Source: People’s Republic of China – State Council News in German
Der stellvertretende chinesische Ministerpräsident He Lifeng wird von Samstag bis Mittwoch eine Delegation zu Wirtschafts- und Handelsgesprächen in die USA führen.
(Foto von Xinhua)
Wie das Handelsministerium am Samstag mitteilte, werden beide Seiten Konsultationen zu Wirtschafts- und Handelsfragen von gemeinsamem Interesse führen, geleitet von dem wichtigen Konsens, den die beiden Staatschefs zuvor erzielt hatten.
Die Gespräche haben auch die Erwartungen der US-Unternehmen und Industrieverbände auf weitere Fortschritte in den bilateralen Handelsbeziehungen geweckt.
Jim Sutter, CEO des US Soybean Export Council (USSEC), zeigte sich beispielweise optimistisch hinsichtlich der Aussichten für die chinesisch-amerikanischen Wirtschafts- und Handelsbeziehungen und erklärte, die US-Sojabohnenindustrie freue sich auf weitere positive Entwicklungen.
Sutter betonte, dass der Agrarhandel – insbesondere mit Sojabohnen – lange Zeit als stabilisierender Faktor in den Beziehungen zwischen China und den USA diene. Diese Rolle habe sich trotz früherer Herausforderungen nicht geändert. US-Landwirte schätzten China stets als wichtigen Handelspartner und ihren größten Auslandsmarkt.
„USSEC legt großen Wert auf offenen und freien Handel. Ein vorhersehbarer Marktzugang führt zu reibungsloseren Handelsströmen, von denen beide Seiten profitieren“, sagte er. „Die Soja-Beziehungen der USA zu China sind struktureller und grundlegender Natur, nicht zyklisch – der gegenseitige Nutzen ist klar, bewährt und dauerhaft.“
Eine größere strategische Stabilität zwischen China und den USA würde beiden Volkswirtschaften zugutekommen, erklärte Robin Xing, Chefökonom für China bei Morgan Stanley, am Rande des „2026 Tsinghua PBCSF Chief Economists Forum“ am Samstag in Beijing.
„Egal, ob China die Binnennachfrage ankurbeln und ein ausgewogeneres Wirtschaftswachstum erreichen will oder die USA die Tragfähigkeit ihrer Verschuldung sichern wollen – beide benötigen relativ stabile und moderate bilaterale Beziehungen, um diese Ziele zu erreichen“, so Xing.
Auch Liliana Lucioni, Präsidentin von Coach China, zeigte sich zuversichtlich bezüglich des chinesischen Marktes. Das US-Modeunternehmen sehe erhebliche Chancen, seine Präsenz in China weiter auszubauen, wo es derzeit mehr als 350 Geschäfte in über 90 Städten betreibt.
Tapestry Inc., die Muttergesellschaft von Coach, gab im vergangenen Monat bekannt, dass sie im Geschäftsjahr 2026 einen weltweiten Rekordumsatz von 8 Milliarden US-Dollar erzielt habe, wobei China etwa 17 Prozent des Gesamtumsatzes ausmachte. Der Umsatz in China stieg im gesamten Jahr um mehr als 30 Prozent, was den Markt zu einem der größten und am schnellsten wachsenden Märkte des Unternehmens macht.
