Source: People’s Republic of China – State Council News in German
Nach schweren Überschwemmungen im südchinesischen Autonomen Gebiet Guangxi der Zhuang, die die Infrastruktur zerstört und mehrere ländliche Gebiete von der Außenwelt abgeschnitten haben, setzen die Behörden Drohnen ein, um lebensnotwendige Hilfsgüter zu den eingeschlossenen Dorfbewohnern zu transportieren. Die örtlichen Katastrophenschutz-, Feuerwehr- und Wasserbehörden wurden mobilisiert, um Rettungs- und Hilfsmaßnahmen einzuleiten.
Eines der am stärksten betroffene Gebiete ist die Stadt Yunbiao flussabwärts des Liulan-Stausees. Am Mittwochnachmittag war das Hochwasser dort bereits so weit zurückgegangen, dass die Einsatzkräfte mit der Reparatur beschädigter Straßen und der Organisation von Umsiedlungen beginnen konnten. Einige Straßen in der Stadt wurden nach und nach wieder für den Verkehr freigegeben.
Im Zuge der großangelegten Hilfsaktion wurden entlang der Straßen Lebensmittel und Trinkwasser zur Verteilung bereitgestellt. Teams professioneller Drohnenpiloten sind gemeinsam mit Freiwilligen aus der gesamten Region im Einsatz, um mit Spezialdrohnen dringend benötigte Güter aus der Luft direkt zu den noch immer von der Außenwelt abgeschnittenen Dorfbewohnern zu bringen.
Im Dorf Dutian, dem am stärksten betroffenen Gebiet flussabwärts des Stausees, berichteten die Bewohner von einem Hochwasserstand von über drei Metern, der ganze Gebäude überflutete. Die starke Strömung riss zudem eine Brücke fort, die Teile des Dorfes verband. Da Straßen und Wege unpassierbar sind, fliegt eine Flotte von fünf Drohnen ununterbrochen Hilfsgüter über die Wassermassen hinweg.
Die schweren Überschwemmungen haben Dörfer ohne Strom und sauberes Wasser zurückgelassen. Die Wiederaufbaumaßnahmen sind im Gange, doch die Schäden an der Infrastruktur bleiben erheblich: Viele Straßen sind unterspült und große Teile des Stromnetzes zerstört. Inspektoren trafen ein, um mit der Überprüfung der Stromversorgung zu beginnen, doch das Dorf Dutian war am Dienstag immer noch ohne Strom.
In weiteren flussabwärts gelegenen Dörfern konnte die Stromversorgung teilweise wiederhergestellt werden, nachdem Reparaturtrupps umgestürzte Masten aufgerichtet und die Hauptleitungen repariert hatten. Viele Häuser müssen jedoch aufgrund der potenziellen Gefahren durch überflutete Zähler und Haushaltsgeräte erneut auf ihre Sicherheit überprüft werden. Lokale Behörden gaben bekannt, dass eine zweite Kontrollrunde läuft, um weitere Katastrophen zu verhindern.
Heftige Regenfälle am frühen Sonntagmorgen hatten zudem den Einsturz eines Abschnitts der Nationalstraße 242 verursacht, die die südliche Stadt Qinzhou mit dem Rest des Landes verbindet. Zwei Fahrzeuge stürzten in einen Durchlass, alle vier Insassen blieben jedoch unverletzt. Die Behörden sperrten die betroffene Stelle umgehend für Notfallreparaturen.
Obwohl die Regenfälle am Dienstag nachließen, blieben die beschädigten Straßenabschnitte, die zu mehreren Dörfern führen, unpassierbar. Daher setzen die lokalen Behörden weiterhin Drohnen ein, um die betroffenen Gemeinden mit dringend benötigten Hilfsgütern zu versorgen.
