Post

Gelehrte erwarten Vertiefung des interzivilisatorischen Dialogs auf der Klassik-Konferenz in Athen

Gelehrte erwarten Vertiefung des interzivilisatorischen Dialogs auf der Klassik-Konferenz in Athen

Source: People’s Republic of China – State Council News in German

Wissenschaftler aus China und Griechenland haben die Erwartung geäußert, dass die zweite Weltkonferenz der Klassik, die am Dienstag in Athen eröffnet wurde, den Austausch zwischen östlichen und westlichen klassischen Traditionen weiter vertiefen und die vergleichende Forschung zwischen den Zivilisationen fördern wird.

Die zweitägige Veranstaltung schließt an die erste Weltkonferenz der Klassik an, die 2024 in Beijing stattfand und Wissenschaftler sowie Experten zusammenbrachte, um das Erbe antiker Zivilisationen und dessen Bedeutung für die heutige Gesellschaft zu untersuchen.

Mit Blick auf die Bedeutung der ersten Konferenz betonte Amphilochios Papathomas, Professor für Altgriechische Literatur und Papyrologie an der Nationalen und Kapodistrias-Universität Athen, dass die Veranstaltung die Relevanz eines parallelen Studiums der chinesischen und griechischen klassischen Traditionen deutlich gemacht habe.

„Wenn ich auf die erste Weltkonferenz der Klassik in Beijing zurückblicke, war eine meiner wichtigsten Erkenntnisse die starke Betonung der parallelen Entwicklung östlicher und westlicher klassischer Traditionen. Die Konferenz hob nicht nur die herausragenden Leistungen der chinesischen und griechischen Zivilisationen hervor, sondern auch den Wert, diese beiden großen antiken Kulturen gemeinsam zu erforschen. Besonders wichtig war für mich zudem die Erkenntnis, dass die Beschäftigung mit der klassischen Zivilisation nicht nur auf die Vergangenheit beschränkt ist. Vielmehr kann sie wertvolle Einsichten in gegenwärtige Fragen von Kultur, Gesellschaft, Governance und internationalen Beziehungen liefern. Die Konferenz zeigte außerdem, dass das klassische Erbe sowohl Chinas als auch Griechenlands weiterhin Themen anspricht, die in der heutigen Welt von hoher Relevanz sind“, sagte er.

Mit Blick auf die bevorstehende Konferenz in Athen äußerte Papathomas die Hoffnung, dass die Diskussionen weiter untersuchen werden, wie die Weisheit antiker Zivilisationen zur Bewältigung moderner globaler Herausforderungen beitragen kann.

„Ich hoffe und erwarte, dass dieser Ansatz auf der diesjährigen Konferenz in Athen weiterentwickelt und vertieft wird. Besonders interessieren mich die Diskussionen, die jene Aspekte der chinesischen und griechischen Traditionen untersuchen, die zu heutigen internationalen, politischen und kulturellen Realitäten beitragen können. Fragen des interkulturellen Dialogs, des gegenseitigen Verständnisses, des friedlichen Zusammenlebens und der Zusammenarbeit zwischen Staaten sind heute besonders wichtig. Ich glaube, dass das gemeinsame Studium dieser beiden Zivilisationen uns helfen kann, die Herausforderungen und Chancen unserer gemeinsamen Zukunft besser zu verstehen“, sagte der griechische Wissenschaftler.

Auch chinesische Wissenschaftler hoben die Rolle der Konferenz bei der Weiterentwicklung der globalen Klassikforschung und der Förderung des interkulturellen akademischen Austauschs hervor.

Wu Fei, Professor für Philosophie an der Peking-Universität in Beijing, bezeichnete die erste Weltkonferenz der Klassik in Beijing als ein bedeutendes Ereignis für die Neuausrichtung der klassischen Forschung auf globaler Ebene.

Mit Blick auf das Treffen in Athen sagte Wu, er erwarte, dass aus den Diskussionen stärker spezialisierte Forschungsansätze sowie breitere vergleichende Perspektiven hervorgehen werden.

„Ich glaube, dass wir auf dieser Konferenz in Athen sehr viel tiefergehende klassische Studien zu verschiedenen Zivilisationen sehen werden. Was mich jedoch am meisten interessiert, ist die stärkere Entwicklung vergleichender Studien und vergleichender Perspektiven. Das ist nicht einfach, da klassische Studien eine lange Ausbildung erfordern und das Studium verschiedener Kulturen noch umfassendere Vorbereitung verlangt. Aber ich halte es für eine lohnende Erwartung“, sagte Wu.

MIL OSI