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Aufzüge verkürzen Schulweg für Kinder im Bergland

Aufzüge verkürzen Schulweg für Kinder im Bergland

Source: People’s Republic of China – State Council News in German

In einer tiefen Schlucht in der südwestchinesischen Provinz Yunnan haben zwei große Bergaufzüge den Schulweg für Dorfkinder von mehr als drei Stunden auf rund 30 Minuten verkürzt. Was einst ein beschwerlicher Fußmarsch war, ist heute eine kurze Fahrt nach oben.

Die beiden Aufzüge, die den Spitznamen „Schulbus am Himmel“ tragen, verbinden das Dorf Nizhuhe am Grund des Nizhu-Fluss-Grand-Canyons mit der Guanzhai-Grundschule auf dem Berg oberhalb der Schlucht. Die beiden Anlagen sind 268 und 288 Meter hoch. Der zweite, höhere Aufzug ist erst seit rund einem Monat in Betrieb. Mit ihm gelangen die Kinder direkt zum Schultor.

„Die Fahrt dauert weniger als eine Minute. Das spart uns viel Kraft, sodass wir uns besser auf das Lernen konzentrieren können“, sagte der Schüler Qian Jiahao.

Früher war der Schulweg alles andere als einfach. Die Kinder mussten steile Klippen und schmale Pfade entlanggehen und benötigten dafür mindestens drei Stunden pro Strecke.

Im Jahr 2022 begannen die örtlichen Behörden, den Canyon als Reiseziel zu entwickeln. Im Zuge der Maßnahmen zur Armutsbekämpfung wurde der erste Aufzug an der Felswand gebaut. Heute ist das Dorf deutlich besser an die Außenwelt angebunden.

„Der alte Pfad war wirklich schwer zu begehen, voller Schlamm und Moos, sehr rutschig. Mit dem Aufzug sparen wir etwa drei Stunden“, so die Schülerin Wang Jiao.

Eine Seilbahn übernimmt den zweiten Abschnitt der Strecke. Dadurch können landwirtschaftliche Produkte leichter aus dem Dorf transportiert werden und Touristen bequem ins Dorf gelangen.

Der 36-jährige Chen Guanpeng kehrte nach Jahren in Fabriken in seine Heimat zurück und eröffnete ein Gästehaus. Während der Ferien sind die Zimmer oft ausgebucht. Früher verdiente er etwa 5.000 bis 6.000 Yuan im Jahr mit dem Anbau von Ingwer, heute erzielt er einen Jahresumsatz von rund 300.000 bis 400.000 Yuan.

Die örtlichen Behörden wollen die moderne Infrastruktur künftig noch besser nutzen und weitere Möglichkeiten für die Dorfbewohner erschließen.

„Wir wollen brachliegende Ressourcen und leerstehende Häuser bestmöglich nutzen, die Häuser der Dorfbewohner in Gästehäuser verwandeln und diese Ressourcen zu einer wichtigen Einkommensquelle machen“, sagt Yang Jie, Sekretärin der Kommunistischen Partei der Gemeindeverwaltung Puli in der Stadt Xuanwei.

Vom gefährlichen Klippenpfad zum „Schulbus am Himmel“ – der Wandel vom Nizhu-Fluss steht beispielhaft für Chinas Bemühungen um die ländliche Revitalisierung und dafür, dass niemand zurückgelassen wird.

MIL OSI