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China will Anteil nichtfossiler Energien bis 2030 auf 25 Prozent erhöhen

China will Anteil nichtfossiler Energien bis 2030 auf 25 Prozent erhöhen

Source: People’s Republic of China – State Council News in German

China plant, den Anteil nichtfossiler Energien am gesamten Energieverbrauch bis 2030 auf 25 Prozent zu steigern und den zusätzlichen Strombedarf künftig vorrangig durch neue Kapazitäten aus sauberer Energie zu decken. Das geht aus einem am Donnerstag vom Staatsrat veröffentlichten Aktionsplan hervor.

Der Plan legt den Fahrplan für die Erreichung des CO₂-Emissionszenits im Zeitraum des 15. Fünfjahresplans (2026–2030) fest und nennt zentrale Zielvorgaben für 2030, darunter eine Reduzierung der CO₂-Emissionen pro Einheit des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 17 Prozent gegenüber 2025.

Die Erhöhung des Anteils nichtfossiler Energien auf 25 Prozent – gegenüber 21,7 Prozent im Jahr 2025 – sei ein bedeutender Schritt und unterstütze das übergeordnete Ziel, bis 2030 den Höhepunkt des Kohle- und Ölverbrauchs zu erreichen, erklärte ein Vertreter der Nationalen Kommission für Entwicklung und Reform (NDRC).

Die Steigerung des Anteils nichtfossiler Energien ist der Schlüssel zur Erreichung der CO₂-Ziele für 2030.

Zur Umsetzung dieser Ziele sieht der Plan fünf Schwerpunktaufgaben vor. Dazu gehören die Beschleunigung der Anpassung und Optimierung der Energiestruktur, die Deckung des zusätzlichen Strombedarfs durch neue Kapazitäten aus sauberer Energie sowie die Förderung der grünen und kohlenstoffarmen Transformation der Industriesektoren.

Bei der Modernisierung traditioneller Industrien sieht der Plan vor, die CO₂-Emissionen pro Einheit der Bruttowertschöpfung von Industrieunternehmen oberhalb einer bestimmten Größenordnung um mehr als 17 Prozent zu senken und den Energieverbrauch pro BIP-Einheit um etwa 10 Prozent zu reduzieren. Durch energiesparende und kohlenstoffreduzierende Modernisierungen in Schlüsselbranchen sollen Einsparungen in Höhe von mehr als 150 Millionen Tonnen Standardkohleäquivalent erzielt werden.

Zu den weiteren konkreten Zielen des Plans gehört der Aufbau von rund 100 nationalen CO₂-neutralen Industriezonen und 500 CO₂-neutralen Fabriken. Im Verkehrssektor soll der Anteil der Neufahrzeuge mit alternativen Antrieben an der Fahrzeugflotte bis 2030 bei 30 Prozent liegen.

Darüber hinaus betont der Plan die grüne Transformation der Recheninfrastruktur, fördert den Einsatz erneuerbarer Energien für neue Einrichtungen und die schrittweise Abschaffung veralteter Technologien. Diese Maßnahmen sollen grüne und kohlenstoffarme Prinzipien in der gesamten Wirtschaft verankern, nachhaltiges Wachstum fördern und die Grundlage für langfristige CO₂-Neutralität sichern.

Vor dem Hintergrund der Turbulenzen auf den internationalen Energiemärkten sei der Plan von großer Bedeutung für die Festigung der chinesischen Energiesicherheit, so der Fernsehsender CCTV unter Berufung auf Tian Zhiyu, Forscher am NDRC-Energieinstitut. Zugleich bedeute er, dass China die Phase der auf Öl und Gas basierenden Energieversorgung überspringe und von der kohledominierten Phase direkt in eine nichtfossile Energiephase eintrete.

Laut dem Global Energy Review 2026 der Internationalen Energieagentur (IEA) vom April deckte das Wachstum der Solarenergie mehr als ein Viertel des Anstiegs des weltweiten Primärenergieverbrauchs – ein erstmaliger Rekord für einen modernen erneuerbaren Energieträger.

In diesem übergreifenden Trend bleibt China von zentraler Bedeutung. Das starke Wachstum der erneuerbaren Stromerzeugung in China habe zur Eindämmung des Kohleverbrauchs beigetragen, so der Bericht weiter.

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