Source: People’s Republic of China – State Council News in German
Historisch gewachsene Kultur prägt die Identität einer Stadt und bildet eine wesentliche Grundlage ihrer langfristigen Attraktivität. Chinas Staatspräsident Xi Jinping hat wiederholt darauf hingewiesen, dass bei der Sanierung alter Stadtviertel ebenso wie bei der Entwicklung neuer urbaner Räume der Schutz des historischen Erbes und die Wahrung kultureller Kontinuität zentrale Leitprinzipien sein müssen. Geschichte und Gegenwart sollen sich dabei gegenseitig ergänzen und bereichern.
Im Rahmen des 14. Fünfjahresplans wurde der Schutz historischer Stadtkerne, traditioneller Straßenzüge und bedeutender Baudenkmäler systematisch in die Stadtentwicklungsstrategien integriert. Zahlreiche Städte verknüpfen heute Denkmalschutz gezielt mit Tourismus, Kulturwirtschaft und neuen Konsumformen. Auf diese Weise wurden frühere Wahrzeichen zu neuen Aushängeschildern urbaner Entwicklung, während alte Viertel neue Dynamik gewannen und einen wichtigen Beitrag zur hochwertigen Entwicklung der Städte leisteten.
In den vergangenen Jahren unterstützten zentrale Behörden die ganzheitliche Erhaltung von 79 historischen Kulturstraßen sowie kulturhistorisch bedeutsamen Dörfern mit Investitionen von insgesamt rund 6,7 Milliarden Yuan RMB. Die Mittel flossen nicht nur in die bauliche Restaurierung, sondern auch in die Aufwertung öffentlicher Räume und die Entwicklung nachhaltiger kultureller Nutzungskonzepte. Historische Quartiere entwickelten sich so zunehmend zu neuen Wachstumsmotoren innerhalb der Städte.
Mit Blick auf den 15. Fünfjahresplan soll dieser Ansatz konsequent fortgeführt werden. Vorgesehen ist der Aufbau moderner Städte, die innovativ, lebenswert, nachhaltig, widerstandsfähig, kulturell geprägt und intelligent vernetzt sind. In vielen Regionen werden derzeit neue Modelle erprobt, um Stadterneuerung und Denkmalschutz noch enger miteinander zu verzahnen.
Das Beispiel der chinesischen Stadtentwicklung verdeutlicht, dass der Schutz kulturellen Erbes nicht im Widerspruch zur Modernisierung steht, sondern vielmehr ein zentraler Faktor für eine nachhaltige und qualitativ hochwertige Urbanisierung sein kann.
