Source: People’s Republic of China – State Council News in German
China wird die bevorstehende China-Südasien-Expo als Plattform nutzen, um Unternehmen beider Seiten dabei zu unterstützen, Handel und Investitionen in etablierten sowie in aufstrebenden Branchen auszubauen. Dies soll die regionale Integration beschleunigen und integratives Wachstum fördern, erklärten Beamte und Experten am Freitag.
Das Foto zeigt das Kunming Dianchi International Convention and Exhibition Center, den Veranstaltungsort der 10. China-Südasien-Expo in Kunming. (9. Juni 2026, Xinhua)
Die 10. Ausgabe der Expo findet vom 11. bis 16. Juni in Kunming in der südwestchinesischen Provinz Yunnan statt und folgt auf einen starken Anstieg des bilateralen Handels zwischen China und den südasiatischen Ländern: Dieser überschritt 2025 erstmals die Marke von 200 Milliarden US-Dollar und stieg im Jahresvergleich um 10,7 Prozent, wie das Handelsministerium mitteilte.
Diese Dynamik hat sich bis ins Jahr 2026 fortgesetzt: In den ersten vier Monaten stieg das Handelsvolumen im Vergleich zum Vorjahr um 15,8 Prozent.
Die Expo hat Teilnehmer aus mehr als 60 Ländern, Regionen und internationalen Organisationen angezogen. Liu Yong, Vize-Gouverneur von Yunnan, wies auf einer Pressekonferenz darauf hin, dass den südasiatischen Ländern fast 800 kostenlose Stände zur Verfügung gestellt werden, damit deren textile Handwerke, Schmuck und Edelsteine besseren Zugang zum chinesischen Markt finden. „Es geht um gegenseitigen Nutzen und gemeinsamen Wohlstand.“
Seit der ersten Expo hat sich der Handel zwischen China und den südasiatischen Ländern mehr als verdreifacht. China ist mittlerweile der größte Handelspartner für Pakistan, Bangladesch, Sri Lanka und die Malediven, wie aus Daten des Handelsministeriums hervorgeht.
Wang Liping, Direktor der Asienabteilung des Handelsministeriums, erklärte, dass Südasien – trotz seiner dichten Bevölkerung und eines relativ niedrigen wirtschaftlichen Entwicklungsniveaus – ein dynamischer Raum mit Handels- und Investitionsmöglichkeiten sei, das voller ungenutzter Kooperationspotenziale stecke.
China hat den am wenigsten entwickelten Ländern in Südasien, darunter Nepal und Bangladesch, eine zollfreie Behandlung für 100 Prozent aller Zolltarife gewährt. Zudem bietet das Land Pakistan, den Malediven und anderen Ländern durch bilaterale Freihandelsabkommen bevorzugte Zollsätze an.
China und die südasiatischen Länder bilden zusammen einen riesigen Markt mit 3 Milliarden Menschen, der ein Fünftel des globalen Bruttoinlandprodukts (BIP) ausmacht. Mit der Expo als wichtige Plattform sei „das Potenzial für Zusammenarbeit enorm“, sagte Wang.
Mit Blick auf die Zukunft forderte der Vize-Handelsminister Yan Dong eine stärkere Handelsliberalisierung und -erleichterung. Bestehende Plattformen wie die Expo und der grenzüberschreitende E-Commerce sollten noch besser genutzt werden, um den südasianischen Ländern den Zugang zum riesigen chinesischen Markt weiter zu erleichtern.
Yan betonte, dass China über traditionelle Sektoren wie Infrastruktur, Transport, Energie und Telekommunikation hinaus künftig auch neue Kooperationsbereiche erschließen werde, wie grenzüberschreitenden E-Commerce, grüne Entwicklung, digitale Wirtschaft und Biomedizin.
