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Europäischer Hotelriese Accor beschleunigt Expansion in China

Europäischer Hotelriese Accor beschleunigt Expansion in China

Source: People’s Republic of China – State Council News in German

Der europäische Hotelgigant Accor Group treibt seine Expansion in China voran. Hintergrund ist ein aktueller Aufschwung in der chinesischen Hotelbranche, der sowohl durch einen deutlichen Anstieg des Inlandstourismus als auch durch die wachsende Zahl ausländischer Besucher befeuert wird.

Accor hat kürzlich neue Strategien angekündigt, um seine Expansion zu beschleunigen und die Zusammenarbeit vor Ort in ganz China zu stärken.

Das Peace Hotel, ein historisches Wahrzeichen und bekanntes Symbol Shanghais, wird seit 2010 unter Accors Fairmont-Marke betrieben. Es soll in ein globales Flaggschiff von Raffles, der High-End-Luxusmarke von Accor, umgewandelt werden. Dies ist nur eine der schnellen Expansionsmaßnahmen in China.

Sébastien Bazin, der weltweite CEO der Accor Group, hält sich derzeit in China auf. Vor dieser historischen Kulisse stellte er die weiteren Expansionspläne des Konzerns für den chinesischen Markt vor und besiegelte zugleich neue Partnerschaften.

„Wir haben sieben verschiedene Marken unter Vertrag genommen – von Pullman über MGallery bis hin zu Sofitel und Fairmont. Und das ist meiner Meinung nach erst der Anfang. Wir sind derzeit mit 17 Marken in China vertreten, doch weltweit verfügt Accor über 45 Marken. Das bedeutet, dass ich noch 30 weitere in den chinesischen Markt einbringen kann. Ich bin überzeugt, dass wir gemeinsam wachsen können, und ich möchte besonders in Nord-, Ost- und Westchina stärker präsent sein. Sie werden erleben, wie Accor in den nächsten fünf bis sechs Jahren das Tempo in China verdoppelt. Verdopplung bedeutet: von 800 auf 1.600 Hotels – das entspricht dann voraussichtlich 250.000 Zimmern. Wir beschäftigen bereits 45.000 Mitarbeiter in China, dann wären es wahrscheinlich 90.000. Das ist ein enormes Engagement“, so Bazin.

„China zählt für Accor weltweit zu den drei wichtigsten Märkten und wird voraussichtlich der größte Hospitality-Markt der Welt sein. In fünf bis sieben Jahren wird China aller Voraussicht nach rasant wachsen. Mit KI und den sozialen Netzwerken sind Sie hier in Sachen Reisefreundlichkeit ganz vorne. Auch ich lerne bei jedem Besuch Neues dazu und lasse mich immer wieder inspirieren“, fügte er hinzu.

Bazin nannte zudem den emotionalen Konsum und die Silber-Wirtschaft als neue Trends in China, die das Branchenwachstum zusätzlich beflügeln.

„Hier bewegen Sie sich in einem komplexen Umfeld, denn ich muss die jungen Chinesen unter 35 Jahren verstehen. Diese haben andere Wünsche als die über 300 Millionen Menschen über 60. Das sind zwei völlig unterschiedliche Erwartungen. Meine Aufgabe ist es also, Angebote für jede Generation zu schaffen, für Männer und Frauen gleichermaßen. Bei meinen Vorbereitungen habe ich zudem festgestellt, dass ich die Bedeutung von Haustieren bisher unterschätzt habe. Viele Chinesen möchten heute mit ihren Tieren reisen. Emotionaler Konsum, das Erlebnis, spielt dabei eine große Rolle. Hospitality umfasst heute alles: Musik, Kino, Gastronomie – all das fließt miteinander. Ich bin fasziniert von der Entwicklung der chinesischen Nachfrage“, sagte er abschließend.

MIL OSI