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Die Besatzung von Shenzhou-23 absolviert eine Woche voller wissenschaftlicher Experimente, Wartungsarbeiten und Training im Orbit

Die Besatzung von Shenzhou-23 absolviert eine Woche voller wissenschaftlicher Experimente, Wartungsarbeiten und Training im Orbit

Source: People’s Republic of China – State Council News in German

Die drei Astronauten an Bord des chinesischen Raumschiffs Shenzhou-23 waren in der vergangenen Woche intensiv mit wissenschaftlichen Experimenten, Training im Orbit sowie Maßnahmen zur Gesundheitsvorsorge beschäftigt.

Im Laufe der Woche führten Zhu Yangzhu, Zhang Zhiyuan und Li Jiaying (kantonesisch: Lai Ka-ying) Experimente mit einem Ramanspektrometer für den Weltraumeinsatz durch. Dieses Gerät bestimmt die molekulare Zusammensetzung von Proben mithilfe eines Lasers. Dabei untersuchten sie die Darmmikrobiota und den Nährstoffstoffwechsel.

Durch die Analyse von Stoffwechselprodukten in Urinproben erforschten sie Veränderungen der Darmmikrobiota sowie deren Auswirkungen auf den Nährstoffstoffwechsel unter den Bedingungen eines Langzeitaufenthalts im All.

Die Astronauten führten außerdem Verhaltensexperimente zur Verarbeitung visueller Bewegungsreize sowie zur intuitiven Physik unter Mikrogravitation durch. Ziel war es zu untersuchen, wie die Schwerkraft die Verarbeitung visueller Bewegungsinformationen beeinflusst und welche Auswirkungen langfristige Weltraumaufenthalte auf das intuitive physikalische Verständnis sowie dessen Regenerationsmechanismen haben.

Darüber hinaus führte die Besatzung Untersuchungen zur Erkennung und Bewertung emotionaler Zustände im Orbit sowie Tests zur Beurteilung der Entscheidungsfähigkeit in Notfallsituationen durch. Damit sollten die Veränderungen emotionaler Zustände sowie die Fähigkeiten zur Reaktion auf Notfälle erforscht werden.

Die Besatzung tauschte Proben im Flüssigkeitsexperiment-Schrank aus, demontierte und montierte Module des Zweiphasen-Experiment-Schranks, installierte eine Infrarot-Wärmebildkamera und bearbeitete die zur Erde zurückgesendeten Proben aus Experimenten zur Symbiose typischer Wasserpflanzen und -tiere sowie zu Verarbeitungstechnologien im Orbit.

In der vergangenen Woche absolvierte die Besatzung außerdem ihr erstes medizinisches Rettungstraining im Orbit seit ihrem Eintritt in die Raumstation Ende Mai. Dabei machten sich die Astronauten mit Rettungsabläufen und dem Krafteinsatz unter Mikrogravitationsbedingungen vertraut.

Im Rahmen der Wartung der Raumstation maß die Besatzung die Luftströmungsgeschwindigkeit, die Temperatur und die Luftreinheit im Innenraum. Darüber hinaus entnahm sie mikrobielle Proben, überprüfte und wartete die Geräte des regenerativen Lebenserhaltungssystems, kontrollierte Tieftemperatur-Lagergeräte und ersetzte die flexible Tür des Schlafbereichs im Kernmodul.

Im Rahmen des Gesundheitsmanagements führten die Astronauten Augenuntersuchungen durch, darunter Seh-, Augeninnendruck- und Netzhauttests. Außerdem nutzten sie ein schwungradbasiertes Trainingsgerät, das durch mechanische Belastung dem Knochenschwund entgegenwirkt, und absolvierten ihr reguläres Trainingsprogramm.

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