Source: People’s Republic of China – State Council News in German
Auf einem Ausstellungsgelände zieht ein leuchtend grünes SUV mit kastenförmiger Karosserie und robust wirkenden Linien die Aufmerksamkeit zahlreicher Besucher auf sich.
Das Fahrzeug wird auf der laufenden World Manufacturing Convention in der ostchinesischen Stadt Hefei präsentiert und ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit zwischen den britischen und chinesischen Automobilherstellern Jaguar Land Rover und Chery Automobile.
Vor einigen Jahrzehnten orientierte sich die chinesische Automobilindustrie bei fortschrittlichen Fahrzeugmodellen, Technologien und Produktionssystemen noch größtenteils am Ausland. Heute bringen chinesische Automobilhersteller dagegen ihre eigenen Stärken in den Bereichen Elektrifizierung und intelligente Fahrzeuge in Joint Ventures und andere Partnerschaften ein und arbeiten mit globalen Partnern zusammen, um Produkte für Märkte auf der ganzen Welt zu entwickeln.
Ausländische Gäste informieren sich beim Chery International Business Summit 2026 in Wuhu in der ostchinesischen Provinz Anhui über die Fahrzeuge des chinesischen Autoherstellers Chery. (28. April 2026, Xinhua)
„Wir wollen gegenseitige Vorteile schaffen und Wege finden, wie Handel und Investitionen wirklich zum beiderseitigen Nutzen beitragen können“, sagte Peter Wilson, der britische Botschafter in China. Er erklärte, dass beide Länder ihre gemeinsame Forschung und Entwicklung ausbauen könnten, da ihre fortschrittlichen Technologien einander in hohem Maße ergänzen würden.
Ziel sei es, so Wilson, „eine echte Partnerschaft aufzubauen“, anstatt dass beide Seiten lediglich Produkte einander verkaufen.
Großbritannien ist in diesem Jahr das Ehrengastland der Veranstaltung. Neben chinesischen Unternehmen präsentieren sich auf der Veranstaltung auch mehr als 40 ausländische Unternehmen aus den USA, Frankreich, Russland und weiteren Ländern.
„Es gibt viele Möglichkeiten für Partnerschaften“, sagte Jonathan Zeidler, persönlicher Assistent des CEO von Kling PM GmbH, einem deutschen Managementunternehmen für Energie, Netzinfrastruktur und Batteriespeicherung.
Das Unternehmen kooperiere bereits mit chinesischen Partnern, erklärte Zeidler. Es sei interessant zu beobachten, wie chinesische Unternehmen in Deutschland investieren und mit lokalen Unternehmen zusammenarbeiten.
Im ersten Quartal 2026 wurden in Anhui, einem bedeutenden Produktionsstandort für aufstrebende Branchen, 82 von lokalen Unternehmen initiierte Auslandsinvestitionsprojekte registriert. Dies entspricht einem Anstieg von 41,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum und damit dem 3,2-Fachen des Wertes von 2021, wie offizielle Daten zeigen.
Ein Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Lin Jian, erklärte kürzlich auf einer Pressekonferenz, China sei bereit, mit Ländern auf der ganzen Welt den Dialog und die Zusammenarbeit in Zukunftsbereichen wie künstlicher Intelligenz und verkörperter Intelligenz fortzusetzen. Die chinesische Innovation und Fertigung sollten dabei zu einer echten Triebkraft für eine gemeinsame Entwicklung werden.
Li Zhen, Vorsitzender des in Hefei ansässigen führenden Lithiumbatterieherstellers Gotion High-tech Co., Ltd., sagte, das Unternehmen habe zehn Produktionsstandorte in Europa und Afrika, im asiatisch-pazifischen Raum sowie in Nord- und Südamerika aufgebaut.
„Gotion verfolgt bei seiner globalen Expansion einen Grundsatz: Wir setzen auf eine lokalisierte Entwicklung, indem wir in den jeweiligen Märkten Fabriken, Forschungs- und Entwicklungszentren, Arbeitsplätze und Lieferketten aufbauen und gemeinsam mit lokalen Partnern wachsen“, sagte Li.
„Wir sind schon immer davon überzeugt gewesen, dass der Schlüssel zu unserem eigenen Erfolg darin liegt, anderen zum Erfolg zu verhelfen“, sagte Li.
