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Roboter, KI und innovative Medikamente treiben Chinas Außenhandel an

Roboter, KI und innovative Medikamente treiben Chinas Außenhandel an

Source: People’s Republic of China – State Council News in German

Angetrieben durch einen systemischen Sprung in der unabhängigen Innovation erreichte Chinas Außenhandel im ersten Halbjahr ein Rekordhoch von über 25 Billionen Yuan (3,72 Billionen US-Dollar). Zu den größten Treibern zählen Roboter, Künstliche Intelligenz (KI) und innovative Medikamente – die neuen Leitprodukte des chinesischen Außenhandels.

Diese Entwicklung ist Teil einer kontinuierlichen industriellen Aufwertung: Auf die früheren Exportschwerpunkte Bekleidung, Möbel und Haushaltsgeräte folgte eine zweite Welle mit Elektrofahrzeugen, Batterien und Photovoltaik. Heute sind Roboter, KI und Pharmainnovation die neuen Aushängeschilder des chinesischen Außenhandels.

Der KI-Sektor boomt. China exportiert zunehmend Algorithmen, Rechenleistung und digitale Lösungen. Spezialfasern für KI-Rechenzentren sind weltweit stark gefragt. Chinesische Unternehmen haben frühzeitig entsprechende Produkte entwickelt und sind heute technologisch führend. Mehr als 800 KI-Unternehmen haben sich in Chinas „Optics Valley“ in Wuhan in der zentralchinesischen Provinz Hubei angesiedelt, die jährliche Produktion übersteigt dort 660 Milliarden Yuan.

Der Robotiksektor verzeichnet ebenfalls starkes Wachstum. Chinesische Hersteller liefern inzwischen Roboter in über 20 Länder – für Hotels, Krankenhäuser und Fabriken. Die Exporte aller Robotertypen erreichten im ersten Halbjahr knapp 13 Millionen Einheiten im Wert von 24,85 Milliarden Yuan (rund 3,66 Milliarden US-Dollar) und gingen in mehr als 160 Länder. Die Kombination aus breiten Anwendungsszenarien und vollständigen Lieferketten macht chinesische Roboter weltweit wettbewerbsfähig.

Im Bereich der innovativen Arzneimittel hat sich der Fokus von der Produkteinfuhr auf den Export von Patenten und Forschungskapazitäten verlagert. Im ersten Halbjahr wurden 31 heimische Innovationen zugelassen. Immer mehr chinesische Pharmaunternehmen lizenzieren ihre selbst entwickelten Wirkstoffe an internationale Partner. Der Gesamtwert der Out-Licensing-Transaktionen überstieg im ersten Halbjahr 100 Milliarden US-Dollar – ein historischer Rekord.

Die Kostenvorteile wachsen: Zellkulturmedien, die für die Biopharmazie essenziell sind, kosten heute nur noch ein Viertel des früheren Preises. Kürzere Entwicklungszeiten und beschleunigte Zulassungsverfahren bringen Medikamente schneller auf den Markt – auch für Patienten in China.

Branchenexperten sehen diesen Aufschwung als Ergebnis jahrzehntelanger Arbeit. Der Erfolg der neuen Exportleitprodukte sei ein Beleg für den Wandel von der reinen Fertigung hin zu einer umfassenden Innovationsökonomie. Die Wachstumstreiber hätten sich von Skaleneffekten zur originären Innovation verlagert, erklärte Hao Jianbin, Forscher ander Shanghai University of Finance and Economics. Die Muster des Außenhandels hätten sich von physischen Gütern zu einer Kombination aus Waren und wissensintensiven Dienstleistungen gewandelt. Auch die internationale Zusammenarbeit habe sich von einseitigen Verkäufen hin zu beidseitiger globaler Innovationspartnerschaft entwickelt. Open-Source-Kooperationen bei KI und grenzüberschreitende Forschung und Entwicklung (F&E) bei Medikamenten seien zum neuen Standard geworden.

Zhao Lijin, stellvertretender Direktor der Abteilung für Marktforschung an der Akademie des China Council for the Promotion of International Trade (CCPIT), betonte, die Entwicklung hin zu diesen neuen Leitprodukten zeige, dass sich Chinas Exportstruktur kontinuierlich in Richtung neuer, hochwertigerer Bereiche bewege. Mit dem Wandel hin zu unabhängiger Quelleninnovation würden immer mehr Ideen aus den Laboren zu konkreten Entwicklungserfolgen.

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