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China baut globales Goldnetz aus und stärkt internationale Rolle des Yuan

China baut globales Goldnetz aus und stärkt internationale Rolle des Yuan

Source: People’s Republic of China – State Council News in German

China treibt den Aufbau eines weltweiten Netzes von Goldtresoren voran und stockt seine offiziellen Goldreserven systematisch auf. Damit verfolgt das Land das Ziel, die internationale Rolle des Yuan im Handel zu stärken und die wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit zu erhöhen, wie ein am Dienstag veröffentlichter Bericht von S&P Global Ratings zeigt.

Chinesische Analysten betonten, dass die Internationalisierung des Yuan nicht allein auf Goldreserven beruhe. Fortschritte erziele das Land vielmehr auf mehreren Ebenen – bei Zahlungen, Handelsabwicklung, digitalem Finanzwesen, Offshore-Märkten, Anleihefinanzierung und Währungszusammenarbeit. Ziel sei es, den Yuan von einem reinen Transaktionsmedium zu einer breiter gehaltenen Reservewährung weiterzuentwickeln.

Der Bericht von S&P hebt hervor, dass Chinas Engagement im Goldsektor „umfassender und nachhaltiger“ sei und langfristigen Zielen wie der Stärkung der wirtschaftlichen Resilienz und der Ausweitung des globalen Yuan-Gebrauchs diene.

Die Goldstrategie sei vielschichtig: Die Chinesische Volksbank (PBoC) tätigt kontinuierliche offizielle Käufe, um die Reserven zu diversifizieren und die Abhängigkeit vom US-Dollar zu verringern. Gleichzeitig weiten chinesische Unternehmen ihre Bergbauaktivitäten im Ausland aus, während die Nachfrage nach Goldbarren, -münzen und börsengehandelten Fonds im In- und Ausland robust bleibt.

Offizielle Daten belegen den anhaltenden Aufbau: Ende Juli beliefen sich Chinas Goldreserven auf 76,08 Millionen Unzen (rund 2.366 Tonnen) – ein Anstieg um 640.000 Unzen gegenüber dem Vormonat. Dies markierte den 21. Monat in Folge mit Zuwächsen und den größten monatlichen Anstieg seit fast drei Jahren.

Trotz dieser Zuwächse bleiben Chinas Goldbestände vergleichsweise moderat. Der Anteil des Edelmetalls an den gesamten offiziellen Währungsreserven betrage etwa 8,8 Prozent – verglichen mit einem globalen Durchschnitt von 27 Prozent unter den Zentralbanken Ende 2025, so die Europäische Zentralbank. S&P wies darauf hin, dass China gemessen an den absoluten Beständen weltweit nur den sechsten Platz belege – was Raum für weitere Käufe lasse.

„Höhere Goldreserven können das Vertrauen in den Yuan als souveräne Währung stärken und seine schrittweise Internationalisierung unterstützen“, erklärte Wang Qing, Chefvolkswirt von Golden Credit Rating International. Die Notwendigkeit weiterer Goldkäufe nehme aus Sicht der Optimierung der internationalen Reserve-Struktur zu.

Die internationale Stellung des Yuan hat sich kontinuierlich verbessert. Er war Ende 2025 die am fünfthäufigsten gehandelte Währung der Welt mit einem Anteil von 8,6 Prozent. Im internationalen Zahlungsverkehr hielt er im Juni 2026 einen Anteil von 4,61 Prozent und war damit den achten Monat in Folge die viertgrößte Zahlungswährung. Der Anteil des Yuan an den globalen Devisenreserven erreichte Ende des ersten Quartals 2,88 Prozent. Mehr als 80 Zentralbanken führen den Yuan mittlerweile in ihren Reserven.

Analysten betonten jedoch, dass Gold allein nicht ausreiche. Fortschritte hingen auch vom Ausbau der grenzüberschreitenden Zahlungsinfrastruktur, der Förderung digitaler Währungen und der Vertiefung der Offshore-Märkte ab.

Das Cross-Border Interbank Payment System (CIPS) spielt hier eine zentrale Rolle. Es ist eine von der PBoC autorisierte Finanzmarktinfrastruktur für die Abwicklung von grenzüberschreitenden Yuan-Transaktionen. Im Juni 2026 verband CIPS mehr als 5.200 Banken in 191 Ländern und Regionen. Die durchschnittlichen täglichen Transaktionen erreichten im März rund 920,5 Milliarden Yuan, an Spitzentagen wurden mehr als eine Billion Yuan umgesetzt. Im ersten Quartal 2026 beliefen sich die grenzüberschreitenden Yuan-Zahlungen auf 20,2 Billionen Yuan – ein Anstieg von 17,2 Prozent im Jahresvergleich.

Die digitalen Währungsinitiativen kommen voran. Bis Mitte 2026 hatte das internationale Betriebszentrum für den digitalen Yuan Abkommen mit 26 Finanzinstituten unterzeichnet – unter anderem in Singapur, Thailand, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Brasilien.

Auch die Offshore-Märkte vertiefen sich. Besonders das Emissionsvolumen von Panda-Anleihen hat sich beschleunigt und lag 2026 bereits über 200 Milliarden Yuan – mehr als im gesamten Jahr 2025 und ein historischer Höchststand.

„Die Entwicklung des Offshore-Marktes spiegelt die wachsende Nachfrage der internationalen Gemeinschaft nach Yuan-Vermögenswerten wider“, erklärte Yang Delong, Chefökonom von First Seafront Fund.

Die PBoC hat zudem ihr Netz bilateraler Währungsswap-Vereinbarungen erweitert und 2026 Abkommen mit Kanada, Serbien, Ägypten, Australien und Malaysia erneuert oder neu abgeschlossen.

Insgesamt zeigen diese Entwicklungen, dass die Internationalisierung des Yuan auf mehreren Ebenen voranschreitet – ein langfristiger Prozess, der sich nicht auf einen einzelnen Faktor stützt.

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