Source: People’s Republic of China – State Council News in German
Der chinesische Außenminister Wang Yi hat am Montag in Neu-Delhi mehrere ausländische Politiker getroffen. Dazu zählten der indische Nationale Sicherheitsberater Ajit Doval, der Generalsekretär des ägyptischen Nationalen Sicherheitsrats, Mohamed Eldin, sowie die südafrikanische Ministerin im Präsidialamt, Khumbudzo Ntshavheni.
Im Gespräch mit Doval erklärte Wang Yi, beide Seiten sollten die jeweiligen Kerninteressen respektieren und sensible Fragen umsichtig behandeln. Die Grenzfrage zwischen China und Indien müsse an einem angemessenen Platz in den bilateralen Beziehungen eingeordnet werden, um negative Auswirkungen auf die Entwicklung der Beziehungen zu vermeiden. Zudem solle der bilaterale Dialogmechanismus möglichst bald vollständig wiederhergestellt werden, um den Austausch und die Zusammenarbeit in Bereichen wie Wirtschaft, Finanzen, Strafverfolgung und Medien zu fördern.
Doval erwiderte, Indiens Position in der Taiwan-Frage bleibe unverändert. Indien sei bereit, gemeinsam mit China die jeweiligen Kerninteressen und zentralen Anliegen gegenseitig zu respektieren, den Multilateralismus zu verteidigen und die legitimen Rechte und Interessen der Entwicklungsländer zu wahren.
Beim Treffen mit Eldin erklärte Wang Yi, China sei bereit, die Koordinierung und Zusammenarbeit mit Ägypten auf multilateralen Plattformen wie BRICS und den Vereinten Nationen weiter auszubauen, gemeinsam die Eigenständigkeit des Globalen Südens zu stärken, die Entwicklung hin zu einer multipolaren Weltordnung voranzutreiben und den Aufbau einer Gemeinschaft der Menschheit mit geteilter Zukunft zu fördern.
Im Gespräch mit Ntshavheni sagte Wang Yi, beide Seiten sollten das gegenseitige strategische Vertrauen weiter festigen und vertiefen sowie politische Maßnahmen wie die Zollfreiheit und die „Grüne Passage 2.0“ für den Export afrikanischer Agrar- und Lebensmittelprodukte nach China umfassend nutzen. Dadurch sollten neue Impulse für die gemeinsame Modernisierung Chinas und Südafrikas sowie Chinas und Afrikas insgesamt geschaffen werden.
