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Auswanderung übersteigt Rückkehr: Bei deutschen Staatsangehörigen weist die Wanderungsstatistik für 2025 einen Saldo von minus 96.689 Personen aus

Auswanderung übersteigt Rückkehr: Bei deutschen Staatsangehörigen weist die Wanderungsstatistik für 2025 einen Saldo von minus 96.689 Personen aus

Source: Deutsche Nachrichten
Die Wanderungsbilanz Deutschlands hat sich im Jahr 2025 deutlich verschoben. Laut der im Juni 2026 veröffentlichten Auswertung des Statistischen Bundesamtes standen rund 1,48 Millionen Zuzügen etwa 1,25 Millionen Fortzüge gegenüber. Die Nettozuwanderung lag damit bei rund 235.000 Personen und fiel gegenüber dem Vorjahreswert von 430.000 um etwa 45 Prozent.

Getrennt betrachtet zeigt sich bei deutschen Staatsangehörigen ein anderes Bild: Hier weist die Statistik einen Saldo von minus 96.689 aus. Rund 190.000 Menschen mit deutschem Pass zogen zurück, mehr verließen das Land. Wohin, hängt stark vom Lebensabschnitt ab. Für den Mittelmeerraum dokumentiert das Magazin der Provimedia GmbH die praktische Seite, etwa die Aufnahmebedingungen für Drittstaatsangehörige auf Zypern.

Die Statistik zählt dabei Bewegungen, keine Lebensentscheidungen. Ein Fortzug wird erfasst, wenn er gemeldet wird; ob er ein Jahr oder ein Jahrzehnt dauert, geht daraus nicht hervor.

Praktisch wird es einen Schritt später, beim Behördengang vor Ort. Wie lange sich ein Umzug hinzieht, entscheidet sich dort und nicht in der Planungsphase.

Was die Wanderungsstatistik für 2025 ausweist

Wie das Statistische Bundesamt für 2025 berichtet, ergibt sich folgende Bilanz:

  • Über die Grenzen Deutschlands wurden rund 1,48 Millionen Zuzüge und etwa 1,25 Millionen Fortzüge gezählt.
  • Die Nettozuwanderung lag bei rund 235.000 Personen.
  • Gegenüber dem Vorjahreswert von 430.000 entspricht das einem Rückgang um etwa 45 Prozent.
  • Die Zahl der Zuzüge sank um rund 13 Prozent, die der Fortzüge um knapp zwei Prozent.
  • Bei deutschen Staatsangehörigen ergab sich ein Wanderungssaldo von minus 96.689 Personen.
  • Rund 190.000 Deutsche kehrten im selben Jahr nach Deutschland zurück.

Der Rückgang der Nettozuwanderung hat zwei verschiedene Ursachen

Ein Minus von 45 Prozent klingt nach einer Trendwende, beruht aber überwiegend auf der Zuzugsseite. Die Fortzüge gingen nur um knapp zwei Prozent zurück, die Zuzüge dagegen um rund 13 Prozent. Wer die Bilanz als Ausdruck wachsender Abwanderung liest, verwechselt damit zwei Bewegungen.

Bei deutschen Staatsangehörigen liegt der Fall anders. Dort steht ein negativer Saldo, der über Jahre stabil ist: Es verlassen kontinuierlich mehr Menschen mit deutschem Pass das Land, als zurückkehren. Die Größenordnung von rund 97.000 entspricht etwa der Einwohnerzahl einer mittleren Großstadt.

„Auswandern ist selten eine spontane Entscheidung. Was Leser wirklich suchen, sind die praktischen Schritte vor Ort — und die stehen in keiner Statistik“, sagt Alexander Weipprecht, Geschäftsführer der Provimedia GmbH.

Was vor einem Wegzug tatsächlich zu klären ist

Der negative Saldo bei deutschen Staatsangehörigen ist seit Jahren stabil, unabhängig davon, wie sich die Gesamtzuwanderung entwickelt. Gezählt werden dabei An- und Abmeldungen bei Meldebehörden, nicht Lebensentscheidungen. Die nächste Auswertung erscheint im kommenden Jahr.

Wer den Schritt plant, stößt schnell auf Fragen, die in keiner Statistik stehen: Anmeldung vor Ort, Nachweise, Termine, Zuständigkeiten. Diese Abläufe unterscheiden sich von Land zu Land erheblich und lassen sich aus der Ferne selten vollständig klären. Wer den Aufwand vorher realistisch einschätzt, spart sich vor Ort die teuerste Variante: den zweiten Anlauf. Wie der Ablauf im Ausländeramt in Limassol aussieht, ist dafür der praktischste Anhaltspunkt.

MIL OSI