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China gelingt künstliche Zucht des vom Aussterben bedrohten Rundkopf-Geigenrochens

China gelingt künstliche Zucht des vom Aussterben bedrohten Rundkopf-Geigenrochens

Source: People’s Republic of China – State Council News in German

China ist erstmals die künstliche Zucht des vom Aussterben bedrohten Rundkopf-Geigenrochens gelungen. Die seltene Fischart ist auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion (IUCN) als „vom Aussterben bedroht“ eingestuft. Am 31. Juli wurden zwölf Jungtiere dieser Meeresbewohner in der Stadt Sanya in der südchinesischen Provinz Hainan geboren.

Zhang Jiayang, Leiter des Aquariums, zeigte sich erfreut über die erfolgreiche Nachzucht.

„Die Rundkopf-Geigenrochen waren bei ihrer Geburt jeweils etwa 34 bis 35 Zentimeter lang. Inzwischen sind sie deutlich gewachsen. Jedes Jungtier kann täglich sechs bis sieben Garnelenscheiben fressen. Mit ihrem durchsichtigen Knorpel im vorderen Körperbereich suchen sie am Meeresboden nach Nahrung, nehmen diese mit dem Maul auf und schlucken sie anschließend. Nach jeder Fütterung entfernen wir die Futterreste, um eine Verschmutzung des Wassers zu verhindern“, erklärte Zhang.

Der Rundkopf-Geigenrochen ist ein bedeutender benthischer Knorpelfisch in den tropischen und subtropischen Küstengewässern des Indischen Ozeans und des westlichen Pazifiks und spielt eine wichtige Rolle für das Gleichgewicht des marinen Ökosystems.

Die künstliche Zucht dieser Art ist äußerst schwierig, da die Tiere sehr empfindlich auf Veränderungen der Wasserqualität und Wassertemperatur sowie auf andere Umweltfaktoren reagieren. Selbst leichte äußere Reize können bei den Tieren Fehlgeburten auslösen.

Dazu erklärte Zhang Jie, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Zoologie der Chinesischen Akademie der Wissenschaften:

„Sie leben in flachen Meeresgewässern in einer Tiefe von bis zu etwa 100 Metern und benötigen eine hohe Wasserqualität. Ihr Fortpflanzungszyklus ist sehr lang, da sie häufig erst nach acht bis zehn Jahren die Geschlechtsreife erreichen. Nur unter äußerst geeigneten Haltungsbedingungen können sie sich erfolgreich fortpflanzen.“

MIL OSI