Source: Deutsche BundesbankZahl der Kreditinstitute weiter rückläufig – Digitalisierung, Kostendruck und Kundenverhalten dünnen Filialnetz aus
Die seit Jahren anhaltende Konsolidierung im deutschen Bankensektor hat sich im Jahr 2025 moderat fortgesetzt. Im Jahresverlauf sank die Gesamtzahl der Kreditinstitute um netto 39 (im Vorjahr 35) auf 1.329 Institute. Zurückzuführen ist dies vor allem auf 34 Fusionen (2024:33). Von den insgesamt 45 Abgängen entfielen weitere vier auf Erlaubnisrückgaben, einer auf Erlaubnisentzug, drei auf Schließungen im Bereich der Zweigniederlassungen und drei auf Umgruppierungen. Dem standen sechs Zugänge gegenüber: zwei ausländische Kreditinstitute mit dem Ziel der Präsenz in Deutschland, ein ehemaliges Wertpapierinstitut, das durch Erlaubniserweiterung nun zu den Regionalbanken zählt sowie die bereits erwähnten drei Umgruppierungen, zwei davon in den Genossenschaftssektor und eine in den Bereich der Kreditbanken.
Die Zahl der inländischen Zweigstellen verringerte sich von 17.870 auf 16.799. Mit 6 Prozent fiel der Rückgang im Jahr 2025 geringer aus als im Vorjahr (8,4 Prozent) und näherte sich wieder den Werten aus den Jahren 2023 (rund 5 Prozent) und 2022 (rund 6 Prozent) an. Der Trend zur Digitalisierung, der hohe Kostendruck und ein verändertes Kundenverhalten führten zu einer Verschlankung des Filialnetzes in fast allen Bankbereichen. Insbesondere bei den Großbanken ist ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen.
Entwicklung der Zahl der Kreditinstitute
Im Jahr 2025 gab es insgesamt sechs (im Vorjahr zehn) Zugänge sowie – wie im Vorjahr − 45 Abgänge von Kreditinstituten.
Von den Abgängen waren 27 (2024: 25) auf Fusionen im Genossenschaftssektor zurückzuführen. Die Zahl der genossenschaftlichen Institute sank dadurch auf 647, ein Rückgang um 3,7 Prozent.
Im Sparkassensektor verringerte sich wie im Vorjahr die Zahl der Institute um fünf bedingt durch Zusammenschlüsse. So verblieben neben den unverändert bestehenden sechs Landesbanken noch 344 Sparkassen.
Bei der Zahl der Kreditbanken war 2025 ein Rückgang um sechs (2024: vier) auf 232 Institute zu verzeichnen. Die Zahl der Großbanken blieb mit drei unverändert. Die Zahl der Regionalbanken und sonstigen Kreditbanken verringerte sich von 133 um vier auf 129. Zwei Zugängen standen hier sechs Abgänge gegenüber. Die zwei Zugänge waren durch Erlaubniserweiterungen bei einer Bürgschaftsbank und einem Wertpapierinstitut bedingt. Von den Abgängen entfielen je ein Abgang auf Fusion, auf Erlaubnisrückgabe, auf Erlaubnisentzug, auf eine Umwandlung in ein Wertpapierinstitut und zwei auf Umgruppierungen in den Genossenschaftsbereich. Bei den Zweigstellen ausländischer Banken sank die Zahl um zwei auf 100. Dabei standen zwei Zugänge vier Abgängen gegenüber.
Bei den Realkreditinstituten, bei den Wohnungsunternehmen mit Spareinrichtung sowie bei den Bürgschaftsbanken gab es je einen Abgang.
Anzahl inländischer Zweigstellen verringert sich kaum im Vergleich zum Vorjahr
Die Zahl der inländischen Zweigstellen.[1] fiel im Jahr 2025 um 1.071 bzw. 6 Prozent auf 16.799. Im Vorjahr war ein Rückgang um 1.631 (entspricht 8 Prozent) Zweigstellen zu verzeichnen.
Am stärksten war der Filialabbau bei den Großbanken mit 755 um minus 34,6 Prozent auf 1.429. Die Reduzierung entfiel, wie im vergangenen Jahr, fast ausschließlich auf die Deutsche Bank, die ihr Filialnetz um 709 Zweigstellen reduzierte. Damit beträgt der Anteil der Großbanken am gesamten Zweigstellenbestand nur noch 8,5 Prozent (2024: 12,2 Prozent). Das Filialnetz der Regionalbanken sank um 16 auf 927 Zweigstellen, während bei den Zweigstellen ausländischer Banken eine leichte Erhöhung um neun auf 174 Zweigstellen zu verzeichnen war.
Insgesamt verringerten die Kreditbanken die Anzahl ihrer Zweigstellen um netto 762 auf 2.530 Ende 2025. Dies entspricht einem Gesamtanteil von 15,1 Prozent (2024: 18,4 Prozent). Im Sparkassen- und im Genossenschaftssektor verlangsamte sich der Filialabbau weiter gegenüber den Vorjahren. Die Sparkassen (einschließlich Landesbanken) reduzierten ihr Zweigstellennetz um netto 116 (2024: 178) auf 6.810 Filialen. Mit einem Anteil von 40,5 Prozent wird hier weiterhin die größte Anzahl inländischer Zweigstellen unterhalten.
Im genossenschaftlichen Sektor verringerte sich die Zahl der Zweigstellen um 161 (2024: 186) auf 6.241. Der Anteil am Gesamtbestand der inländischen Zweigstellen beläuft sich auf 37,2 Prozent.
Im Bereich der privaten Bausparkassen war ein Rückgang um 15 auf 707 Filialen und bei den öffentlichen Bausparkassen um 11 auf 469 Filialen zu verzeichnen.
Anzahl der Auslandsfilialen legt leicht zu – Veränderung bei ausländischen Tochterbanken bleibt aus
Die Zahl der im Ausland ansässigen Tochterunternehmen[2] deutscher Banken blieb mit 73 konstant im Vergleich zum Vorjahr (s. Tabelle 3). Die Großbanken unterhalten mit 59 ausländischen Töchtern den überwiegenden Anteil. Die anderen Gruppen sind weniger stark im Ausland vertreten (Regionalbanken sechs, Landesbanken drei, DZ BANK im Genossenschaftsbereich vier Auslandstöchter, Banken mit Sonderaufgaben eine Auslandstochter).
Die Zahl der Filialen deutscher Kreditinstitute im Ausland hat sich um sechs auf 277 (plus 2,2 Prozent) leicht erhöht.
Rund 77 Prozent aller Auslandsfilialen sowie rund 48 Prozent der Auslandstöchter befinden sich in Europa, hauptsächlich in Ländern der Europäischen Union (vgl. Tabelle 3).
Fußnoten:
Zweigstellen gemäß § 24 Abs. 1a Nr. 4 KWG, hier sind Zweigstellen, die nur automatisierte Bank- oder Finanzdienstleistungen erbringen, nicht einbezogen.
Beteiligung an einem ausländischen Kreditinstitut mit mehr als 50 %.
