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Swiss ENIC und ECTS-Punkte als Prüfmassstab für ausländische Abschlüsse

Swiss ENIC und ECTS-Punkte als Prüfmassstab für ausländische Abschlüsse

Source: Deutsche Nachrichten
Für Schweizer Personalabteilungen ist die Frage, ob ein ausländischer Studienabschluss echt und vergleichbar ist, in einer international vernetzten Wirtschaft zum festen Bestandteil des Einstellungsprozesses geworden. Validato, Schweizer Anbieter für Background-Checks und Human Risk Management, verweist dabei auf Swiss ENIC als zentrale Anlaufstelle: Die von swissuniversities betriebene Stelle ist zuständig für die Anerkennung ausländischer Diplome in der Schweiz und kann für Personalabteilungen prüfen, ob eine ausländische Hochschule im Herkunftsland staatlich anerkannt ist.

Swiss ENIC beantwortet dabei zwei für HR-Verantwortliche zentrale Fragen: Ist die ausstellende Institution im Herkunftsland überhaupt eine anerkannte Hochschule, und welchem Schweizer Niveau entspricht der jeweilige Abschluss? Nach Einschätzung von Validato ersetzt diese offizielle Auskunft die eigene Einschätzung einer Personalabteilung, die die Bildungslandschaft eines fremden Landes naturgemäss nur begrenzt beurteilen kann.

Ergänzend dazu sorgt im europäischen Raum der Bologna-Prozess für Vergleichbarkeit zwischen Bildungssystemen. Ein wichtiges Indiz für die Plausibilität eines Abschlusses ist dabei die Zahl der erworbenen ECTS-Punkte: Ein Bachelor-Abschluss benötigt in der Regel rund 180 ECTS-Punkte, was etwa drei Jahren Vollzeitstudium entspricht, ein Master-Abschluss zwischen 90 und 120 ECTS-Punkte, was ungefähr eineinhalb bis zwei Jahren entspricht. Weicht ein im Lebenslauf angegebener Zeitrahmen deutlich davon ab, etwa ein berufsbegleitend in sechs Monaten erworbener Master, sollten nach Auffassung von Validato die Alarmglocken läuten.

Diese Plausibilitätsprüfung ersetzt dabei keine förmliche Anerkennung, liefert aber laut Validato einen schnellen und nachvollziehbaren ersten Anhaltspunkt, noch bevor eine aufwändigere Rückfrage bei der ausstellenden Institution überhaupt notwendig wird. Für Personalabteilungen, die täglich mit internationalen Bewerbungen konfrontiert sind, reduziert das den Prüfaufwand erheblich, ohne die Prüftiefe zu verringern.

„Ein Abschluss ist nicht deshalb echt, weil er gut aussieht – er ist echt, weil eine anerkannte Institution dahintersteht und der Studienumfang nachvollziehbar ist. Genau das lässt sich über offizielle Stellen wie Swiss ENIC verlässlich klären”, meint André Naef, CEO von Validato. Validato integriert den Abgleich mit Swiss ENIC sowie die ECTS-Plausibilitätsprüfung als festen Bestandteil des eigenen Education-Verification-Moduls, das Unternehmen unabhängig von anderen Screening-Modulen gezielt buchen können.

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