Source: Deutsche Nachrichten
Wenn ein Explorationsprogramm bereits an der Erdoberfläche Gehalte im dreistelligen Grammbereich freilegt, spitzt die Rohstoffwelt die Ohren. Schürfgräben gelten erfahrenen Geologen als unverzichtbares Werkzeug: Sie legen mineralisierte Strukturen über weite Strecken direkt im Streichen frei und liefern ein nktes Bild der tatsächlichen Erzkörper-Architektur, noch bevor die ersten Bohrmeter im Zielgebiet niedergebracht werden. Was dem westafrikanischen Explorer Zodiac Gold (TSXV: ZAU / FSE: K19) nun auf seinem Vorzeigeprojekt Todi in Liberia gelungen ist, zeigt eindrucksvoll, welches Potenzial eine solch systematische Oberflächenarbeit aufzeigen kann.
58 Meter mit 3,15 g/t Gold an der Oberflächen
Was das Geologenteam im Schürfgraben LWT003 auf dem Zielgebiet Lewis North nämlich zutage förderte, lässt selbst erfahrene Rohstoffinvestoren aufhorchen: Über eine kontinuierliche Distanz von 58 Metern schnitt der Graben eine Vererzung von durchschnittlich 3,15 Gramm Gold pro Tonne (g/t Au).
Noch elektrisierender wird das Bild beim Blick in die Details: Denn darin eingebettet liegt ein hochgradiger Abschnitt von 11 Metern mit 15,40 g/t Au, der wiederum von einer Ein-Meter-Spitze mit atemberaubenden 158 g/t Au gekrönt wird. Für ein Schürfprogramm an der Oberfläche sind das außergewöhnliche Gehalte – insbesondere in Kombination mit einer beachtlichen Mächtigkeit von knapp 60 Metern. Hier handelt es sich offenbar nicht um eine isolierte, hauchdünne Goldader, sondern um ein substanzielles mineralisiertes System.
Die Geologie als Katalysator: Bändererz als natürliche Goldfalle
Warum schießen die Gehalte an dieser Stelle derart in die Höhe? Die Antwort liegt in der Geologie des Wirtsgesteins. Die extrem hochgradige Zone von 15,40 g/t Au befindet sich in verwittertem Bändererz (Banded Iron Formation, kurz BIF).
Im Bergbau gelten BIF-Formationen in archaischen Grünsteingürteln als exzellente geochemische Reaktionsfallen: Das eisenreiche Gestein reagiert mit dem Schwefel hydrothermaler Goldlösungen. Durch diese Reaktion bricht die Fähigkeit des Fluids zusammen, Gold in Lösung zu halten – das Edelmetall fällt hochkonzentriert aus. Zudem trifft das Bändererz hier auf Amphibolit. Solche tektonischen und mineralogischen Kontaktzonen bieten zirkulierenden Erzlösungen den idealen Raum, um gigantische Erzkörper auszubilden. Für die Geologen von Zodiac Gold liefert diese Struktur einen unschätzbaren Leitfaden für die bevorstehenden Tiefenbohrungen.
Mehr als ein Glückstreffer: Über 700 Meter Streichlänge und parallele Zonen
In der Explorationsphase trennt sich die Spreu vom Weizen vor allem an einer Frage: Handelt es sich um einen erratischen “Nugget-Effekt” oder um ein zusammenhängendes Großsystem? Die jüngsten Daten sprechen für Letzteres.
Der neue Graben LWT003 liegt rund 310 Meter westlich der zuvor gemeldeten Schnitte. Zusammen mit den Gräben LWT001 und LWT002 ist die breite Vererzung bei Lewis North nun über eine Streichlänge von mehr als 700 Metern nachgewiesen – und die übergeordnete Bodenanomalie misst stolze 1,8 Kilometer.
Zudem ist das System nach Westen weiterhin völlig offen: Graben LWT005 wurde bereits 375 Meter weiter westlich ausgehoben und beprobt. Hinzu kommt das parallel verlaufende Ziel Lewis South, wo zuvor bereits 84 Meter mit 0,51 g/t Au (inklusive 30 Meter mit 1,04 g/t Au) gemeldet wurden. Anleger blicken hier also nicht auf eine punktuelle Anomalie, sondern auf einen gewaltigen Fußabdruck am südöstlichen Ende des 16 Kilometer langen Monterra-Trends.
Der unmittelbare Hebel: Die Bohrgeräte starten ab sofort
Für Investoren ist das Timing der Meldung von entscheidender Bedeutung. Während der Markt Schürfgrabenergebnisse oft mit einem Zeitverzug von vielen Monaten zur eigentlichen Bohrkampagne einpreisen muss, schließt sich das Zeitfenster bei Zodiac Gold in Rekordtempo: Die Bohrtests auf Lewis North beginnen noch in dieser Woche.
Nachdem auf dem südlichen Parallelstrang bereits seit Juli gebohrt wird, visieren die Diamantbohrer nun genau jene hochgradigen BIF-Kontaktzonen an, die an der Oberfläche 158 g/t Au geliefert haben. Bestätigen die Tiefenbohrungen nur einen Teil der Mächtigkeiten und Gehalte aus dem Schürfprogramm, dürfte die Neubewertung der Aktie fundamentale Nahrung erhalten.
Fazit: Entsteht hier Liberias nächster großer Golddistrikt?
Liberia steht als Bergbaustandort noch im Schatten etablierter westafrikanischer Produzenten wie Ghana oder Mali, bietet jedoch ein stabiles politisches Umfeld und kaum berührte Grünsteingürtel mit gewaltigem Distrikt-Potenzial.
Zodiac Gold liefert mit den jüngsten Resultaten ein Lehrstück dafür, wie systematische Vorarbeit den Weg zu einer substanziellen Entdeckung ebnen kann: Eine robuste Streichlänge von über 700 Metern, chemisch prädestinierte Wirtsgesteine und Spitzengehalte im dreistelligen Grammbereich bilden die Startrampe.
Die entscheidende Frage für spekulative Rohstoffinvestoren lautet nun: Setzt sich dieser spektakuläre Bonanza-Grad aus dem Schürfgraben in die Tiefe fort – und erleben wir hier gerade die Geburtsstunde eines neuen Multi-Millionen-Unzen-Systems auf dem Todi-Trend?
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