Source: Deutsche Nachrichten
Ein wesentlicher Akteur auf diesem Gebiet ist das bsw Bildungswerk der Sächsischen Wirtschaft (bsw). „Fast 45 Jugendliche haben wir heute in unserem Bildungszentrum in Werdau begrüßt. Die meisten von ihnen werden die ersten Monate der praktischen Ausbildung in unserem Bildungszentrum absolvieren. Sie erlernen hier berufliche Grundqualifikationen der Metallbearbeitung, wie z. B. das Feilen, Sägen oder Bohren aber auch die Schweißtechnik sowie die CNC- und Robotertechnik“, berichtet Jens Särchinger, Leiter des Bildungszentrums.
Die Vermittlung von Grundlagen im ersten Ausbildungsjahr und auch Spezialwissen, wie additive Fertigung oder Industrierobotik an angehende Fachkräfte, sind Dienstleistungen, die produzierende Unternehmen gern nutzen. Die Auszubildenden werden intensiv ausgebildet oder erhalten erforderliche Ausbildungsinhalte, die spezialisierte Betriebe nicht abdecken können.
„Unser Ziel ist es, die Auszubildenden bestmöglich auf die Anforderungen moderner Fertigungsprozesse vorzubereiten. Dazu verbinden wir die Vermittlung handwerklicher und technischer Grundlagen mit innovativen Ausbildungsinhalten, die in den Unternehmen zunehmend an Bedeutung gewinnen. Das ist unser Beitrag zur Fachkräftesicherung für die regionale Wirtschaft, der gleich doppelt wirkt, da die immer komplexer werdenden inhaltlichen Anforderungen an die Berufsbilder der Metall- und Elektroindustrie gezielter vermittelt werden können.“, ergänzt Jens Särchinger.
Unter den Auszubildenden sind über die Hälfte Jugendliche aus Vietnam und Usbekistan, die im Auftrag regionaler Unternehmen gewonnen und qualifiziert werden. Damit setzt das bsw seine seit mehreren Jahren erfolgreiche Strategie zur Gewinnung internationaler Nachwuchskräfte fort.
„Die Region Südwestsachsen ist das Herz der sächsischen Metall- und Elektroindustrie. Die Nachfrage nach gut qualifiziertem Personal bleibt auch in wirtschaftlich anspruchsvollen Zeiten bestehen“, betont Patrick Millies, bsw-Geschäftsführer. „Besorgniserregend ist jedoch, dass die Zahl geeigneter deutscher Auszubildender in den gewerblich-technischen Berufen trotz attraktiver Karriere- und Entwicklungsmöglichkeiten kontinuierlich sinkt.“ An der Veranstaltung nahmen neben den Azubis und deren Eltern, auch Vertreter aus der Landes- und Kommunalpolitik sowie Vertreter regionaler Unternehmen teil.
