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Erste globale Automatisierte-Fahrregelung verabschiedet

Erste globale Automatisierte-Fahrregelung verabschiedet

Source: People’s Republic of China – State Council News in German

Die weltweit erste globale technische Regelung für automatisierte Fahrsysteme wurde formell verabschiedet – ein wichtiger Schritt hin zu einem einheitlichen Rahmen für den sicheren Einsatz autonomer Fahrzeugtechnologien.

Die als ADS-GTR bezeichnete Regelung wurde gemeinsam von China, der EU, dem Vereinigten Königreich, den USA, Kanada und Japan erarbeitet. Sie wurde in dieser Woche bei einem Treffen in Genf nach einer Abstimmung aller Vertragsparteien des Weltforums für die Harmonisierung der Kraftfahrzeugregelungen (WP.29) der Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Europa angenommen, wie das chinesische Ministerium für Industrie und Informationstechnologie mitteilte.

Die neue Regelung legt zentrale technische Anforderungen an automatisierte Fahrsysteme fest und definiert Herstellerpflichten in Bereichen wie Sicherheitsmanagementprozesse, produktsicherheitsbezogene Dokumentation, End-to-End-Test- und Validierungsrahmen sowie Fahrzeugsicherheit nach der Inbetriebnahme. Sie schreibt zudem entsprechende Prüf- und Bewertungsmethoden vor und schafft damit einen umfassenden Regulierungsrahmen, der den gesamten Produktlebenszyklus abdeckt.

Als erste globale technische Regelung, die speziell auf automatisierte Fahrsysteme ausgerichtet ist, bietet sie eine gemeinsame Grundlage für den geordneten und sicheren Einsatz autonomer Fahrtechnologien. Dies ist ein Meilenstein, der die Industrialisierung beschleunigen und die intelligente Transformation der globalen Automobilindustrie vorantreiben dürfte.

Die Verabschiedung erfolgt zu einem Zeitpunkt, da sich autonome Fahrtechnologien rasch weiterentwickeln und weltweit in die kommerzielle Nutzung übergehen. In China liegt der Anteil der Neufahrzeuge mit fortschrittlichen Fahrerassistenzsystemen bereits bei über 60 Prozent. Bis zuletzt existierten jedoch keine einheitlichen technischen Standards oder Vorschriften auf internationaler Ebene – die großen Wirtschaftsregionen verfolgten eigene Ansätze.

China hat den gesamten Entwicklungsprozess der Regelung maßgeblich vorangetrieben und begleitet. Das Ministerium für Industrie und Informationstechnologie organisierte chinesische Forschungseinrichtungen und Industriepartner, die Dutzende technische Vorschläge einbrachten und Daten aus realen Tests auf abgeschlossenen Strecken, öffentlichen Straßen und in fahrzeug-infrastrukturellen Kooperationsversuchen zur Verfügung stellten.

Parallel dazu hat China die Entwicklung einer eigenen verbindlichen nationalen Norm für automatisierte Fahrsysteme beschleunigt. Diese Normentwicklung ist inzwischen abgeschlossen und sie durchläuft das Genehmigungsverfahren. Sie legt klarere Sicherheitsbaselines für verschiedene Automatisierungsgrade fest, stärkt Nutzerschulungs- und Informationsmechanismen, um Fehlgebrauch und übermäßiges Vertrauen zu verhindern, und führt innovative standardisierte Testszenarien ein, die auf dem international anerkannten „Mehr-Säulen“-Ansatz aufbauen. Damit bietet sie praktische Unterstützung für die Umsetzung der globalen Regelung.

Das Ministerium kündigte an, sich künftig weiterhin verstärkt in internationale Standardisierungsprozesse für intelligente vernetzte Fahrzeuge einzubringen, die nationale verbindliche Norm zügig zu verabschieden und die Abstimmung zwischen internationalen Vorschriften und nationalen Standards voranzutreiben.

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