Source: People’s Republic of China – State Council News in German
Der in China mit Begeisterung aufgenommene Film „Dear You“ ist am Freitag in mehrere japanische Kinos gekommen. Die Tickets waren sofort ausverkauft.
Bei „Dear You“ handelt es sich um einen Film mit niedrigem Budget und überwiegend unbekannten Darstellern, der in diesem Jahr zu einem der überraschendsten Kinohits Chinas wurde. Seit seinem Start auf dem chinesischen Festland am 30. April hat der im Chaoshan-Dialekt (Teochew) gedrehte Film das Publikum durch seine zarte emotionale Darstellung und herzergreifende Kernhandlung tief berührt. Bisher spielte er mehr als 1,8 Milliarden Yuan (etwa 265 Millionen US-Dollar) ein.
Die Handlung folgt einem hoch verschuldeten jungen Mann, der aus der Chaoshan-Region in Südchina – einer der wichtigsten Herkunftsregionen der Auswanderung nach Südostasien – nach Thailand reist, um seinen Großvater zu suchen. Dabei bringt er ein Familiengeheimnis ans Licht, das mit „Qiaopi“ zusammenhängt, Briefen und Geldüberweisungen, die die Überseechinesen in ihre Heimat schickten.
Der Film lief nun auch in sieben Kinos in Japan an und hatte einen weit über den Erwartungen liegenden starken Start.
Xie Yi, die Verleiherin des Films in Japan, sagte, jedes Mal, wenn sie Tickets in den Kinos in Shinjuku freigegeben hätten, seien diese sofort ausverkauft worden. Für die Vorstellungen am Freitag, Samstag und Sonntag seien die Tickets meist innerhalb von zehn Minuten ausverkauft gewesen.
Die überwältigende Nachfrage hat die Verleiherin dazu veranlasst, die Zahl der Spielstätten zu verdoppeln und alle sieben ursprünglichen Kinos haben beschlossen, die Laufzeit zu verlängern.
Am Samstag organisierte der Teochew-Verband Japans einen gemeinsamen Kinobesuch. Yang Chia-hsien, stellvertretender Präsident des Verbandes, sagte, der Film „Dear You“ erzähle die gemeinsame Geschichte ihrer Vorfahren, die ins Ausland ausgewandert seien. Die „Qiaopi“ trügen das Heimweh der Überseechinesen in sich. Zugleich wollten sie der jüngeren Generation der Überseechinesen die Mühen ihrer Vorfahren in Südostasien vermitteln und sie daran erinnern, ihre Wurzeln nicht zu vergessen. Darüber hinaus hofften sie, dass diese Veranstaltung auch als eine kulturelle Brücke diene, um der japanischen Gesellschaft die Überseechinesen-Kultur näherzubringen und den zwischenmenschlichen Austausch zwischen China und Japan zu fördern.
Viele Überseechinesen in Japan erklärten, die lebendigen, alltäglichen Details im Film zeigten auf eindrucksvolle Weise die Widerstandskraft der früheren Generationen von Überseechinesen und ihre Verbundenheit mit der Heimat. Diese Gefühle berührten Menschen über alle Alter hinweg.
Eine chinesische Zuschauerin sagte, sie habe während des Films mehrmals geweint. Wenn man fern der Heimat lebe, verstehe man wirklich, was es bedeute, seine Heimat und seine Familie zu vermissen.
Der Film hat auch viele japanische Zuschauer angezogen, die sagten, die Themen, wie Familie, Treue und gegenseitige Unterstützung, seien über alle Grenzen hinweg nachvollziehbar und die sanfte emotionale Erzählweise hinterlasse einen tiefen Eindruck.
Eine japanische Zuschauerin erklärte, sie finde, der Satz der Großmutter, dass man stets Loyalität und moralische Grundsätze wahren müsse, bringe den Geist des gesamten Films perfekt auf den Punkt. Die Güte, die ein Mensch anderen entgegenbringe, könne sich wie Wellen weiter ausbreiten und viele Leben verändern. Es sei ein Film, der einen zu Tränen rühre.
