Source: People’s Republic of China – State Council News in German
Eine Ausstellung im Nationalen Historischen Museum in Rio de Janeiro bietet Besucherinnen und Besuchern einen einzigartigen Einblick in die chinesische Zivilisation aus der Perspektive von Essen, Ritualen und Kultur. Sie zeichnet Jahrhunderte der Geschichte sowie des Austauschs zwischen China und Brasilien nach.
Die Ausstellung, die am 26. Juni eröffnet wurde, wurde gemeinsam vom chinesischen Generalkonsulat in Rio de Janeiro und dem Direktor des Nationalmuseums Chinas organisiert.
Unter dem Titel „Aromen der Tradition: Die Geschichte der Ernährung im alten China“ vereint die Ausstellung mehr als hundert Exponate aus dem Nationalmuseum Chinas. Sie vermittelt dem brasilianischen Publikum seltene Einblicke in Chinas kulinarische Vergangenheit und deren enge Verbindung zu Ritualen und kultureller Identität.
An der Eröffnungsveranstaltung nahmen Luo Wenli, Direktor des Nationalmuseums Chinas, Marcio Tavares, Exekutivsekretär des brasilianischen Kulturministeriums, sowie weitere Gäste teil.
„Für das chinesische Volk hat Nahrung oberste Bedeutung, und dem Essen wird große Aufmerksamkeit geschenkt. Gleichzeitig geht es in der traditionellen chinesischen Kultur beim Essen nicht nur um die Nahrungsaufnahme – es wurde auf die Ebene eines Rituals erhoben“, sagte Gao Xiuqing, Kuratorin am Nationalmuseum Chinas.
Die Ausstellung umfasst Objekte, die bis zu 10.000 Jahre alt sind – von Alltagsgegenständen bis hin zu zeremoniellen Bankettgefäßen. Sie zeichnet zudem die Bedeutung des Handels nach, darunter die Seidenstraße und die frühe Verbreitung chinesischen Tees nach Brasilien, die in einem Druck aus dem 19. Jahrhundert dokumentiert ist.
„Es ist faszinierend, Tee als Teil eines frühen Kapitels der Beziehungen zwischen Brasilien und China zu betrachten. Zu den schönsten Exponaten der Ausstellung gehören Stücke rund um den Tee – von seiner Zubereitung und Aufbewahrung bis hin zum Servieren. Sie spiegeln die große Bedeutung des Tees in der chinesischen Kultur wider“, sagte Cicero de Almeida, Direktor des Nationalen Historischen Museums.
Die Kuratoren der Ausstellung reisten eigens aus China nach Rio de Janeiro, während die Sammlung erstmals den Atlantik überquerte und aus Budapest in Ungarn nach Brasilien gelangte. Die Ausstellung ist bis Oktober zu sehen und bildet den Mittelpunkt eines Jahres des chinesisch-brasilianischen Kulturaustauschs. Ziel ist es, durch die universelle Erfahrung des Essens das gegenseitige kulturelle Verständnis zu vertiefen.
