Source: Deutsche Nachrichten
Die deutsche Bahninfrastruktur wird in den kommenden Jahren in großem Umfang modernisiert. Stellwerke werden erneuert, Strecken digitalisiert und bestehende Anlagen unter laufendem Betrieb umgebaut. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit der Infrastruktur. Vor diesem Hintergrund bauen die Bayerische Kabelwerke AG (Bayka) und die W&S Technik GmbH ihre Zusammenarbeit weiter aus.
Signalkabel und Kommunikationskabel sind zentrale Bestandteile der Leit- und Sicherungstechnik und auf eine Betriebsdauer von mehreren Jahrzehnten ausgelegt. Entsprechend hoch sind die Anforderungen an ihre Zuverlässigkeit. Entscheidend sind dabei nicht nur Konstruktion und Fertigung, sondern auch Prüfung, Verbindung und Installation im Feld. Mit zunehmender Komplexität der Bahntechnik rückt beim fränkischen Universalkabelhersteller Bayka daher die Systembetrachtung stärker in den Fokus und forciert Kooperationen mit spezialisierten Partnern.
Mit ihrer Expertise in Planung, Montage, Prüfung, Diagnose und Instandhaltung von Bahninfrastrukturen ergänzt W&S Technik das Kabel- und Anwendungs-Know-how der Bayka. „Unsere Kunden profitieren von einem umfassenderen Verständnis der Anforderungen an Kabelanlagen: vom Kabel über die Muffen und die Verlegung bis hin zur Messung. Somit vermitteln wir, wie Verbindungen sicher und langfristig im Netz der Deutschen Bahn AG funktionieren“, so der Ausbildungsleiter von W&S, Sergej Schechtow.
„Durch die Zusammenarbeit entsteht ein wertvoller Wissenstransfer in beiden Richtungen. Die Erfahrungen aus Planung, Montage, Betrieb und Instandhaltung liefern Impulse für unsere Entwicklungsarbeit. In gemeinsamen Schulungen geben wir dieses Know-how an Fachkräfte aus dem Bahnumfeld weiter“, erläutert Thomas Sorge, Leiter Marketing & Produktmanagement bei der Bayerische Kabelwerke AG.
Die Seminarreihen verbinden Kabeltechnik mit praktischen Erfahrungen aus Planung, Montage und Betrieb. Die Teilnehmer lernen den fachgerechten Umgang mit Eisenbahnkabeln, Mess- und Prüfverfahren, die Herstellung von Signal- und Fernmeldekabelmuffen sowie den Anschluss von Kabelenden in Kabelschränken.
„Diese Kooperation bringt einen direkten Mehrwert für die Praxis: Sie erhöht die Qualität der Ausführung, verbessert die Betriebssicherheit und stärkt die langfristige Zuverlässigkeit der Infrastruktur“, so Sorge abschließend.
