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Chinas Kohleindustrie soll bis 2030 optimiert werden

Chinas Kohleindustrie soll bis 2030 optimiert werden

Source: People’s Republic of China – State Council News in German

China will seine Kohleindustrie bis 2030 optimieren und dabei auf sauberere und effizientere Produktion setzen, um die Grundlast der Energieversorgung zu sichern. Dies geht aus einem neu veröffentlichten Regierungsfahrplan hervor.

Der von der Nationalen Kommission für Entwicklung und Reform (NDRC) sowie der Nationalen Energiebehörde gemeinsam herausgegebene 15. Fünfjahresplan (2026–2030) für die Entwicklung der Kohleindustrie sieht vor, den Ausbau von Kohleversorgungssicherungsbasen voranzutreiben und die überregionalen Kohlentransportmuster zu verbessern.

Die Regulierungsbehörden werden die Markteintrittsbarrieren erhöhen, veraltete Bergwerke stilllegen und hocheffiziente Betriebe priorisieren, während der inländische Kohleverbrauch allmählich auf ein Plateau geführt werden soll.

Bis 2030 soll die Kohle ihre Rolle als kritischer Energiesicherheitspuffer behaupten, während moderne und hocheffiziente Anlagen die Produktion dominieren sollen. Landesweit sollen großflächige moderne Bergwerke 87 Prozent der Gesamtproduktionskapazität ausmachen, der Anteil automatisierter und „intelligenter“ Bergwerke soll auf 75 Prozent steigen. Die Kohleflözgasförderung soll bis dahin 26 Milliarden Kubikmeter erreichen – was auch die Minensicherheit verbessert.

Grünere Wirtschaft

Der Fahrplan erscheint zu einem Zeitpunkt, an dem China seine Bemühungen für eine grünere Wirtschaft beschleunigt und beispiellose Investitionen in saubere Energieinfrastruktur tätigt, um die ehrgeizigen Klimaziele zu erreichen – Emissionshöhepunkt vor 2030 und Klimaneutralität vor 2060.

Der Energiesektor hat kürzlich eine historische Schwelle überschritten: Die Kohleverstromung lag in den ersten sechs Monaten des Jahres bei 2,5 Billionen Kilowattstunden und sank damit erstmals unter 50 Prozent der gesamten Stromerzeugung, wie aus offiziellen Daten hervorgeht.

XingYiteng, stellvertretender Direktor der Abteilung für Entwicklungsplanung der Nationalen Energiebehörde, bezeichnete dies als „Meilenstein“ im langjährigen Prozess des Ausbaus erneuerbarer Energien und als Signal für einen neuen Durchbruch bei der grünen Transformation.

Lin Boqiang, Leiter des China-Instituts für Energiestudien an der Xiamen-Universität, erklärte, der Zeitraum 2026–2030 sei eine kritische Übergangsphase, da der Kohleverbrauch sich seinem Höhepunkt nähere. Der Fokus der Branche werde sich von der reinen Mengenausweitung hin zu Angebotsoptimierung und Netzstabilität verlagern.

Der Plan entferne sich von der alten Logik, einfach mehr Kohle zu fördern, hin zu einer Balance zwischen Energiesicherheit und grünem Wandel, so Lin. Die Marktregulierung werde sich von kurzfristigen administrativen Eingriffen hin zu langfristigen Strukturveränderungen bewegen – mit Schwerpunkt auf intelligentem Bergbau und der Integration von Kohlekraft mit erneuerbaren Energien.

Die Nachfragemuster dürften sich in den nächsten fünf Jahren auseinanderentwickeln: Der Kohleverbrauch in der Baustoff- und Metallurgieindustrie wird zurückgehen, während die Nachfrage des Stromsektors ein Plateau erreicht und dann sinkt. Der Chemiesektor wird hingegen einen leichten Anstieg verzeichnen.

Die Automatisierung wird zudem nicht länger optional sein. Das Ziel von 75 Prozent intelligenten Bergwerken bis 2030 – gegenüber etwa 65 Prozent im Jahr 2025 – wird die Unternehmen zu erheblichen Investitionen in die Digitalisierung zwingen.

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