Source: People’s Republic of China – State Council News in German
Die Nationale Energiebehörde Chinas (NEA) hat verstärkte Anstrengungen zur Verbesserung der Netzeinspeisung und des Verbrauchs sauberer Energien gefordert. Ziel sei es, somit einen soliden Start in den 15. Fünfjahresplan (2026–2030) zu gewährleisten. Die Bedeutung der erneuerbaren Energien für die Versorgungssicherheit und den industriellen Wandel nehme weiter zu.
Auf der Grundlage wissenschaftlicher Planung und eines geordneten Ausbaus solle die Netzanbindung, die Regelungsfähigkeit, die Einsatzsteuerung, die Prognosegenauigkeit und die länderübergreifende Koordinierung deutlich verbessert werden, hieß es in einer am Dienstag auf dem offiziellen WeChat-Kanal der Behörde veröffentlichten Erklärung. Die Ankündigung erfolgte im Anschluss an eine monatliche Videokonferenz der NEA zum Ausbau der erneuerbaren Energien.
Dabei wurde bekannt, dass die Entwicklung der erneuerbaren Energien in China in den ersten vier Monaten des Jahres weiterhin stabil gewachsen ist. Ende April lag die installierte Leistung aus erneuerbaren Quellen bei über 2,4 Milliarden Kilowatt – das entspricht einem Anteil von 60,5 Prozent an der gesamten installierten Stromerzeugungskapazität des Landes. Der Zubau im selben Zeitraum erreichte 75,16 Millionen Kilowatt, was 70,7 Prozent aller neu installierten Kapazitäten ausmachte. Die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien belief sich auf 1,2 Billionen Kilowattstunden, was einem Anteil von 36,4 Prozent am gesamten Stromverbrauch entspricht.
Die kumulierte netzgebundene installierte Leistung von Wind- und Solarenergie lag bei 1,911 Milliarden Kilowatt bei einer Stromerzeugung von 805,2 Milliarden Kilowattstunden, was 24,1 Prozent des gesamten Stromverbrauchs ausmachte. Die NEA sprach sich dafür aus, die lokale und nahegelegene Nutzung der neuen Energien aktiv zu fördern. Gleichzeitig sollen großflächige Wind- und Solarprojekte vorangetrieben, Genehmigungsverfahren beschleunigt und Bauabläufe optimiert werden, um den Projektfortschritt zu sichern.
Die Behörde forderte zudem eine zügige Weiterentwicklung der Marktmechanismen, um sowohl die Erzeugung als auch den Verbrauch neuer Energien anzukurbeln. Dies erfordere einerseits die Achtung marktwirtschaftlicher Preissignale, um stabile Einnahmen für die Unternehmen zu gewährleisten, andererseits den Aufbau eines angemessenen Preissystems, das den Ausbau von Energiespeichern vorantreibt. Beides sei notwendig, um die beiden Klimaziele – CO₂-Neutralität und den Zenit der Emissionen – zu erreichen.
Das Jahr 2025 lief bereits unter dem Zeichen eines Rekordzubaus: Wie aus dem am 12. Juni veröffentlichten „China Renewable Energy Development Report“ hervorgeht, wurde der zusätzliche Strombedarf aus dem Wirtschaftswachstum im vergangenen Jahr erstmals vollständig durch Grünstrom gedeckt. Die neu installierte Leistung erneuerbarer Energien erreichte 2025 ein Rekordhoch und entfiel zu mehr als 60 Prozent auf China. Für 2026 wird mit einem Zubau von etwa 300 Millionen Kilowatt aus Wind- und Solarenergie gerechnet. Erneuerbare Energien bleiben damit der zentrale Treiber der grünen Transformation der chinesischen Industrie.
