Source: Deutsche Nachrichten
TÜV Rheinland begleitet den Bau einer der größten Flusswasser-Wärmepumpen Europas im Niehler Hafen in Köln. Mit der Anlage will der Energieversorger RheinEnergie ab 2028 verbrennungsfreie Fernwärme für rund 50.000 Haushalte liefern, die Grundsteinlegung erfolgte Ende Juli.
Für die Errichtung und Inbetriebnahme der Großwärmepumpe setzt RheinEnergie nun auf die Expertise von TÜV Rheinland: Die Sachverständigen des Unternehmens unterstützen RheinEnergie dabei, die hohen technischen und regulatorischen Anforderungen zu erfüllen und einen langfristig sicheren Betrieb zu gewährleisten. Dafür prüfen die Fachleute von TÜV Rheinland die Rohrleitungen, begutachten den Explosionsschutz und übernehmen die Aufgaben einer zentralen Überwachungsstelle.
Die Großwärmepumpe nutzt das Wasser des Rheins als Energiequelle. Dabei wird dem Fluss Wärme entzogen, um Wasser für Haushalte zu erwärmen und in das Fernwärmenetz einzuspeisen. Das Ziel: fossile Energieträger schrittweise zu ersetzen und so CO₂-Emissionen zu verringern. Die Anlage soll ab 2028 dazu beitragen, jährlich etwa 100.000 Tonnen CO₂ einzusparen.
TÜV Rheinland als Partner der Wärmewende
„Das Vertrauen der RheinEnergie in unsere Expertise freut uns sehr. Gemeinsam mit unserem Kunden leisten wir einen konkreten Beitrag zur Dekarbonisierung der Wärmeversorgung und setzen ein starkes Signal für nachhaltige Energieprojekte in Deutschland und Europa“, sagt Jörg-Dieter Gorny, Sachverständiger für Druckgeräte und Anlagentechnik bei TÜV Rheinland.
Mit dem Projekt unterstreicht TÜV Rheinland seine Kompetenz bei der Begleitung komplexer Energie- und Infrastrukturvorhaben. Großwärmepumpen gelten als wichtige Technologie für die Wärmewende und werden in den kommenden Jahren weiter an Bedeutung gewinnen. Laut einer Studie von Agora Energiewende und Fraunhofer IEG sollen bis 2030 allein in Deutschland Großwärmepumpen mit einer Gesamtleistung von 10 Gigawatt installiert sein – derzeit sind es rund 4,5 Gigawatt. Anlagen wie die im Niehler Hafen spielen dabei eine Schlüsselrolle. „Die Erfahrungen aus Köln können für ähnliche Projekte in Deutschland und Europa richtungsweisend sein“, so Jörg-Dieter Gorny.
