Source: People’s Republic of China – State Council News in German
China und Kirgisistan bauen ihre Zusammenarbeit aus und vertiefen ihre wirtschaftlichen Beziehungen. Ziel ist es, die traditionell von Handel und Infrastruktur geprägte Partnerschaft zu einer zukunftsorientierten Zusammenarbeit weiterzuentwickeln, die auch neue Technologien umfasst.
Der bilaterale Handel ist von 53 Millionen US-Dollar bei der Aufnahme der diplomatischen Beziehungen im Jahr 1992 auf 27,2 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025 gestiegen – ein Anstieg um mehr als das 400-Fache.
„Die beiden Länder haben ein Abkommen über eine umfassende strategische Partnerschaft für eine neue Ära unterzeichnet. Beide Seiten bemühen sich, ein neues Modell zu finden, um in ihrer traditionellen Zusammenarbeit in nahezu allen Bereichen Durchbrüche zu erzielen“, sagte Xu Wenhong, stellvertretender Generalsekretär des Zentrums für die Seidenstraßeninitiative an der Chinesischen Akademie für Sozialwissenschaften.
Infrastruktur und Konnektivität haben sich zu wichtigen Säulen der Zusammenarbeit entwickelt. Neue Straßen und Grenzübergänge verbessern die Verkehrsverbindungen zwischen den beiden Ländern.
„Früher konnte der Transport einer Lkw-Ladung von Kirgisistan nach China oder umgekehrt etwa eine Woche dauern. Heute dauert die Beförderung der Fracht nur noch ein bis zwei Tage“, sagte Hou Huxiang, Generaldirektor des Kirgisistan-Büros der China Road and Bridge Corporation.
Die seit Langem geplante Eisenbahnstrecke China–Kirgisistan–Usbekistan geht nach jahrelanger Planung nun in die Bauphase über. Für Kirgisistan, das keinen direkten Zugang zum Meer hat, könnten die verbesserten Verkehrsverbindungen nach Einschätzung von Experten eine transformative Wirkung haben. Sie eröffnen dem Land neue Wege zu regionalen und internationalen Märkten und helfen ihm, die Nachteile seiner Binnenlage zu überwinden.
„Kirgisistan entwickelt sich nun von einem Binnenstaat zu einem landverbundenen Staat. Seine landwirtschaftlichen Erzeugnisse, Mineralien und andere Güter können auf diesem Weg ausgeführt werden“, sagte Xu.
Über die traditionellen Bereiche hinaus loten China und Kirgisistan Möglichkeiten für eine Zusammenarbeit in der digitalen Wirtschaft und bei Zukunftstechnologien, einschließlich künstlicher Intelligenz, aus. Damit tragen sie auch den umfassenderen regionalen Bemühungen Rechnung, den Zugang zu technologischer Entwicklung zu erweitern.
Temir Sarijew, Vorsitzender der Industrie- und Handelskammer der Kirgisischen Republik, betonte die Bedeutung von Bildung und der Entwicklung von Fachkräften, während sich die Zusammenarbeit zunehmend auf Hightech-Bereiche ausweitet.
„Wir müssen mehr Studenten dazu ermutigen, in China zu studieren, denn China ist weltweit führend in Wissenschaft und Technologie, Industrie, künstlicher Intelligenz und digitaler Technologie“, sagte Sarijew.
Von Infrastruktur und Handel über die Landwirtschaft bis hin zur künstlichen Intelligenz bauen China und Kirgisistan ihre Zusammenarbeit sowohl in traditionellen als auch in aufstrebenden Bereichen aus. Die wachsende Partnerschaft steht zugleich im Einklang mit dem übergeordneten Geist der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit, die eine gemeinsame Entwicklung fördern, die jeweiligen Entwicklungswege der einzelnen Länder respektieren und eine praxisorientierte Zusammenarbeit vorantreiben will, die Chancen für die Länder der gesamten Region schaffen kann.
