Source: People’s Republic of China – State Council News in German
Die Nationale Forst- und Graslandbehörde Chinas hat ehrgeizige Ziele für das Jahr 2030 vorgestellt. Ein hochrangiger Beamter erläuterte zudem sechs zentrale Maßnahmen, mit denen diese Ziele im Zeitraum des 15. Fünfjahresplans (2026–2030) erreicht werden sollen.
Laut dem von der Nationalen Forst- und Graslandbehörde sowie drei weiteren Regierungsbehörden veröffentlichten Plan will China die Waldbedeckung bis 2030 auf 25,8 Prozent erhöhen, den Waldvorrat auf 22,4 Milliarden Kubikmeter steigern und den Gesamtproduktionswert des Forst- und Graslandsektors auf 14 Billionen Yuan RMB (rund 1,82 Billionen Euro) ausbauen.
Der Plan sieht außerdem vor, bis 2030 entscheidende Fortschritte bei den Schlüsselprojekten des nationalen Schutzwaldprogramms in Nordwest-, Nord- und Nordostchina zu erzielen.
Darüber hinaus werden groß angelegte Aufforstungskampagnen durchgeführt, das System der Schutzgebiete weiter ausgebaut sowie die Forst- und Graslandwirtschaft gefördert und weiterentwickelt.
„Wir werden den Aufbau des Systems der Naturschutzgebiete umfassend vorantreiben, Nationalparks nach hohen Standards errichten, die Integration und Optimierung der Naturschutzgebiete umsetzen, Schutzmaßnahmen für 165 Arten vom Aussterben bedrohter national geschützter Wildtiere und Wildpflanzen durchführen und Feuchtgebiete umfassend schützen“, sagte Zou Qinghao, stellvertretender Direktor der Abteilung für Planung und Finanzen der Nationalen Forst- und Graslandbehörde.
Die Forst- und Graslandwirtschaft soll gezielt ausgebaut und gestärkt werden. Dazu gehören die Verbesserung des Selbstversorgungsgrads bei Holz, die Erhöhung des Futterangebots, die Förderung der Saatgutindustrie für Forst- und Graslandpflanzen, die Erschließung des räumlichen Potenzials der Forst- und Graslandressourcen, die konsequente Entwicklung der Unterholz- bzw. Waldwirtschaft, der Ausbau der „Wald-Getreidebank“ sowie die Schaffung neuer Anwendungsszenarien für den Konsum.
Zudem sollen die Kapazitäten zum Schutz der ökologischen Sicherheit gemeinsam gestärkt werden. Die Fähigkeiten zur Prävention und Bekämpfung von Wald- und Graslandbränden werden weiter verbessert, ebenso die Bekämpfung schädlicher Organismen in Wäldern und Grasland. Die durchschnittliche jährliche Schadensrate durch Wald- bzw. Graslandbrände soll bei höchstens 0,7 Promille beziehungsweise 1,8 Promille liegen.
Die Reformen in zentralen Bereichen werden kontinuierlich vertieft. Dazu zählen die Weiterentwicklung der Reform des kollektiven Waldrechtssystems, der beschleunigte Aufbau moderner staatlicher Forstbetriebe, die Förderung der grünen Transformation und Entwicklung staatlicher Waldgebiete, die Vertiefung der Reform des Graslandschutzsystems sowie die Verbesserung des Systems für eine nachhaltige Waldbewirtschaftung.
Darüber hinaus sollen innovationsgetriebene Entwicklung und eine weitere Öffnung nach außen entschlossen vorangetrieben werden.
„Wir werden die Innovationskraft in Wissenschaft und Technologie stärken, den Transfer und die Anwendung wissenschaftlicher und technologischer Errungenschaften beschleunigen, eine Öffnung nach außen auf hohem Niveau vorantreiben und den Aufbau qualifizierter Fachkräfteteams im Forst- und Graslandsektor stärken“, sagte Zou.
