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Rettungskräfte rücken auf Land-, Wasser- und Luftwegen zu von Murengeschädigten Gebieten in Chinas Xizang vor

Rettungskräfte rücken auf Land-, Wasser- und Luftwegen zu von Murengeschädigten Gebieten in Chinas Xizang vor

Source: People’s Republic of China – State Council News in German

Rettungsteams erreichen das zerstörte Gebiet um den Gyirong-Pass auf dem Land-, Wasser- und Luftweg, während Militärtransporter der chinesischen Volksbefreiungsarmee Nothilfegüter nach Nepal bringen. Die Behörden des Autonomen Gebiets Xizang in Südwestchina gaben weitere Details zu der verheerenden Mure vom 26. August bekannt, in deren Folge in China mindestens 16 Menschen starben und weitere 546 Menschen als vermisst gelten.

Nach Angaben auf einer Pressekonferenz vom Sonntag sind rund 2.141 Rettungskräfte im Einsatz, darunter Mitglieder der Volksbefreiungsarmee, der Volksbewaffneten Polizei, des Chinesischen Such- und Rettungsteams sowie des Katastrophenschutzunternehmens China Anneng. Zudem wurden 269 Fahrzeuge und 3.922 Rettungsgeräte in das Katastrophengebiet entsandt.

Die Mure sei plötzlich mit enormer Zerstörungskraft niedergegangen und habe Infrastruktur und Personenerfassungssysteme schwer beschädigt, so ein Beamter. Das Gelände erschwere die Rettungsarbeiten zusätzlich: Hohe Berge, tiefe Täler, reißende Flüsse und komplexe Luftströmungen erschweren den Einsatz. Überdies gefährde ein aufgestauter See am Purepu Tsangpo oberhalb des Passes die Retter. Die Nationalstraße G216 sowie Strom- und Kommunikationsversorgung wurden schwer beschädigt oder unterbrochen.

Instabilität der Gletscher

Als Ursache der Katastrophe sei ein Eis-Fels-Sturz von einem hochgelegenen Gletscher in Nepal identifiziert worden, erklärte Su Pengcheng, Forscher am Institut für Berggefahren und Umwelt der Chinesischen Akademie der Wissenschaften. Am 26. August um 10:52 Uhr sei ein Gletscher am Mount Langtang Lirung in etwa 5.200 Metern Höhe gebrochen und habe einen Eis-Fels-Sturz ausgelöst. Die herabstürzende Masse sei rasch auf etwa 4.000 Meter abgesunken, habe den Berghang abgeschabt und sich zu einer gewaltigen Gerölllawine entwickelt. Die Strömung sei dann etwa 22 Kilometer durch die Täler von Purepu Tsangpo und Donglin Tsangpo gerast, bevor sie den auf etwa 1.800 Metern gelegenen Gyirong-Pass erreicht habe.

Sie habe etwa 0,7 Quadratkilometer Land eingeebnet und 27 Gebäude und zugehörige Einrichtungen zerstört. Straßen, Stromversorgung und Kommunikationswege zum Pass seien beschädigt oder unterbrochen worden. Der Eis-Fels-Sturz habe nur sechs bis sieben Minuten benötigt, um den Pass zu erreichen.

Su führte die Katastrophe auf Gletscherinstabilität unter dem langfristigen Einfluss der Klimaerwärmung zurück. Ihr plötzlicher Beginn, die enorme Spitzenströmung, die extreme Geschwindigkeit, die Zerstörungskraft und das weitreichende Ausmaß seien ein neues und zunehmend deutliches Merkmal von Gletscherkatastrophen auf und um das Qinghai-Xizang-Plateau, so Su.

Notfallhilfe für Nepal

Zwei Y-20-Transportflugzeuge der chinesischen Luftwaffe trafen mit einer neuen Ladung Notfallhilfsgüter in Nepal ein. An Bord hätten sich vier chinesische Tunnelrettungsexperten mit Spezialausrüstung sowie 13.200 Hilfsgüter mit einem Gesamtgewicht von 50 Tonnen befunden, darunter Zelte, Decken, Schlafsäcke, Kompaktnahrung und Verbandskästen, so die chinesische Botschaft in Nepal.

Die Experten identifizierten drei große Herausforderungen: wechselnde Wetterbedingungen und die Gefahr sekundärer Katastrophen, den Zustand der Verschütteten und deren Zugang zu überlebenswichtigen Gütern sowie die blockierten Straßen in das Katastrophengebiet. Nach ihrer Ankunft in der Katastrophenzone werde laut CCTV Newsdas Team zunächst die Lage vor Ort beurteilen und mit Such- und Rettungsaktionen beginnen. Sie würden Drohnen und andere Aufklärungs-, Überwachungs- und Ortungsgeräte einsetzen, um Verschüttete so schnell wie möglich zu lokalisieren, bevor sie gezielte und auf Sicherheit bedachte Rettungspläne erstellen, so CCTV News.

MIL OSI