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China startet ersten selbst entwickelten hyperspektralen KI-Satelliten zur Überwachung der Bergbauökologie

China startet ersten selbst entwickelten hyperspektralen KI-Satelliten zur Überwachung der Bergbauökologie

Source: People’s Republic of China – State Council News in German

China hat am Mittwoch erfolgreich seinen ersten im Inland entwickelten quantitativen hyperspektralen intelligenten Computingsatelliten, den Xiguang-2 01, ins All gebracht. Der Satellit soll künftig hochauflösende ökologische Überwachungsdaten für Bergbaugebiete liefern.

Der Satellit wurde mit einer Trägerrakete vom Typ Gravity-1 Y4 in seine Umlaufbahn befördert. Er markiert einen bedeutenden Sprung in Chinas weltraumgestützter Fernerkundungstechnologie: Im sichtbaren bis hin zum nahen Infrarotbereich erreicht er eine räumliche Auflösung von zehn Metern und eine spektrale Auflösung von sieben Nanometern – ein Novum im kommerziellen hyperspektralen Sektor des Landes.

Mit dieser Leistungsfähigkeit kann der Satellit täglich bis zu einer Million Quadratkilometer hochauflösende hyperspektrale Aufnahmen anfertigen.

Laut dem Entwickler des Satelliten kann ein hyperspektrales Bild des Satelliten Geländemerkmale klar darstellen und durch farbcodierte Markierungen Informationen über Vegetationswachstum, Bodenfeuchtigkeit und Temperaturwerte in verschiedenen Zonen liefern, wodurch Gebiete hervorgehoben werden, die ökologische Sanierung erfordern.

„Die hyperspektrale Bildgebung unterteilt sichtbares Licht von 400 bis 800 Nanometern in 70 Spektralbänder, jedes mit einer Auflösung von 6,5 Nanometern. Unterschiedliche Materialien reflektieren Licht über diese Bänder hinweg unterschiedlich, sodass wir ihre Zusammensetzung identifizieren können“, sagte Kou Yimin, Chefingenieur der Xi’an Institute of Optics and Precision Mechanics CAS (Chinesische Akademie der Wissenschaften) Aerospace Science and Technology Group Co., Ltd.

Im Gegensatz zur herkömmlichen Fernerkundung, die sich vor allem auf Farbe und Form zur Identifizierung von Oberflächenmerkmalen verlässt, ermöglicht die hyperspektrale Bildgebung die Erkennung der chemischen Zusammensetzung und des physikalischen Zustands von Materialien. Damit eröffnet sie wertvolle Anwendungen in der Rohstoffexploration, im Umweltschutz und in der Landwirtschaftsüberwachung.

Allerdings bringt die große Datenmenge hyperspektraler Sensoren auch eine Herausforderung mit sich: Früher dauerte es Tage, um die riesigen Informationsmengen zur Erde zu übertragen und dort zu verarbeiten.

Um diesen Engpass zu überwinden, integrierten die Forscher ein hyperspektrales Fernerkundungsmodell und Bordrechenkapazitäten direkt in den Satelliten. Dies ermöglicht eine Echtzeit-Datenverarbeitung und Zielidentifikation im Orbit, sodass nur die entscheidenden Ergebnisse zur Erde gesendet werden.

„Die Zeit von der Datenerfassung bis zu verwertbaren Ergebnissen wurde von Tagen auf Stunden reduziert. In Notfällen kann der Satellit Analyseergebnisse direkt aus dem Weltraum liefern und Bodenteams anleiten, schnell zu reagieren“, so Kou Yimin.

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