich im positiven Wettbewerb gegenseitig zum Erfolg verhelfen, Meinungsverschiedenheiten durch das Streben nach Gemeinsamkeiten und das Akzeptieren von Unterschieden angemessen beilegen und durch den Aufbau von gegenseitigem Vertrauen Frieden schaffen, damit die Beziehungen der konstruktiven und strategischen Stabilität zwischen China und den USA den Menschen beider Länder und den Völkern aller Länder der Welt noch besser zugutekämen.
Xi bekräftigte, die Wirtschaftsdelegationen beider Seiten hätten eine neue Verhandlungsrunde abgehalten und eine neue gemeinsame Vereinbarung getroffen, was für die Industrie, die Bevölkerung beider Länder und sogar für die Weltwirtschaft eine gute Nachricht sei. Zusammenarbeit sei eine zweispurige Straße. Die Stabilität der wirtschaftlichen Beziehungen zwischen China und den USA erfordere sowohl eine Erweiterung der Liste der Kooperationsbereiche als auch eine Verkürzung der Liste der Probleme. Solange man sich an den Geist der Gleichberechtigung, des Respekts und der Gegenseitigkeit halte, werde man einen Weg zur Lösung der Probleme finden. Es sei zu hoffen, dass beide Seiten aufeinander zugehen, an der Ausrichtung auf gegenseitigen Nutzen und Win-win-Situation festhalten und eine anhaltend stabile und positive Entwicklung der wirtschaftlichen Beziehungen vorantreiben.
Xi wies darauf hin, sowohl China als auch die USA seien führende Nationen im Bereich der künstlichen Intelligenz. Zwischen beiden Seiten bestehe zwar Wettbewerb, doch sie könnten vor allem auch zusammenarbeiten. Sie sollten ihre jeweiligen Stärken ausspielen, anstatt sich gegenseitig einzuschränken. Beide Seiten könnten den Dialog über künstliche Intelligenz fortsetzen, sich über deren Risiken und Vorteile austauschen und gemeinsam verhindern, dass künstliche Intelligenz missbraucht oder für böswillige Zwecke eingesetzt werde. Es gelte, die Kontrolle des Menschen über die Technologien der künstlichen Intelligenz zu wahren und den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen, damit die künstliche Intelligenz dem Fortschritt der Menschheit diene.
Xi ging dabei auf die Lage im Nahen Osten ein und sagte, China vertrete seit jeher die Auffassung, dass die Souveränität und Sicherheit aller Staaten zu achten seien, und habe stets eine konstruktive Rolle bei der Entschärfung der Lage gespielt, indem es alle Parteien dazu ermutigt habe, an friedlichen Lösungen festzuhalten und die Dynamik der Verhandlungen aufrechtzuerhalten. China unterstütze die Rückkehr der USA und des Iran zur Absichtserklärung von Islamabad und hoffe, dass beide Seiten so bald wie möglich wieder auf den Weg des Dialogs und der Verhandlungen zurückkehrten, um die Probleme zu lösen, letztendlich ein umfassendes Abkommen einschließlich der Nuklearfrage zu erzielen und so schnell wie möglich Frieden zu erreichen.
Zur Taiwan-Frage erklärte Xi, die Haltung Chinas zur Wahrung seiner nationalen Einheit und der territorialen Integrität sei deutlich. China hoffe, dass die USA an ihrer richtigen Haltung gegen die „Unabhängigkeit Taiwans“ festhalten, die Taiwan-Frage mit Umsicht behandeln und damit eine solide Grundlage für die strategische Zusammenarbeit zwischen China und den USA sowie für die Entwicklung der Beziehungen zwischen beiden Ländern schaffen könnten.
Der Aufbau konstruktiver strategischer Stabilität in den Beziehungen zwischen China und den USA sei weder eine Notlösung noch eine Aufgabe, die sich von heute auf morgen erledigen lasse. Alle zuständigen Stellen, Bereiche und Ebenen beider Länder sollten aktiv werden. Sie sollten kleines Böses nicht tun und kleines Gutes nicht unterlassen, um den zwischen beiden Seiten erzielten Konsens Schritt für Schritt bis zum Ende umzusetzen, so der chinesische Staatspräsident.
Die beiden Staatsoberhäupter tauschten noch ihre Meinungen über die Ukraine-Krise, die Frage der Koreanischen Halbinsel und andere wichtige internationale und regionale Fragen aus.
Sie einigten sich darauf, sich gegenseitig dabei zu unterstützen, das APEC-Gipfeltreffen 2026 und den G20-Gipfel erfolgreich zu veranstalten.
