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Matthias Christen wird zum neuen Landratspräsidenten gewählt

Matthias Christen wird zum neuen Landratspräsidenten gewählt

Source: Swiss Kanton Nidwalden News in German
24. Juni 2026
Die Mitglieder des Landrates haben an ihrer heutigen Sitzung Matthias Christen zum Präsidenten für das Amtsjahr 2026/2027 gewählt. Dass ein Vertreter der GLP höchster Nidwaldner ist, bedeutet ein Novum. Als neue Frau Landammann wird Justiz- und Sicherheitsdirektorin Karin Kayser-Frutschi ab 1. Juli den Regierungsrat präsidieren.

Der neu konstituierte Landrat hat heute an seiner ersten Sitzung traditionsgemäss die Wahlgeschäfte vorgenommen. Im Amtsjahr 2026/2027 wird Matthias Christen (GLP) als Landratspräsident das 60-köpfige Nidwaldner Kantonsparlament leiten. Der bisherige 1. Vizepräsident tritt die Nachfolge von Erika Liem Gander (Grüne-SP) an. Es ist das erste Mal in der Geschichte Nidwaldens, dass ein Vertreter der Grünliberalen Partei das Parlament anführt. Matthias Christen ist 41-jährig, in Buochs wohnhaft und gehört dem Landrat seit 2022 an. Sein Präsidialjahr stellt er unter das Motto «Mutig sein – Traditionen bewahren und Neues wagen». «Ich freue mich auf viele bereichernde Begegnungen und darauf, Menschen, Traditionen und innovative Ideen in unserem Kanton noch näher kennenzulernen», sagt Matthias Christen. Nidwalden zeige eindrücklich, wie gelebtes Brauchtum und innovative Vorzeigebetriebe erfolgreich miteinander verbunden werden können. «Diese Stärke gilt es zu bewahren», betont er. Für sein Amtsjahr setzt er sich deshalb zum Ziel, den Dialog zwischen Bevölkerung und Politik zu stärken und die Menschen zu ermutigen, an Bewährtem festzuhalten und sich gleichzeitig für die Zukunft des Kantons einzusetzen.
Vervollständigt wird das Landratsbüro durch den 1. Landratsvizepräsidenten Dominik Steiner (FDP, Ennetbürgen), die 2. Landratsvizepräsidentin Franziska Rüttimann (Die Mitte, Buochs) sowie durch die jeweiligen Fraktionsvertreterinnen und -vertreter: Sepp Gabriel (SVP, Buochs), Christof Gerig (Die Mitte, Oberdorf), Marcel Grimm (FDP, Hergiswil), Alexander Huser (Grüne-SP, Ennetbürgen) und Iris Flüeler (GLP, Ennetbürgen).
Auch an der Spitze des Nidwaldner Regierungsrates kommt es turnusgemäss per 1. Juli zu einem Wechsel. Die bisherige Landesstatthalterin, Karin Kayser-Frutschi (Die Mitte, 59), löst Volkswirtschaftsdirektor Othmar Filliger als Landammann ab. Die Oberdorferin wurde 2014 in den Regierungsrat gewählt und steht seither der Justiz- und Sicherheitsdirektion vor. Für ihr Präsidialjahr stellt Karin Kayser-Frutschi den Leitgedanken «Verantwortung auf Zeit» ins Zentrum. «Politische Ämter sind kein Besitz, sondern eine Aufgabe, die uns anvertraut ist. Der Umgang mit dieser Verantwortung schärft den Blick für Sorgfalt, Respekt und die Wirkung unseres Handelns», sagt die neue Frau Landammann. Karin Kayser-Frutschi betont, dass politische Führung im Interesse des Gemeinwesens erfolgen müsse. «Wir treffen Entscheidungen nicht für uns selbst, sondern für die Bevölkerung und mit Blick auf kommende Generationen.» Die Stärke des Kantons liege dabei nicht allein in den Strukturen und Zuständigkeiten, sondern auch in der Art, wie miteinander umgegangen werde. «Diese Verantwortung möchte ich in meinem Präsidialjahr bewusst wahrnehmen und weitertragen.»
Zum neuen Landesstatthalter wurde Landwirtschafts- und Umweltdirektor Joe Christen (FDP, 62) gewählt.

MIL OSI