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Freiluftprojektion folgt der Reisesaison: 56 Millionen Campingübernachtungen und 20 Millionen Nächte auf Stellplätzen im Jahr 2025

Freiluftprojektion folgt der Reisesaison: 56 Millionen Campingübernachtungen und 20 Millionen Nächte auf Stellplätzen im Jahr 2025

Source: Deutsche Nachrichten
Die Saison im Freien hat in Deutschland zwei neue Höchststände hinterlassen. Nach Angaben des Caravaning Industrie Verbandes (CIVD), der seine Zahlen am 28. August 2026 vorgelegt hat, wurden 2025 rund 56 Millionen Gästeübernachtungen auf deutschen Campingplätzen gezählt. Hinzu kamen etwa 20 Millionen Übernachtungen auf Stellplätzen außerhalb von Campingplätzen. Wo abends kein Fernseher steht, übernimmt die Freiluftprojektion; wie das im Kleinen funktioniert, zeigt eine Anleitung, um eine Filmnacht im Garten vorzubereiten.

Die Erhebung stammt vom Deutschen Wirtschaftswissenschaftlichen Institut für Fremdenverkehr, auf das sich der Verband beruft. Laut derselben Untersuchung liegen die Stellplatzübernachtungen um rund 48 Prozent höher als im Jahr 2016, die Campingübernachtungen stiegen 2025 um 13 Prozent. Beide Werte markieren nach Darstellung des Verbandes neue Höchststände.

Was die Reisesaison 2026 an Fahrzeugen auf die Straße bringt

Der Fahrzeugbestand bildet die Grundmenge für Projektion ohne festen Raum. In Deutschland sind laut CIVD weit über 1,8 Millionen Freizeitfahrzeuge zugelassen. Von Januar bis Juli 2026 kamen 63.329 Neuzulassungen hinzu, ein Minus von 3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Auf Reisemobile entfielen davon 50.118 Fahrzeuge, auf Caravans 13.211.

Europaweit fiel der Rückgang noch geringer aus. Nach Angaben des Verbandes wurden im bisherigen Jahresverlauf mehr als 149.000 Freizeitfahrzeuge neu zugelassen, 0,1 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Der wirtschaftliche Effekt des Caravaning-Tourismus lag 2025 bei fast 23 Milliarden Euro, nach rund 21 Milliarden Euro im Jahr davor.

Wie viele Menschen im Sommer 2026 unter freiem Himmel ins Kino gingen

Die Zahlen der Open-Air-Kinos weisen in dieselbe Richtung. Der Bundesverband der Open Air Kinos hat für den bundesweiten Aktionstag am 12. August 2026 eine Bilanz vorgelegt. Fünf Angaben daraus umreißen die Saison:

  • Rund 40.000 Besucher kamen am Aktionstag in 67 Open-Air-Kinos zusammen; angestrebt waren 30.000.
  • Die durchschnittliche Auslastung lag bundesweit bei 75 Prozent.
  • Etwa zwei Drittel der teilnehmenden Spielstätten waren ausverkauft.
  • In der Saison 2025 wurden in Deutschland rund 1,7 Millionen Open-Air-Kinotickets verkauft.
  • Auf die Mitgliedskinos des Verbandes entfielen davon 630.000 Tickets und damit rund 38 Prozent.

Wo der Akku über die Länge eines Abends entscheidet

Ein tragbarer Projektor lebt von seiner Energiereserve, und dieselbe Reserve begrenzt die Mitnahme im Flugzeug. Das Luftfahrt-Bundesamt nennt für Lithium-Ionen-Batterien in Geräten eine Nennenergie von 100 Wattstunden als Regelgrenze. Zwischen 100 und 160 Wattstunden ist die Mitnahme nur mit Genehmigung des Betreibers möglich, also des Luftfahrtunternehmens. In diesem Fall sind höchstens zwei Ersatzbatterien je Person zulässig, und lose Ersatzakkus samt Powerbanks gehören ohnehin nicht ins aufgegebene Gepäck. Wie sich Streamingdienste auf einem solchen Gerät einbinden lassen, beschreibt eine Darstellung zum Streaming unter freiem Himmel.

Am Stellplatz stellt sich dieselbe Frage anders. Ein akkubetriebenes Gerät belastet die Bordbatterie eines Reisemobils weniger als ein netzbetriebener Fernseher und lädt sich zwischen zwei Reisetagen wieder auf. Für die Freiluftprojektion zählt deshalb die Laufzeit je Ladung stärker als die maximale Helligkeit.

Welche Flächen im Freien überhaupt taugen

Die Projektionsfläche entscheidet über das Ergebnis oft mehr als die Lichtleistung. Hauswände, Spanntücher und mobile Leinwände unterscheiden sich im Reflexionsgrad und in der Faltenbildung. Hinzu kommt die Umgebungshelligkeit: Vor der Dämmerung bleibt jedes Bild blass, weshalb Open-Air-Kinos ihre Vorstellungen an den Sonnenuntergang koppeln und die Spielzeiten im Verlauf des Sommers vorziehen.

Was nach dem Ende der Saison bleibt

Die Saison im Freien endet in Deutschland im September. Die Open-Air-Kinos schließen ihre Kassen, die Stellplätze leeren sich, und die Geräte wandern in den Schrank oder in den Wintercamping-Betrieb.

„Ein tragbarer Projektor ist kein verkleinerter Heimkinobeamer, sondern ein Gerät für Situationen ohne feste Wand und ohne Steckdose. Wer ihn allein nach der Lumenzahl aussucht, kauft am Einsatz vorbei“, sagt Alexander Weipprecht, Geschäftsführer der Provimedia GmbH.

Für die Saison 2027 stellt sich damit weniger die Frage nach der Auflösung als die nach der Betriebsdauer. Solange Stellplätze und Freiluftkinos zulegen, wächst der Bedarf an Bildern, die ohne Installation auskommen.

MIL OSI