Source: Deutsche Nachrichten
Wie lässt sich die digitale Transformation der Arbeitswelt so steuern, dass alle Menschen – unabhängig von individuellen Beeinträchtigungen – gleichberechtigt daran teilhaben können? Dieser zentralen Zukunftsfrage widmet sich das Institut für Digitale Teilhabe (IDT) der Hochschule Bremen (HSB). Am Donnerstag, 8. Oktober 2026, stellen zwei Forschungsprojekte ihre Ergebnisse im Rahmen einer hybriden Abschlussveranstaltung an der HSB vor. Eine Anmeldung zur kostenfreien Veranstaltung ist für alle Interessierten noch bis 31. August möglich.
Unter dem Titel „Digitale Arbeitswelten inklusiv gestalten – Partizipation in der Technikentwicklung“ führt das IDT die Erkenntnisse der Forschungsprojekte „INPART“ (Inklusive Partizipation durch integrierte Forschung) und „Digitale Barrierefreiheit im Arbeitsleben durch partizipative Evaluation“ zusammen. Ziel ist es, Barrierefreiheit nicht als nachträgliches Extra, sondern als integralen Bestandteil von Forschungs-, Evaluierungs- und Entwicklungsprozessen in Unternehmen und Wissenschaft zu verankern.
Wissenschaftliche Impulse und interaktive Zukunftswerkstatt
Zwischen 10 und 16:00 Uhr verbindet das Tagesprogramm wissenschaftliche Keynotes, projektübergreifende Dialoge und praxisnahe Beteiligungsformate. Den Auftakt gestaltet Katta Spiel von der TU Wien mit einer Fach-Keynote zu Partizipation und kritischen Perspektiven in der Technikgestaltung. Im Anschluss gibt das IDT prägnante Einblicke in die zentralen Projektergebnisse.
Am Nachmittag erarbeiten die Teilnehmenden gemeinsam mit ausgewiesenen Expert:innen in einer handlungsorientierten Zukunftswerkstatt konkrete Perspektiven für die Praxis. Als Diskussionsteilnehmende und Impulsgebende wirken unter anderem mit:
- Arne Frankenstein, Landesbehindertenbeauftragter der Freien Hansestadt Bremen
- Prof. Dr. Rebecca Maskos, Professur für Disability Studies an der Alice Salomon Hochschule Berlin
- Domingos de Oliveira, Senior Consultant für Digitale Barrierefreiheit (Institution?)
Konsequente Barrierefreiheit und hybride Flexibilität
Die Tagung findet hybrid statt – vor Ort im Campus Am Brill der Hochschule Bremen (Am Brill 2-4) sowie barrierearm im digitalen Raum. Die Teilnahme ist kostenfrei, erfordert jedoch eine vorherige Anmeldung bis zum 31. August 2026.
Das Veranstaltungsdesign setzt hohe Standards in puncto Zugänglichkeit: Neben bedarfsgerechter Schrift- und Gebärdensprachdolmetschung (analog und remote) stehen vor Ort ein Ruheraum sowie ein geschultes Awareness-Team zur Verfügung. Zudem erhalten angemeldete Teilnehmer:innen bereits eine Woche vorab sämtliche Unterlagen in barrierearmen Formaten.
Das Wichtigste auf einen Blick
„Digitale Arbeitswelten inklusiv gestalten – Partizipation in der Technikentwicklung“
- Datum: Donnerstag, 8. Oktober 2026
- Zeit: 10 bis 16:00 Uhr
- Ort: Hochschule Bremen, Campus Am Brill, Am Brill 2-4, 28195 Bremen sowie barrierearm im digitalen Raum
Über das Institut für Digitale Teilhabe (IDT)
Das Institut für Digitale Teilhabe an der Hochschule Bremen erforscht und entwickelt Lösungen für eine barrierefreie, inklusiv gestaltete digitale Gesellschaft. Im Fokus stehen partizipative Methoden, Usability und Barrierefreiheit an der Schnittstelle von Technikentwicklung, Sozialwissenschaften und beruflicher Praxis. Am IDT arbeiten und forschen gleichermaßen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit und ohne Beeinträchtigungen. So wird die Entwicklung zugänglicher Medien, Software und Systeme auch von Expert:innen in eigener Sache vorangetrieben und bei allen Beteiligten das Bewusstsein für die Breite der zu berücksichtigenden Anforderungen gestärkt.
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